Ring-Rückblick

Auf in den Kampf
Mittwoch – Meine Sachen standen im Treppenhaus. Eigentlich wollte ich jetzt einräumen, aber meine Mutter hatte sich das Auto gekrallt – “ist ja noch früh”. Kurz vor 11 Uhr war das Auto wieder da: Kofferraum voll, Tank leer. Schnell umgeräumt und auf zum Rest. Durchs Tanken ein paar Minuten zu spät landete ich in Kruft, noch keiner der Anderen da. Etwas später trafen dann auch Mine und Laubi ein – los gehts. Relativ staufrei kamen wir kurz nach 12:00 auf A1 an. Auf dem zugehörigen Zeltplatz A5 war schon viel los – wir schleppten die Zelte unter der knallenden Sonne ein paar Kilometer den Berg runter. Am Eingang zu A5d fanden wir eine genügend große Fläche und begannen die 6 Zelte und den Pavillon aufzubauen. Es folgten 2 weitere Gepäcktransporte, welche dank den umgekippten Bollwerwagen anderer Zelter einem ADACADBC-Einsatz glich. Die entsprechenden Belohnungen fürs Helfen in Form von Bier taten ihr übriges. Es dauerte jedenfalls lange genug um mir einen schönen Sonnenbrand zuzulegen. Etwas nervend: Beim zweiten Transport wurden wir mit der Eintrittskarte abgewiesen: Man käme jetzt nurnoch mit Bändchen rein. Tja, zwar eine lange Schlange vor der Bandausgabe, aber was soll man machen – kurz vor dem Ende der Schlange hieß es dann: “Bändchen sind aus” und man konnte wieder mit Karte rein – super. Laubi und Mine fuhren wieder.

Hammerhart
Viele fuhren eine nicht zu verachtende Ausrüstung zum Ring: Aggregate, Pavillons, Netbooks mit UMTS – nur an einen Hammer zum Zeltaufbau hatte offenbar niemand gedacht, so wurden wir mit unseren 2 Hämmern zur zentralen Hammerverleihstation der Gegend. Erst wurden die Zelte der Damen nebenan, dann mit geballter Kraft und trotz heftigem Wind einen großen Pavillon direkt nebne uns errichtet – Panzertape machts möglich. Als Dankeschön durften wir uns zum Abendessen an deren Grillgut erfreuen.

Nacht 1:

Zur ersten Nacht waren wie geplant nur meine Schwester, Chris und ich auf dem Zeltplatz. Diese Nacht ließ sich in einem Wort beschreiben: Arschkalt.
Der nächste Morgen änderte nichts daran – zum Glück war der Grill der Nachbarn noch intakt, so wurde dieser kurzerhand ausgeliehen und sorgte immerhin für warme Finger. In der Nachbarschaft waren zwischenzeitlich noch einige Zelte mehr entstanden. Ein Security drückte es am Funkgerät als “Überfüllt” aus, trotzdem wurde über die Ticker der Zeltplatz regelmäßig als Frei gemeldet. Gegen Abend wurde es dann durch Heike und Tina voller und auch etwas wärmer – sportliche Betätigung in Form von Bierlauf & Co. könnten aber auch Grund für die gefühlte Temperatursteigerung sein. Die Nachbarn vom TeamEPE haben als Animateure ganze Arbeit geleistet. Nachts gab es wieder die bekannten Auswahlmöglichkeiten: Am Grill sitzen oder sich im Zelt den hintern abfrieren.
Freitag
Am Freitag ging es wieder kurz nach Mittag los: Die vorgewarnten Nachzügler kamen und brachten winterfestes Gepäck mit, was natürlich die 2km zum Zelt getragen werden wollte. Gegen 19:00h ging es dann mit versammelter Manschaft zum Festivalgelände. Enter Shikari konnte ich nur von weitem bewundern, aber der Auftritt war offenbar nicht zu verachten. Für Papa Roach kämpften wir uns weiter vor, als Belohnung gabs ein dauerhaftes Geschiebe – trotzdem tolle Stimmung. Als nächstes machte ich mich auf den Weg zu Placebo – großer Fehler. Wer auch immer da gespielt hat: Mit dem was auf den Placebo-CDs zu hören ist hatte es nichts zu tun. Enttäuscht von dieser Beleidigung meiner Ohren zurück zu Staind – wesentlich besser, zwar auch wieder aus der letzten Reihe gesehen, aber wieder guter Sound. Zu den Klängen von Killswitch Engage zeug sortiert und auf Manson und Korn gefreut. Manson machte zwar ein brauchbares Konzert, aber irgendwie hatte ich mir mehr erwartet. Korn konnte ich leider nicht sehen, da ich an anderer Stelle gebraucht wurde. Zum Abend machte sich der großteil der Gruppe doch nach Hause zum schlafen – Weicheier…
Tag 2
Zu Beginn des zweiten Tages folgte erst mal eine Kapitulation: Ich machte mich auf den Heimweg. Nicht um da zu bleiben, aber dem zwischenzeitlich eingesetzten Dauerregen konnte ich ohne dichte Schuhe und vernünftige Regenjacke nichts entgegensetzen. Auf dem Rückweg dann schlechte Laune: Durch den Scheibenwicher hatte sich mein Parkaufkleber abgelöst. Die Reaktion des Aufpassers am Parkplatz war nicht wirklich das, was ich mir gewünscht hätte – auf meine Nachfrage wo ich mich melden sollte wurde ich erst mal nur angeschnautzt. Nachdem ich die Frage ein paar mal wiederholte und mich nicht bewegte immerhin eine Antwort: Polizei. Tja, an der Wache war auch bei der zweiten Vorbeifahrt nicht an halten zu denken, so machte ich mich nach Nürburg. Hier ist meist nicht ganz so viel los und ich fand auch am beginn des Dorfes ein paar Ordnerinnen, die mich am Straßenrand halten ließen und eine Polizeistreife anhielten. Die jedoch wussten nichts von Parkaufklebern und verwiesen mich an die Ordner meines vorherigen Parkplatzes. Ohne mich – die Herren an A1 haben mich genug angeschnauzt, mit denen woltle ich mich nicht mehr anlegen. Die Damen im Ort verhielten sich da anders: Als sie mein Problem genau mitbekamen kamen sie direkt mit einer Lösung: Ich durfte bis Sonntag auf dem Tagesparkplatz bleiben – geht doch. Die Polizeibeamten hatten sich auch schlau gemacht: Wenn ich wieder auf A1 wollte sollte ich mich biem Veranstalter melden und bekam eine Wegbeschreibung zum Gebäude des Veranstalters. Da der Tagesparkplatz nicht wesentlich weiter entfernt war und ich aufs Gelände wollte entschied ich mich auf dem neuen Parkplatz zu bleiben. Auf dem Zeltplatz hatte sich nun auch einiges getan: Bei unsern Nachbarn war die Hälte wegen des Wetters unangekündigt abgereist. Durch die ganze Sache hatte ich bereits Flogging Molly verpasst, also trotzdem den zwischenzeitlich eingetroffenen Rest zusammengetrommelt und ab zum Gelände, wo wir dann auch früh genug ankamen um Prodigy in ihrer vollen Pracht zu erleben. Auch Slipknot machten eine tolle Show und wussten das Publikum einzubinden. Zum Schluss gann noch eine runde Mando Diao, welche zwar gut aber recht langsam war. OK, vielleicht war es der Kontrast zwischen Prodigy/Slipknot und denen. Zum Abend fuhren außer Tina und mir nun alle nach Hause – Regen und Kälte waren wohl doch zu viel.
Tag 3
Passend zum Mittag wach konnte ich noch den Rest des TeamEPE verabschieden, welcher sich nun auch auf den Weg machte. Zusammen mit Tina durfte ich nun auch Chris und Heike warten, die um 14Uhr zum Abbau auftauchen wollten – dies verzögerte sich jedoch bis 17Uhr. Um nicht so viel Zeit zu verlieren begann ich mit Tina schonmal die Zelte abzubauen und einen Teil des Gepäcks in mein Auto zu verladen. Bei dieser Strecke kam uns Thomas entgegen, der trotz Erkältung zum Abbau erschien. Auch Chris und Heike kamen nun und auf dem Zeltplatz waren Mine und Annika mit dem Abbau ihrer Zelte beschäftigt – Laubi blieb mit Rückenschmerzen im Auto zurück. Wir schmissen unsere Reste in ein Zelt und transportierten den großen Haufen aus Zelten, Flaschen und Kästen bis zum Auto. Danach schnell aufs Gelände und für die Guano Apes noch einen Platz im ersten Brecher zu sichern. Bis Billy Talent waren wir in den ersten Reihen angekommen und konnten so auch deren Show hautnah miterleben. Limp Bizkit sorgten durch die Musik und die Publikumsnähe von Fred Durst ebenfalls für Stimmung. Nach Limp Bizkit machten sich die meisten auf den Heimweg, ich schaute mir zu den Klängen von Peter Fox noch den Kampf “Besucher mit Pappe und Feuerzeug gegen Security” an und fuhr dann mit Tina nach Hause in den Stau vor der Baustellenampel. Nunja, zum Frühstück war ich daheim.

Edit: Die ersten Bilder sind jetzt in der Gallery, am Wochenende (21.06.) kommt vermutlich der Rest.

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