Wenn Steuerungen in der Industrie umgesetzt werden, dann heißt das oft, dass Zuverlässigkeit einen großen Stellenwert hat. Heute liegt ein PC aus einer solchen Steuerung auf meinem Tisch. Schauen wir doch mal, was da drin steckt.
Inhalt
00:00 Gehäude und Anschlüsse
03:48 Zerlegerei
04:33 Blick ins Gehäuse
06:54 Die Platinen
08:35 IC-Details
16:38 PC-Datenblatt
19:38 Zusammenbau
22:44 Testboot / Ausblick / Fazit
Transparenz
Das Gerät wurde ausgemustert und befindet sich mWn. nicht mehr im aktiven Vertrieb.
Ich bewahre gerne Dinge auf, so auch alte Video- und Bildaufnahmen. Inzwischen wird dies zum Problem, denn Festplatten werden eher teurer als billiger, Datenmengen aber immer größer. Glücklicherweise haben sich aber auch die Formate weiterentwickelt. Moderne Vertreter wie AV1 und OPUS können für Videos mit deutlich kleinerem Speicherbedarf eine gute Qualität liefern. So konnte ich diese Dateien um im Schnitt 96% verkleinern. Eins Fehlt mir aber noch: Bilddateien.
Die Formate
Für Bilder gibt es viele moderne Formate: HEIC kennt man ggf. von Mobiltelefonen und basiert auf H.265 – leider auch mit dessen Lizenzproblemen. Webp stammt von webm ab und ist primär für die Nutzung auf Webseiten entwickelt. Avif wiederum ist das Bild-Pendant zu AV1. Jxl, auch JPEG-XL genannt ist ein direkter Nachfolger des klassischen JPEG-Formates.
Der Test
Zum Testen nutze ich 24 JPEG-Bilder mit insgesamt knapp 60MB. 22 sind Handy-Bilder im Format 4032×3024, die beiden Verbleibenden stammen von älteren Digitalkameras und haben eine etwas geringere Auflösung.
Als Hardware nutze ich einen Server mit 2×E5-2640v4, was 16 Kernen bzw. 32 Threads bei bis zu 2.6GHz entspricht. 192GB RAM und die Speicherung auf NVME sollten kein Bottleneck darstellen
Als Software kommt ffmpeg zum Einsatz. Ausnahme ist heic, dies wird von meiner Version nicht unterstützt, daher muss heif-enc herhalten.
Die Geschwindigkeit
Erste Frage: Wie lange dauert das Umwandeln?
webp 49 Sekunden
jxl 58 Sekunden
heic 68 Sekunden
avif 481 Sekunden
Webp, jxl und heic sind in ähnlichen Bereichen unterwegs und codierten alle Dateien in etwa einer Minute. Avif sticht mit über 8 Minuten klar heraus, ein Umwandeln dauert also deutlich länger.
Die Größe
Der Grund für den ganzen Spaß war ja die Dateigröße. Hier muss man Bedenken, dass die Originalbilder von Digitalkameras und Mobilgeräten stammen, welche eher auf Speichergeschwindigkeit als Effizienz setzen. Bereits beim Recodieren von JPEG zu JPEG sind daher bereits Gewinne zu erwarten. Nicht erwartet habe ich aber das Ergebnis:
original 57.4MiB
jxl 31.1MiB
heic 20.0MiB
webp 11.0MiB
jpeg (recoded) 8.3MiB
avif 5.3MiB
Mit Standardoptionen sind also außer avif alle Formate großer als ein Recodieren mit jpg, welches mit 9s auch ungleich schneller als alle anderen Optionen ist.
Natürlich kann man durch passendes Ändern der Parameter hier noch viel rausholen und vermutlich deutlich andere Ergebnisse erhalten.
Kompatibilität
Das schönste Bild hilft nichts, wenn man es nicht öffnen kann. Linux-User haben hier oft bessere Karten, da der native Support deutlich breiter ausfällt. JPEG und JXL zeigten bei mir die beste Usability, da Thumbnails auch ohne Gebastel direkt erzeugt wurden. Mit der internen Bildvorschau (EOM/EOG) ließen sich alle Dateitypen öffnen. Auch GIMP zeigte sich von der Vielfalt unbeeindruckt.
Qualität
…ist vermutlich eine persönliche Entscheidung. Für meinen Anwendungsfall des „Weglegen-falls-man-es-doch-noch-brauch“ ist quasi alles, was nicht offensichtliche Artefakte zeigt, brauchbar. Ich kann bei AVIF und den Re-Encoded JPEG Abstriche in den Details sehen. AVIF und WebP zeigen eine geringere Sättigung.
Fazit
Tja, nun, nicht ganz, was ich erwartet habe. Besonders enttäuscht hat mich AVIF – eine vielfach längere Umwandlungszeit für massiv schlechtere Qualität hätte ich nicht erwartet. Die neuen Formate brauchen durch die Bank deutlich länger und bringen gegen eine Rekompression in JPEG mir nicht wirklich Vorteile. Wenn man die JPEG-Qualität passend dreht, hat man eine ähnliche Dateigröße und Bildqualität bei einem Bruchteil der benötigten Umwandlungszeit. Für Personen, welche Wert auf hohe Qualität legen oder mit nicht per Kamera erstellten Motiven arbeiten, können neue Formate eine sinnvolle Sache sein, für meinen Zweck scheint aber der über 30 Jahre alte Formatsenior wohl weiter die bessere Wahl.
Man sagt Bastlern immer wieder nach, dass sie Anleitungen nicht lesen würden. Nun ja, angesichts der zu erwartenden Kopfschmerzen kann ich das durchaus nachvollziehen, denn leider sind solche Anleitungen nicht selten unverständlich, falsch oder verbieten indirekt die Nutzung der Geräte.
Inhalt
00:00 Vorgeschichte
00:58 Die nicht programmierbare Spülmaschine
03:45 Der immerkalte Kühlschrank
06:36 Der Kühlschrank mit USV-Pflicht?
11:34 Die nicht abschaltbare Kochstelle
14:04 Die grillende Mikrowelle
18:58 Abschlussgenörgel
Hinweise und Ergänzungen
01:00 Warum müssen eigentlich alle Geräte Musik machen?
04:06 Die Info bezieht sich allgemein auf Eigenmarken, nicht auf Marke/Gerät
09:44 DIN EN 60038:2012-04 bzw. VDE 0175-1:2012-04 10:18 In den ersten 12 Monaten der gesetzlichen Sachmängelhaftung („Gewährleistung“) muss der Händler nachweisen, dass der Fehler erst nach dem Verkauf aufgetreten ist.
Bis auf den G600 sind alle Geräte in mit mir verbundenen Haushalten im Einsatz. Das genannte Modell ist wegen der genannten Einschränkung bei einem Kauf aus der Auswahl gefallen.
Bevor Fernseher mittels Flüssigkristallen flach und teils größer als Menschen wurden, nutzte man Röhrenfernseher und -monitore um Informationen anzuzeigen. Aber was steckt eigentlich drin und wie funktioniert so ein CRT?
Wärmebildkameras sind ein mächtiges Werkzeug. Leider ist meine bisherige Seek Thermal in die Jahre gekommen und macht immer mehr Probleme. Auch hat China in den letzten Jahren stark aufgeholt und hat – im Gegensatz zu den US-Herstellern – weniger Exportbeschränkungen. Inzwischen sind dort Kamera mit 256x192px bei 25Hz üblich. Ein solches Modell ist das ET15s – unter 200€, mit Makro-Objektiv und wechselbarem 18650-Akku klang interessant. Und ein komplettes Multimeter ist auch mit drin. Einziger Haken: Software aus China.
Inhalt
00:00 Meine bisherige Kamera
01:00 Die ET15S
01:40 Übliche Bauformen von Wärmebildkameras
02:50 Das Interpoations-Problem
03:54 Funktionen laut Hersteller
06:25 Lieferumfang
09:21 Erster Boot
12:16 PC-Verbindung und Software
16:32 Bootzeit und Software
18:27 Multimeter-Modus
20:33 Ständer und Akkufach
21:31 Wartungsmängel
22:10 Fazit
Fehler und Ergänzungen
01:12 ET15S. Die Vorgängermodelle haben übertriebene Angaben für die IR-Auflösung
Das Produkt wurde selbst gekauft und bezahlt. In der Videobeschreibung sind Affiliate-Links zu Produkten, welche im Video zu sehen sind. Durch Nutzung dieser Links erkennt der Händler, dass Ihr über meine Seite zu ihnen gefunden habt. Ich werde prozentual an hierüber erzielten Umsätzen beteiligt, die Preise ändern sich hierdurch für Käufer*innen gegenüber einem direkten Einkauf auf der Plattform nicht. Tipp: Vergleicht vor einem Kauf die Preise – einige Händler erhöhen diese wenn sie merken, dass diese in Videos verlinkt wurden. Bitte beachtet, dass ich Teile des Produktes nur eingeschränkt funktionsfähig finde und es daher nur eingeschränkt empfehlen kann.
Wer in den 90ern mobil erreichbar sein wollte, der der griff oft auf Pager zurück. Ein kleiner Kasten, der Rundfunkausstrahlungen entgegennahm und bei passender Nummer klingeln oder gar kurze Texte anzeigen konnte. So konnte man dann die Quelle bei Bedarf in der nächsten Telefonzelle zurückrufen. Auch heute sind solche Funkmeldeempfänger noch bei einigen BOS-Organisationen (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, …) im Einsatz. Ein solcher Pager ist mir in die Hände gefallen, also werfen wir mal einen Blick auf Funktion und Innenleben.
Wer SMD mit Lötpaste verlöten möchte, der benötigt eine passende Möglichkeit die Platine zu erhitzen. Ich selbst nutze dazu üblicherweise einen Ofen oder eine Heißluftstation, andere schwören aber für einseitige Bestückung auf Heizplatten. Im Zweifel kann man für eine Bauteilschonende Variante auch beide Möglichkeiten kombinieren, die Platine über eine Hot-Plate vorheizen und das eigentliche Löten dann per Heißluft erledigen. In letzter Zeit begegneten mir immer wieder kleine Platten mit USB-C-Anschluss für sehr geringe Preise von verschiedenen Herstellern. Schauen wir mal, ob einer dieser Platten tatsächlich die versprochenen Temperaturen erreichen kann, oder ob es eher fragliches Spielzeug ist.
Inhalt
00:00 Die Aufgabe
00:49 Das Gerät
02:35 Der erste Test
08:40 Die Temperatur
09:33 Der Löttest
14:27 Das Zerlegen
16:35 Das Innere
19:29 Der Zusammenbau
21:12 Das Fazit
Transparenz
Das Gerät wurde selbst gekauft und bezahlt. Es ist davon auszugehen, dass das Gerät außerhalb der Bauteilspezifikationen läuft und möglicherweise nur eine sehr kurze Lebensdauer zeigen wird.
Diese Woche nur ein kurzer Lückenfüller. In den letzten Wochen trifft bei mehreren meiner Systeme mehr und mehr SPAM ein. Das verrückte: Absender sind oft Server der großen Cloud-Anbieter.
Inhalt
00:00 Entwicklung
01:16 IoT / SPF/DKIM/DMARC/…
04:18 Schlechte Server
06:28 US-Cloud, Machtmissbrauch und Suveränität
08:25 US-Clouds als SPAM-Quelle
10:16 Backscatter
13:00 Beispiel einer Werbe-Mail mit IMO überteuerten Produkten
14:45 Beispiel einer Mail per Google-Groups und Filtern
An einem T14s funktioniert das Touchpad nicht mehr. Der Hersteller selbst hat ein paar Probleme mit der Ersatzteilversorgung, also regeln wir das halt schnell selbst.
Vor einigen Wochen ist der freie Support für Windows 10 ausgelaufen. Wer nun Sicherheitsupdates möchte, muss spezielle Verträge abschließen oder beim Hersteller um eine Sonderverlängerung für Privatpersonen betteln [1]. Tut man das nicht, werden bekannte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen und Angreifer haben auf Dauer leichtes Spiel Konten und Daten dieser Rechner zu übernehmen. In vielen AGBs ist so etwas als Fahrlässig eingestuft, für eventuelle Schäden muss man demnach selbst grade stehen. Die Lösung? Ein Update auf Windows 11 – oder der Wechsel auf ein anderes System. Das Gerät vor meiner Nase ist „schon“ 7 Jahre alt – Windows 11 läuft hier offiziell nicht mehr. Zum Wegwerfen zu schade, für Bürokram und das Surfen im Internet trotz des alters eigentlich noch ausreichend – statt Recycling stelle ich es daher auf Linux um, sodass ich es weiter sicher nutzen kann.