Stereoschallplattenwiedergabeanlage – Teardown

Stereoschallplattenwiedergabeanlage – Diese Typenbezeichnung dürfte man Heute wohl nicht mehr finden. Zur Reparatur (kaputte Sicherung) musste eine solche aber Heute ihr Inneres zeigen. Erst mal zum Typ: Es Handelt sich um ein „Ziphona Rubin 523“ der Firma „RFT“, Baujahr 1974. Ein paar technische Daten finden sich im Radiomuseum.

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Das Typenschild zeigt alle nötigen Infos. Auffällig der Hinweis auf die Heute eigentlich ausgestorbenen Allstromgeräte.
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Der Bereich mit den Schaltern und Potis befindet sich auf einem einseitigem PCB, die Bauteile sind axial, Transistoren selten. Hier interessant: Der Glaszylinder aka. Glüh/Glimmlampe rechts – Heute wäre das LED-Equivalänt nur wenige Millimeter.
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Die Verstärkerplatine gibt es hier nur von unten zu sehen, die Bezeichnungen der vier Stellen oben (T,E,B) zeigen aber gut, dass hier Transistoren drunter stecken.Der Ausgang der 6W Musikleistung erfolgt über zwei DIN-41529-Buchsen (aka. LS-Stecker)
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Von unten Links befindet sich die Stromversorgung – der Tellermotor und die Verstärkerschaltung haben eigene Sicherungen. Der Aluzylinder Rechts ist ein Elko.
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Interessantes Detail zum Schluss: im Gehäuse findet sich für Servicetechniker und Bastler zwar nicht mehr der früher übliche Schaltungsplan, dafür eine nicht zum Modell passende „Umlötanleitung“ um den Trafoanschluss zwischen 220V und 127V auszutauschen.

Hallo Gnome 3! (Rant)

Hallo Gnome 3! Schön, dass du dich zu mir gesellt hast. Kennst du noch deinen Vorgänger? Der hat mir gute Dienste geleistet – auf 4 Monitoren verteilt tat er seinen Dienst, die Panels saßen Dank GConf auf dem richtigen „Hauptmonitor“, waren mit allerhand Widgets bestückt und das Home auf NFS hat ihn auch nicht gestört. Gestern dann mein Gedanke – ich könnte ja schnell noch Updaten. Mit dem üblichen „Wird-schon-schief-gehen“-Doppelenter gestartet, im Vorbeiflug noch etwas von Kernel gelesen und einen reboot dran gehängt. Teatime. Nach dem Rückweg hatte der PC neu gestartet und mein Blick erspähte deine ersten Ausläufer – der Loginscreen sieht irgendwie anders aus…

Schnell die Userdaten eingehämmert und … krawautz … „Ihr System ist zu blöd für Gnome, willkommen im Fallback-Mode“ – oder so ähnlich vermeldest du. Der Funktionsumfang ist nahezu nicht vorhanden: Die Panels leer, an hinzufügen von Items nicht zu denken – auch zeigst du sie stur auf dem linken Monitor an – da wo ich nur selten hinschaue. Verschieben erlaubst du mir nicht – warum auch. Ein Blick ins Forum: Mit der Installation der gnome-shell soll sich deine ganze Macht entfalten. Installiert, GDM neu gestartet und… Krach… Kein Bild mehr… WTF?… „Could not acquire name“ – von mit bekommst du jetzt Namen, aber keine netten. Einen Neustart später lande ich wieder im GDM – Logindaten und – na – ein schwarzer Bildschirm.OK, Schnautze voll, vielleicht updatest du ja nur irgendwas, ich geh schlafen.

Neuer Tag, neues Glück, gleicher schwarzer Bildschirm – wohl doch kein Update. OK, ziehen wir mal meine Besonderheiten raus – ein neues Userprofil auf der lokalen HDD darf sich versuchen – mit dem selben düsteren Ergebnis. Tja, wenn du mich nicht ran lässt muss ich wohl fremd gehen und siehe da: Deine fiese Schwester KDE öffnet mir bereitwillig und ohne zu murren alle Fenster zu ihrer bonbonfarbenen Kitschwelt. Ergo: Kein Xorg-Fehler. Nochmal ein Versuch mit Gnome – Gewinner: Keiner. (Verzeit mir, aber mit den 4 Screens im Text-/ASCII-Art-modus kommt langsam Wargames-Feeling auf). Mit passender Wargames-DVD auf dem Laptop nebenan (woho, Grafik!) rüste ich mich für die nächste Runde. Hätten wir noch die 4 Monitore. Reduzieren wir das mal auf ein Haushaltstypisches Maß von einer Guckplatte. Schnell noch GDM neu starten – NIIIICHT. Reboot. Ach schau an – dein GDM hat auch einen farbigen Hintergrund? Der war vorher doch in deiner Lieblingsfarbe – Schwarz. Und nun lässt du mich auch in deinen pachtvollen Neubau…

Ein kurzer Blick – ein längerer Blick – mir fällt nur ein Wort ein: REGRESSION! Die Optik sieht aus als hätte man mir einen angefressenen Obstkorb vor die Nase gestellt. Warum brauch ich meinen halben Bildschirm für den Fensterrahmen? Mich interessieren die Inhalte und nicht das Design außenrum. die UI ist vielleicht für nen Kindergarten eine tolle Sache, aber sicher nicht zum Arbeiten zu gebrauchen. Wollt ihr vielleicht eine Anleitung zum Arsch-Abwischen beilegen oder warum muss jede Pissfunktion auf ein idiotenkompatibles Maß reduziert werden? Nicht jeder vorm PC ist auf dem Bildungsstand eines Zirkusaffen. Flexibilität Funktionen? Brauchen wir nicht – wen interessiert schon die Systemlast im Panel… User sicher nicht… Also löschen wirs gleich für alle, die Bastler interessieren ja keinen. Softwarediktatur FTW! Ich hab ja mit der Umstellung Amarok 1.4 -> Amarok 2 schon einiges mitgemacht, auch da wurden viele Features gedropt, aber es war immerhin in Grundfunktionen noch nutzbar – das kann ich von Gnome 3 nicht sagen. Jetzt, da sich dieser Codehaufen in Stable befindet, habe ich erst mal die Arschkarte – fürs Erste mag ich noch Gnome 2 weiter nutzen können, aber die Updates laufen nicht ewig. Ein Gnome 2 Fork ist nicht in Sicht, meine anderen PCs haben Updateverbot – bleibt nur zeitnah auf etwas Anderes zu wechseln und wieder tagelang Anpassung zu tätigen um am Ende wieder halbwegs das zu können, was schon ausgereift da war. Eine Schande um die jahrelang gereiften Konfigurationsdateien. Gnome 3 mag ja eine schöne Idee sein, aber es ist nicht Gnome. Früher(tm) war es halbwegs schnell, unaufdringlich und Funktionen waren zwar vor DAUs Versteckt, aber trotzdem vorhanden. Ich installiere dann mal grade XFCE und versuche mich daran – tja, liebes Gnome-Team – „Schönen Tag und auf Wiedersehn“. Eventuell wird irgendwann Gnome wieder ein ernstzunehmendes DE, aber das jetzt Veröffentlichte ist ein Komplett neues Projekt und hat nichts mit dem zu tun, für das Gnome einmal bekannt war.

END OF RANT

Disclaimer: Ja, es ist meine Schuld, ja, ich weiß, dass ich forken kann, ja, ich weiß, dass $hier-argument-einsetzen