Wer bei den üblichen Marktplätzen nach Netzteilen sucht wird schnell feststellen, dass die günstigsten Modelle oft als „LED-Netzteil“ beworben werden. Eigentlich ja egal, denn Spannung und Strom sind ja genormte Größen und die Last am Ende egal – das „LED“ wird sich sicher nur darauf beziehen, dass es eine gute Filterung gegen Flackern gibt oder so was. So dachte ich auch und habe bei diesen Modellen zugegriffen, als es darum ging ein paar LEDs zu versorgen. Die LEDs leuchteten, also schöpfte ich keinen Verdacht. Bis ein Video von @IntermitTech durch meine Timeline flog in welchem er zeigt, dass diese Netzteile offenbar doch nicht die komplette Leistung bereitstellen, sondern zumindest Teilweise einfach die Spannung senken. LEDs leuchten dann zwar auch, aber eben dunkler. Na dann testen wir doch mal.
Inhalt
00:00 Das LED-Netzteil-Problem
02:08 Das BS-200-48
04:57 Erdverbindung und Spannungstest
07:59 Last-Test 5-95W
10:26 Last-Test 95-120W
13:50 Testergebnisse
15:35 Gegentest mit Standardnetzteil
18:38 Fazit
Transparenz
Alle Netzteile wurden selbst gekauft und bezahlt. Angesichts des Ergebnis sollte man besser die Finger davon lassen.
Heute kombinieren wir mal mehrere Techniken, die wir hier gesehen haben: ESP32, ESPHome, Port-Expander und Relaiskarten zusammen sollen dabei helfen die Klingeln einer Sprechanlage aus den 80ern in die Moderne zu bringen und „smart“ zu machen.
Inhalt
00:00 Der Plan
03:36 Portexpander
06:15 Relaistest
09:13 Fleißarbeit
09:47 ESPHome: Taster-Modus
10:30 Aufbau der Sprechanlage
12:37 Anschließen der Relais
13:15 Funktionstest
13:38 Ausblick
16:45 Fazit
Fehler und Ergänzungen
– Eigentlich sind es nicht 7 Klingeln sondern 8, wenn ich die lokale auch anklemmen würde
Transparenz
Die genutzte Elektronik wurde selbst gekauft und bezahlt. Die Sprechanlage gehört zum Haus und dürfte in dieser Form nicht mehr im Handel sein.
Für ein Projekt brauchte ich eine IP-Kamera – vor einiger Zeit hatte ich so was schon mal für mich gebastelt, aber diesmal sollte es drahtlos sein. Bei der Suche musste ich feststellen, dass Fertiggeräte mit lokaler Videoausgabe günstiger sind als ein für mich passendes Modul. Na dann – holen wir halt die Fertiglösung und zerlegen diese so lange, bis das Ding klein genug ist.
Die Geräte wurden selbst gekauft und bezahlt. In der Videobeschreibung sind Affiliate-Links zu Produkten, welche im Video zu sehen sind. Durch Nutzung dieser Links erkennt der Händler, dass Ihr über meine Seite zu ihnen gefunden habt. Ich werde prozentual an hierüber erzielten Umsätzen beteiligt, die Preise ändern sich hierdurch für Käufer*innen gegenüber einem direkten Einkauf auf der Plattform nicht. Tipp: Vergleicht vor einem Kauf die Preise – einige Händler erhöhen diese wenn sie merken, dass diese in Videos verlinkt wurden. Bitte beachtet die geäußerten Bedenken zur Produktsicherheit.
Aus mir unerklärlichen Gründen meinen Einige, dass meine Witze Schmerzen verursachen würden. Nunja, geteiltes Leid ist halbes Leid, also soll auch bitte jeder Mensch in Reichweite erfahren, dass ein solcher abgegeben wurde. Machen wir im Sommerloch einen kleinen Ausflug und schauen, wie schnell man mit wenigen Handgriffen bestehende Systeme nutzen bzw. ergänzen kann um Aufgaben zu lösen.
Inhalt
00:00 Die Aufgabe, Hintergrund
01:32 Der Plan
02:18 Hardware-Aufbau
04:10 ESP-Firmware und Automation
05:25 MQTT-Script
09:23 Funktionstest
10:29 Fazit
Transparenz
Die gezeigten Bauteile und Werkzeuge gehören zum Hacker- und Makerspace haxko. Spenden für haxko kann man unter https://haxko.space/verein/#spenden-und-fördermitgliedschaft per SEPA loswerden.
Vor einiger Zeit hatte ich eine regelbare DC-Last gezeigt, welche versprach bis zu 150W in Wärme umwandeln zu können – zumindest für Spannungen unter 36V. Da ich grade höhere Spannungen und Leistungen testen muss, wollte ich mal nach größeren Modellen suchen. Offenbar hat der Hersteller in den letzten Jahren nachgelegt und das System nun modular gestaltet. Es sind weiterhin nur 150W möglich, man kann aber weitere 150W-Module dazu klemmen und so – offiziell – bis zu 1200W erreichen. Schauen wir mal, ob das Kit hält was es verspricht.
Alle Produkte wurden selbst gekauft und bezahlt. In der Videobeschreibung sind Affiliate-Links zu Produkten, welche im Video zu sehen sind. Durch Nutzung dieser Links erkennt der Händler, dass Ihr über meine Seite zu ihnen gefunden habt. Ich werde prozentual an hierüber erzielten Umsätzen beteiligt, die Preise ändern sich hierdurch für Käufer*innen gegenüber einem direkten Einkauf auf der Plattform nicht. Tipp: Vergleicht vor einem Kauf die Preise – einige Händler erhöhen diese wenn sie merken, dass diese in Videos verlinkt wurden. Bitte beachtet die geäußerten Bedenken zur Produktsicherheit.
Eine verbreitete Methode um Lasten zu schalten sind Relais, da deren Spulen aber meist mehr verbrauchen, als man dem GPIO einem µCs zumuten sollte, benötigt man davor noch etwas Elektronik zur Ansteuerung. Um diese nicht selbst bauen zu müssen gibt es diverse fertige Module, welche Relais und Schaltung kombinieren. Da ich in der Vergangenheit mit einigen davon Probleme hatte, wenn der µC, wie z.B. STM32 oder ESP32, mit 3.3V arbeitet, schaue ich heute diverse dieser Relais durch und prüfe, wie diese sich in einem solchen Aufbau verhalten.
(Diese Geschichte hatte ich mWn schon mal gepostet, aber offenbar nie hier im Blog. Ah well.)
Nach einem kleinen Ausrutscher auf einem berüchtigten Auktionshaus hatte ich ein neues Gerät in der Hand, welches $vieldaten machen kann. Um die volle Leistung abzurufen bräuchte es mindestens einen Gigabit-Anschluss. Die Herausforderung: Weit weg von bestehender Infrastruktur. Sicher, die Strecke kann ein langes Patchkabel überbrücken, aber irgendwo knallt ja immer irgendwer die Tür zu – nicht hilfreich für die Lebensdauer einer solchen Wäscheleine.
Netzwerkkabel mit KnotenGequetschte StelleDurch mechanische Beanspruchung weggescheuerte Isolierung
Also einen Tag hingesetzt, eine Rolle halbwegs dünnes Verlegekabel aus dem Lager gegriffen und irgendwie versucht von A nach B zu bekommen. Am Ende ging es über mehrere Kabeltrassen, durch Wände und viel zu überfüllte Rohre zwischen Patchpanel und einer neuen Netzwerkdose. Knapp 28m stand schlussendlich auf dem Zettel. Der Kabeltester bestätigt: Alles Gut.
Moment, was?
Also: Gerät dran, starten, konfigurieren und … warum hab ich nur 100MBit/s? Seltsam. Also mal schnell die Patchkabel durchgetauscht – immer noch nichts. Laptop dran? Gigabit. Ist das Gerät kaputt? Sollte nicht, aber zur Sicherheit nochmal Gerät direkt an den Laptop und: Gigabit. Laut anzeige zwar Half Duplex, aber das verbuche ich mal unter „Anzeigefehler“.
PC meldet 1G Half DuplexGerät meldet Fast Ethernet (100MBit/s)
Fassen wir zusammen: Meine Strecke ist laut Kabeltest OK, mit dem Laptop bekomme ich Gigabit, mit dem Gerät aber nur 100MBit/s. Das Gerät scheint aber auch keine Fehlfunktion zu haben und funktioniert direkt mit dem Laptop verbunden fehlerfrei.
Ich hasse dieses Kupferzeugs -.-
Auf die Suche
So komm ich nicht weiter, also ein besseres Messgerät geliehen, ich nenne es liebevoll „Dienstleisterfolterapparat“, denn neben Durchmessen der einzelnen Leitungen prüft dieses auch auf Dämpfung, Übersprechen & Co – also Alles das, was knallt, wenn irgendwo Irgendwer eine Leitung zwischendrin nicht fachgerecht „repariert“ oder behandelt hat. Nein, Isoband eigent sich nicht um ein versehentlich durchgeschnittenes Netzwerkkabel wieder zu richten. Und siehe da: Die Signalqualität auf dem Paar 3+6 passt nicht.
Mögliche GeschwindigkeitenErgebnis des TestsFeldermeldung „Verteilte Kabelfehler“
OK, nicht gut. Und solche Fehler lassen sich leider – im Gegensatz zu Kurzschlüssen oder falsch geklemmten Leitern – auch nicht sinnvoll lokalisieren. Aber vielleicht hab ich ja irgendwo einen Fehler an den Enden gemacht. Also: Ab mit den Dosen, Neue drauf. Nope, weiter 3+6. Stochern wir mal rum, denn die Paare 3+6 und 1+2 sind je nach genutztem Farbkonzept miteinander getauscht. Technisch irrelevent, so lange man beide Seiten gleich macht, aber wenn wir die tauschen … jepp, der Fehler wandert und ist nun auf 1+2. Ich kann also sehr sicher sagen, dass das in diesem Fall grüne Adernpaar einen Fehler hat. Mist.
Ergebnis des Tests. Signalfehler auf Paar 1+2
Vollkabeleingrenzung
Das Kabel ist also kaputt. Eventuell zu stark dran gezogen? Was geknickt? Hilft alles nichts, die Strecke ist für die Tonne. Oder zumindest etwas. Auf halber Strecke liegt eine gut zugängliche Stelle, von der aus es jeweils in viel zu überfüllten Kabelführungen verschwindet. Zum Verteiler kann man mit etwas Angeln vielleicht noch was werfen, zur Endgerät bin ich mir nicht sicher, ob die bröckelnden Leerrohre einen Kabeltausch noch überleben. Augen zu, durchgeknipst und in Richtung Verteiler eine Buchse draufgesetzt.
Keystone-Buchse auf KabelendeErgebnis des Tests
Bingo! Da ist der Fehler! Ärgerlich, aber machbar. Wobei es mich ehrlich gesagt wundert, denn die Rolle stand beim Zeihen am Verteiler, diese Strecke wurde also am wenigsten Belastet. Aber immerhin heißt das ja, dass die andere Richtung OK ist. Oder? ODER?
Ergebnis des Tests
Was zum.
Zwei Richtungen, beide Fehlerhaft. Langsam Zweifel ich an meinem Verstand. Zur Sicherheit mal eine andere Strecke im Gebäude gemessen – ja, das Messgerät kann auch Haken verteilen. Also muss da wirklich was kaputt sein. Aber wie? Einen Kabelbruch lass ich mir ja gefallen, aber zwei? Je auf dem gleichen Aderpaar? Während die Anderen jeweils nicht betroffen sind? I doubt it.
Die Rolle steht noch am Verteiler, also werfen wir mal einen Blick auf das Etikett.
Kabel auf RolleBeschriftungen auf Rolle
CAT6. S/FTP. PiMF. Soweit gut. Das CCA macht zwar ein paar Falten auf der Stirn, aber auf so kurzer Strecke? Meh, sollte trotzdem funktionieren. Andererseits gehen mir auch die Ideen aus. Schnell den Rest von der Rolle geschnappt und einfach mal Buchsen drauf – außer Abrollen hat das also keine mechanische Belastung gesehen. WOLLT IHR MICH VERSCHEIẞERN? Auch das frische Stück Kabel direkt von der Rolle hat auf dem selben Aderpaar einen Fehler.
Ob das jetzt ein Herstellfehler oder Altersschwäche ist kann ich nicht mehr nachvollziehen. Die Rolle lag knapp 6 Jahre in der Ecke. Vermutlich ist es mir bisher nicht aufgefallen, da ich diese nur für Steuerungen genutzt habe, die weniger Anspruchsvoll sind. Tatsächlich habe ich beim Prüfen der Logs aber feststellen können, dass eine 1-Wire-Strecke mit diesem Kabel gebaut wurde, welche tatsächlich schon in der Vergangenheit durch hohe Fehlerraten auffällig geworden ist. Da die Anlage in der Nähe von elektrischen Großverbrauchern ist, hatte ich die Fehler immer darauf geschoben, aber es ist tatsächlich auch bei der installation genau dieses Aderpaar betroffen.
Nun darf ich also die komplette Strecke einmal neu ziehen. Oder es zumindest versuchen. Diesmal wird die Rolle aber vorab getestet, denn offenbar kann man sich nicht mal drauf verlassen, dass ein Kabel funktionsfähig auf einer Rolle ist.
Als Abwechslung zur Datenautobahn geht es heute dann mal um die Wasserautobahn. An ein paar Stellen möchte ich irgendwann™ mal Änderungen an Heizung und Regenwasserinstallationen durchführen. Auf dem Papier klingt das gut, bevor ich mich da dran wage teste ich das ganze aber lieber „trocken“ auf der Werkbank um mal zu schauen, wie schwer das ganze ist. Fassen wir mal zusammen was es gibt, was ich bei meinen Versuchen gelernt habe und wie meine Erfolgsquote war.
Inhalt
00:00 Vorwort
02:52 Materialien
06:50 Rohrgrößen
08:21 Kontaktkorrosion
10:14 Rohre trennen (Übersicht)
13:04 Rohre verbinden (Übersicht)
20:36 Trennen: Säge
21:29 Trennen: Rohrschneider
23:15 Verbinden: Klemmfitting
25:42 Verbinden: Pressfitting
28:11 Verbinden: Wiederholungen
30:24 Drucktest: Hauswasserwerk (3 Bar)
34:36 Drucktest: Abdrückpumpe (10 Bar)
35:32 Fazit
Fehler und Ergänzungen
–:– Alle Installationen sind auf der Werkbank oder in getrennten Netzen. Installationen in Trinkwassernetzen dürfen nicht selbst durchgeführt werden
–:– Bitte beachtet die Kommentare für Hinweise zu Dingen, die ich falsch gemacht habe
01:28 …oder z.B. bei der Dusche als Aerosol einatmen können…
22:47 Wobei es noch immer schneller als die Säge war
Wer diese Nachricht sieht hat meist etwas Arbeit vor sich. Aber was, wenn der Speicher eigentlich gar nicht so voll sein sollte? Nun, dann muss man auf die Jagd gehen.
Vorab: Ich werde mich hier auf Befehle für die Kommandozeile beschränken, da sich diese sowohl auf Desktop-Rechnern mit GUI als auch Servern nutzen lassen. Auch gehe ich von einem „einfachen“ Dateisystem ohne Kompression, Snapshots oder Subvolumes aus.
Fall 1: Es ist voll – Belegung analysieren.
Die einfachste Variante: Irgendwas belegt tatsächlich den Platz. Dies ist der Fall, wenn die Ausgabe von du -shx / bzw. du -shx /dein/ordner tatsächlich etwa dem „Used“-Wert aus df -h / bzw. df -h /dein/ordner entspricht.
Für diesen Fall gibt es viele Tools, welche bei der Analyse helfen können, z.B. ncdu, welches sich in fast allen Paket-Managern finden sollte. Mit ncdu -x / bzw. ncdu -x /dein/ordner ermittelt es die Dateigrößen und stellt diese in einer TUI dar. Über die Pfeiltasten kann man zwischen den Dateien und Ordnern wechseln, mit Enter kommt man in den Order bzw. bei .. wieder zurück und mit d kann man die Datei direkt löschen.
Fall 2: Es ist noch voll – Gelöschte Dateien
Wenn der Usage-Wert aus df größer als jener aus du ist, dann können gelöschte Dateien im Spiel sein. Zumindest, wenn diese noch geöffnet ist. Nehmen wir ein Beispiel: Wir haben eine 4GB ISO-Datei im Ordner, diese binden wir in eine VM ein. Etwas später stellen wir Fest, dass wir die Datei ja eigentlich nicht mehr brauchen und löschen sie aus dem Ordner. Nun sollte man erwarten, dass im Ordner wieder 4GB frei sind, oder? Sind sie nicht, denn wir haben die ISO ja noch in der VM eingebunden, daher hat Linux nur vorgemerkt, dass die Datei gelöscht werden soll, gibt den Speicher aber erst wieder frei, wenn diese nirgendwo mehr in Verwendung ist. Ähnliches kann auch beim Überschreiben auftreten, da Linux die vorherige Version verfügbar hält, so lange diese von einem Prozess genutzt wird.
Die einfachste Möglichkeit solche Situationen zu beheben ist der Holzhammer: Ein Reboot beendet alle Prozesse, entsprechend ist auch nichts mehr geöffnet und alles Markierte verschwindet tatsächlich. Wer etwas feinfühliger sein möchte kann schauen, welcher Prozess derzeit bereits gelöschte Dateien verwendet. Die volle Liste gibt es mit . Etwas übersichtlicher macht es der Befehl *lufthol*
Dieser Zeigt jede gelöschte, aber noch geöffnete Datei 1×, die Größten finden sich ganz oben in der Ausgabe. Hier sind ggf. auch andere Speicherbereiche wie memfs oder /dev/shm/… mit aufgelistet, welche für die Dateisysteme nicht relevant sind.
Hier hat z.B. ein qemu-Prozess mit der PID 32387 einen für uns nicht relevanten memfd mit 32 Gigabyte. Ein systemd-Teil mit der PID 2448 hält wiederum 13MB durch die Datei /usr/lib/udev/hwdb.bin in Beschlag, welche zwischenzeitlich überschrieben wurden. Mit diesen Informationen kann man die zugehörige Software dann gezielt beenden bzw. neu starten um den Speicher wieder freizugeben.
Fall 3: Es ist doch voll – Mount in vollem Ordner
Ein etwas anderer Fall, bei dem sich df und du unterscheiden, kann auftreten, wenn man mit mehreren Partitionen oder Datenträgern arbeitet. Auch hier wieder ein Beispiel: Wir haben eine Festplatte mit installiertem Linux. Unter /mnt/iso/ speichern wir jetzt 5 verschiedene Linux-ISOs mit je ca. 2GB, belegen also 10GB. Nun merken wir, dass wir mehr Platz benötigen, bereiten eine zusätzliche Festplatte vor und hängen diese unter /mnt/iso/ ein. Nun sind die ursprünglichen Dateien ja noch unter /mnt/iso/ gespeichert, da dort aber ein anderes Dateisystem eingehangen ist, wird der Pfad bei du (oder auch ncdu) ignoriert. Ähnliches habe ich auch häufiger bei der Verwendung mäßig stabiler Software wie Docker entdeckt – dies „vergisst“ bei einigen Container-Neustarts einige mounts mitzunehmen und schreibt die Daten dann nicht auf die Datenpartition, sondern, für das Hostsystem erst mal unsichtbar, auf den Datenspeicher des Root-Dateisystems. Um dies zu analysieren verwende ich gerne einen bind-mount, diese nehmen keine anderen Dateisysteme mit und schaffen so eine Stelle, um mit ncdu das komplette Dateisystem zu erfassen.
mkdir /tmp/bind
mount -o bind / /tmp/bind
ncdu -x /tmp/bind
# Nachdem man fertig ist
umount /tmp/bind
rmdir /tmp/bind
Fall 4: Es ist voll kaputt – Dateisystemfehler
Natürlich kann es auch immer mal vorkommen, dass das Dateisystem tatsächlich einen Fehler hat und daher den freien Speicher falsch berechnet. Hier hilft dann oft (vorzugsweise von einem Live-System) die jeweiligen Scan- und Reparaturtools zu starten. Meist sollte ein fsck /dev/yourdevice das passende Programm auswählen.
Professionelle Server haben oft ein Out-of-band-management um auch bei Problemen mit Betriebssystem oder Bootkonfiguration Reparaturen aus der Ferne durchführen zu können. Bei „normalen“ PC oder Einplatinencomputern findet man solche Möglichkeiten eher selten. In diese Lücke schlagen KVM-IP-Systeme, welche sich gegenüber dem gesteuerten System als Bildschirm und Tastatur ausgeben und über Netzwerk bereitstellen. Da der Markt für solches „Spielzeug“ bisher eher klein war kostete eine solche Nachrüstung bisher eher viel Geld. Inzwischen gibt es einige Produkte, welche eher im DIY-Preissegment liegen. Eine dieser neueren, günstigen Lösungen ist der NanoKVM aus China. Kann einige Problemfälle lösen, die Sache hat aber einen Haken.
Inhalt
00:00 Fernsteuermöglichkeiten
01:26 Der NanoKVM
08:05 Daten des Herstellers
13:21 Ersteinrichtung
18:17 Funktionen der WebUI
28:43 Fazit
Fehler und Ergänzungen
01:40 Es gibt viele weitere Modelle des Herstellers.
02:30 Dies wurde möglicherweise in neueren Firmware-Versionen auf Opt-In umgestellt
Das Gerät wurde selbst gekauft und bezahlt. In der Videobeschreibung sind Affiliate-Links zu Produkten, welche im Video zu sehen sind. Durch Nutzung dieser Links erkennt der Händler, dass Ihr über meine Seite zu ihnen gefunden habt. Ich werde prozentual an hierüber erzielten Umsätzen beteiligt, die Preise ändern sich hierdurch für Käufer*innen gegenüber einem direkten Einkauf auf der Plattform nicht. Tipp: Vergleicht vor einem Kauf die Preise – einige Händler erhöhen diese wenn sie merken, dass diese in Videos verlinkt wurden. Bitte beachtet die geäußerten Bedenken zur Produktsicherheit.