Archiv der Kategorie: Freaks on Tour

Willkommen auf dem Matsch1 – äh, Mair1

“Hallo Mach1!” So verplapperte sich gleich die erste Band. Mair1 heißt nun das Rock, Metal, Punk und Hardcore-Festival in Montabauer, welches ebenfalls quasi “um die Ecke” stattfindet und somit für mich das dritte Festival in 3 Wochen darstellt. Ist zwar alles nicht direkt meine Musikrichtung, aber da das Festival günstig und schon klein ist lohnt der Besuch auch für wenige bekannte Bands. Vor allem die Location ist dabei etwas besonderes: Die beiden Haupt-Bühnen stehen direkt nebeneinander und spielen Abwechselnd, sodass man quasi ohne sich zu bewegen immer eine Live-Band vor der Nase hat. Da ich von den vorherigen noch eine ordentliche Erkältung zurückbehalten habe entschied ich mich für die 2 Festivaltage zum Pendelverkehr, während sich meine Freunde auf dem Zeltplatz einrichteten. Der erste Tag begann wie erwartet: Stau. Auch wenn das Festival vergleichsweise klein ist: Die Feldwege rund um den Flughafen Montabaur sind nicht unbedingt für solche Menschenmassen ausgelegt und so geht es nur langsam vorbei an den eingezäunten 15€-Zeltplätzen, den ersten Parkreihen und den Festivalbesuchern, welche sich gegenseitig in Strohballen versenken. Nach etwa 15 Minuten stehe ich und auf geht`s zur Bandausgabe. Keine Schlange und auch mein Wunsch das Band dieses Jahr richtig rum anzubringen wird honoriert. Brav.

Mit dem Betreten des Festivalgeländes startet auch direkt die erste Band des Tages – perfektes timing. Nach den ersten Bands entschließe ich mich dann mal meine Truppe anzurufen – schließlich wollte ein Freund ja unbedingt Eskimo Callboy sehen und bis dahin ist es nicht mehr lange. Eine nicht gerade ausgeschlafene Stimme am Handy erklärte mir, dass man sich auf den Weg machen würde – und die Art wie die stimme klang verriet mir, dass die Biervorräte schon gut gelitten hatten. Also nach einigen Minuten mal umschauen ob ein bekanntes Gesicht auftaucht. Tat es, wenn auch nicht das erwartete, denn neben mir tauchte plötzlich der mir von Twitter und seiner Band bekannte Senad Palic auf, welcher sich als Konzertfotograf und Social-Media-Gegenstelle des Festivals über das Gelände mühte. Kurz darauf das nächste Twitter-Gesicht: Sebastian “GhostDam” wohnt zwar im Nachbarort, aber um sich mal im RL zu sehen muss man offensichtlich erst bis Montabaur fahren ;). Einige kurz nach Beginn von Eskimo Callboy traf dann auch eine etwas verkaterte Truppe vom Zeltplatz ein – woho! Nach ein paar Konzerten ließ ich mich noch zur Autogrammstunde von EC überreden – und zum Glück früh genug, denn die folgende Schlange ging zeitweise über das halbe Gelände. Nu haben also alle auch ihr Autogramm. Die Zelt-Truppe zog von Kopfschmerzen gebeutelt ab, während ich mir die Party von Pennywise und Puddle of Mudd nicht entgehen ließ. Die Rückfahrt gestaltete sich Staufrei, da ich aber die Ausfahrt verpennte nicht über die Autobahn sondern über die Landstraßen – whatever, Streckenmäßig identisch und zeitmäßig laut Navi 5 Minuten länger – davon ausgehend, dass das Auto auf der Autobahn auch die erlaubte Geschwindigkeit erreichen würde, also streichen wir das ;).

Tag 2 beginnt ruhig. Im Bett. Bei 30-40 Minuten Fahrzeit kann ich problemlos ausschlafen und was Vernünftiges zu Mittag essen – pendeln hat Vorteile ;). Das Ausschlafen ist vor allem angenehm, da der Regen leise auf das Dachfenster trommelt. Wait. Regen? Ja. Regen. Gnah. Bezüglich Festivalwetter bedarf es keiner Erklärung, oder? Mit dicker Regenjacke bewaffnet dann auf nach Montabaur. Der Regen hat inzwischen aufgehört und ich fahre langsam über die Feldwege auf den Parkplatz. Sagte ich fahren? Rutschen beschreibt es besser. Aber positiv denken, wenn es nicht mehr Regnet trocknet es ja, also frohen Mutes die ersten Bands angeschaut. Alleine, denn die Zelt-Truppe war an diesem Tage nicht erreichbar. Jegliche Spekulationen lasse ich mal. Der Veranstalter hatte nach dem Regen des Morgens bereits Maßnahmen ergriffen und die matschigsten Bereiche mit Stroh ausgelegt. Es kam wie es kommen musste: Dauerregen. Da hilft auch noch so viel Stroh nichts mehr. Zwar schützte die Regenjacke von oben, aber unten eröffnete sich ein Schlammbad sondergleichen. Gehen war fast unmöglich, da sich die Schuhe regelrecht im Schlamm festsaugten. Hunderte Menschen, rundherum mit brauner Masse bedeckt, feierten vor der Bühne. Ich konnte nicht feiern, denn mir war die Hinfahrt noch im Kopf und ich weiß aus Erfahrung, dass die Rückfahrt nicht besser aussieht. Zu Beginn von August Burns Red zog ich dann die Notbremse: Noch 2 Stunden im Regen warten, dass war mir Hatebreed dann doch nicht mehr wert, stattdessen entschloss ich mich solange es noch Hell ist einen Weg vom Parkplatz zu suchen. Gute Idee wie sich zeigte, denn viele steckten bereits fest, die eigentliche Ausfahrt war gesperrt und man versuchte die Autos über die – eigentlich für Teammitglieder und Rettungskräfte gedachte – Servicestraße des Flughafens vom Platz zu lotsen. Erfolgreich, nach einigem Slalom auf der matschigen, abschüssigen Strecke kam ich auf dem Asphalt an und konnte nach kurzer Wartezeit über die Rettungszufahrt das Gelände verlassen. Hatebreed gab es dann als auf dem heimischen Fernseher.

Damit endet für mich dann vorerst der Festival-Marathon – nächstes Wochenende wird mit dem Saffiger Parkfest und der Festival-Wrapup-Party sicher nicht weniger los sein, aber Live-Musik wird es erst wieder in einigen Wochen geben. Außerdem wollen natürlich die Fotos der Festivals gesammelt und die Videos geschnitten werden – ich rieche Arbeit…

In Metal we trust – Metalfest auf der Loreley

Nicht schlecht staunte ich, als ich in einer Koblenzer Rock-Kneipe das Plakat sah: Megadeath, Bline Guardian, In Extremo u.v.a. ziehen doch schnell Blicke auf das Plakat – vor allem wenn man Entdeckt, dass es quasi um die Ecke stattfindet. In einem solchen Fall werden schon mal per Smartphone aus der Kneipe die Tickets geordert. Also auf zum 2. Festivalwochenende. Dankenswerterweise stellte sich ein Elternteil eines Freundes als Taxi zur Verfügung, sodass wir ohne Diskussion dem Saufen, Fressen und Kippen (jedenfalls für die Raucher) auf dem Campingplatz nachgehen konnten. Also nach einer Runde Tetris ab ins Auto und los in Richtung St. Goar. Im Ort dann auf die Straße den Berg hinauf und ab da den Straßen mit schwarz gekleideten Menschen am Rand folgen. Angekommen suchten wir uns einen schönen Platz, luden aus und errichteten unsere Zelte. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann zur Bandausgabe – oder eher der Warteschlange. Chaos pur. Nach etwa 30 Minuten hatte ich mein Band am Arm und bekam ohne weiteren Kommentar einen Müllsack in die Hand gedrückt. OK. Mit den 30 Minuten waren wir noch gut dran – früher am Tag soll es Wartezeiten von mehreren Stunden gegeben haben.

Das Gelände selbst ist über die Wikipedia gut zu erahnen. Die Stufenkonstruktion eignet sich zwar nicht für Circlepits o.Ä., aber dafür hat man von jedem Platz aus eine geniale Sicht auf die Band. Die gute Akustik tut ihr übriges. Die Second-Stage war in einem Zelt auf dem Vorplatz untergebracht, dazu aber später mehr. Über die Bands werde ich mich nicht groß auslassen, da alle ungewähr das geliefert hatten, was ich erwartete. Eine Ausnahme bildet Feuerschwanz, welche meine Erwartungen um Längen übertroffen und das Zelt der Second-Stage gesprengt haben. Passend zum Festival zeigte St. Goar auch, dass man sich doch im selben Bundesland wie der Ring befindet und brachte schönstes Festivalwetter – wäre doch Gelacht, wenn man die Sonnencreme nicht wegregnen könnte! Hierbei zeigte sich dann auch der Nachteil des abschüssigen Geländes: Durch den Regen verwandelte sich der obere, nicht befestigte Teil des Platzes in eine Ruschbahn, wie viele Besucher schmerzlich zu spüren bekamen.

Nach den Konzerten dann zurück auf den Zeltplatz und mit den Nachbarn bekannt gemacht. Eine schöne Mischung aus “alten” Metalheads und solchen, die es noch werden wollen. Alles in allem aber ein sehr angenehmes Klima, man half sich untereinander und ließ so gemütlich den Abend ausklingen. Kindische Reibereien wie sie z.B. auf Rock am Ring üblich sind sah man nur sehr selten.

Der zweite Tag startete mit einer Horrorbotschaft – jedenfalls für meinen Freund: Kippen alle. Also auf über die Straße ins Tal – sind ja nur ein paar km. Unten einen Passanten nach dem nächsten Supermarkt gefragt – Antwort: REWE, sind nur ein paar km. Gnah. Nunja, irgendwann angekommen und dabei das Gefühl man wäre in einer Wacken-Doku gelandet. Der Markt war voller langhaariger Belagert, welche tonnenweise Grillkohle auf die Wagen luden. Die einsame Rentnerin an der Kasse kam sich offenbar etwas deplaziert vor, nahm das Ganze dann aber doch mit Humor. Auch vor dem Bahnhof, welcher direkt neben dem Markt lag, bot sich ein ähnliches Bild: Dunkle gestalten an der Straße und Passanten, welche den Spaß mitmachten. Auf der Hauptstraße, welche eine beliebte Motorradroute ist, ließen sich so viele Biker mit Pommesgabel beobachten und auch die gerade ausrückende Feuerwehr ließ es sich nicht nehmen eben jene Gabel aus dem Fenster ihres Einsatzfahrzeuges zu strecken. Der Fahres der tiefergelegten 3er BMW sorgte mit seiner Nicht-Metal-Musik jedoch für böse minen, so verwundert es nicht, dass er mit erhöhter Geschwindigkeit davon rauschte, als der Fußgängerüberweg endlich frei war. So schon es auch in der Stadt ist: Oben spielt die Musik. Laut Infos im Netz gab es einen Shuttlebus und einige Festivalbesucher, welche bereits mit dem Bus ins Dorf sind, zeigten den Weg zur Haltestellt. Über 30 Minuten waren und über 5€ für die Strecke? Nicht für mich – während meine Freunde geduldig warteten folgte ich dem Schild, welches einen Fußweg verspracht. Ächts. Was die Landstraße an Länge zu bieten hatte brachte der Fußweg an höhe mit sich. Menschen mit kurzen Beinen hätten für einige der Treppenstufen wohl eine Kletterausrüstung benötigt. Als Belohnung gab es dafür für mich einen schönen Ausblick auf das Rheintal samt der gerade durchfahrenden Dampflokomotive. Auf dem Gipfel angekommen dann Fix rüber auf den ersten Zeltplatz, einen nicht ganz ansprechbaren Herren bei den Sanis abgeliefert und weiter zum Zelt, wo die Businsassen gerade eingetroffen sind. Zieht man den Sani-Besuch ab war ich also schneller – Strike! Die weiteren Tage verliefen Festivaltypisch mit guter Musik und angenehmen Abenden auf dem Zeltpaltz – was will man mehr?

Nach so viel Lob muss jedoch der Kritik-Abschnitt folgen, welchen ich bereits im Blog von Olli Schillbach als Kommentar hinterlassen hatte:

Viele der Park & Zeltflächen wurden, wie mir berichtet wurde, erst während des Festivals angemietet, da der Veranstalter die Masse offenkundig unterschätzt hatte. Der Parkplatz nach dem Wald rechts von Zufahrtsstraße gesehen war z.B. ein nicht abgeerntetes Rapsfeld – jedenfalls bis die Festivalbesucher kamen. Auch an anderen Stellen machte die Orga kein gutes Bild, so saß an den Spültoiletten zwar eine Dame, welche fleißig die Flatrate-Bändchen vertickte, benutzen konnte man sie aber ohne Kontrolle und somit kostenfrei. Park-, Zelt- oder Müllgebühren wurden bei keinem meiner Truppe oder den Nachbarn erhoben. Problematischer fand ich eher die wirklich sicherheitsrelevanten Themen wie Fluchtwege & co, so musste das Zelt zeitweise von der Polizei reguliert werden, da sich z.B. nach Feuerschwanz die Besucher eigene Ausgänge geschaffen hatten und plötzlich zwischen zwei Bauzäunen festsaßen, da der einzige offizielle Aus- und Eingang hoffnungslos überrant war. Auch hatten die meisten CrewMitglieder zwar durch ihre Präsenz eine Art Anlaufstelle dargestellt, konnten bei Zwischenfällen aber mangels Funk o.Ä. keine wirkliche Hilfe darstellen, sodass man erst mal eine Suchreise nach einem Sani unternehmen konnte oder die Feuerwehr erst dann antraf, wenn das brennende Zelt eine auffällige Rauchsäule hinterließ. Whatever, es war da erste Metalfest an dieser Location und soweit ich gehört habe gab es keine größeren Zwischenfälle, die nicht auch andere Veranstalter bereits kennenlernen durften. Außerdem kann man bei Metalheads auf eins zählen: Wenn es mal klemmt hilft man sich gegenseitig und sorgt ggf. selbst für Lösungen…

Rock am Ring 2012 – Willkommen im Regulationswahn

Rock am Ring ist vorbei – und damit das erste große Festival für den diesjährigen Marathon. Los ging es für mich wie üblich Mittwochs kurz vor Mittag um passend zur (offiziellen) Öffnung der Park- und Zeltplätze vor der Einfahrt zu stehen. Bisher ging das immer gut und hat mir staufrei meinen Parkplatz auf A2 gesichert, dieses Jahr wurden die A-Flächen jedoch – vermutlich auf Grund des GreenCamping-Chaos – nach Angaben der anderen Mitzelter bereits früher geöffnet, daher musste ich mich mit dem auch schon zu 1/3 belegten A1 begnügen – gibt schlimmeres. Auch an der Bandausgabe war nicht viel los und so gab es nach wenigen Minuten das aus dem letzten Jahr bekannte, breitere Stoffband mit Schweißstelle. Farblich hat man sich offenbar zum Großteil darauf beschränkt das letztjährige Motiv zu invertieren. Mit meinem Band hatte ich dann auch weniger Spaß als die Leute, welche bereits gegen 8 Uhr angereist waren: Diese durften gegen vorzeigen des Tickets auf den Zeltplatz und begannen wie üblich mit dem Aufbau – nach 2-3 Touren entschied die Security jedoch, dass die Karte nicht ausreichen würde und man ein Bändchen brauchen würde – dummerweise war zu der Zeit noch keine Ausgabe geöffnet, so musste der Tragetrupp einige Stunden vor den Toren des Zeltplatzes warten.

Allgemein wurde die Security auf dem Zeltplatz merklich verschärft – selbst an den Schleichwegen durch den Wald zwischen A1 und A5 standen nun Ordner und Kontrollierten fleißig Bändchen und Tascheninhalte. Hier gingen dann auch bei meiner Truppe die Diskussionen los: Man durfte weder Benzinkanister zum nachfüllen der Stromaggregate noch Bleiakkumulatoren mit auf den Zeltplatz nehmen – HALLO?! Ja, man kann damit Blödsinn bauen, aber das kann man mit so ziemlich jedem Werkzeug. Bei den heutigen Benzinpreisen wird kaum jemand den teuren Tropfen als Grill- oder Zeltanzünder missbrauchen. Auch das verbot der Bleiakkus stößt mir etwas auf – die mögen zwar nicht grade Umweltschonend sein, aber ein Bleiakku, welchen ich danach definitiv wieder mitnehme, ist sicher eine bessere Variante als Rucksackweise Einwegbatterien mit zu schleppen. In der heutigen Zeit haben die meisten Personen nun mal viel Elektrogeräte dabei und so lange der Veranstalter keine eigene flächendeckende Stromversorgung bieten kann (was aber offenbar immer mehr kommt) soll er uns Zeltplatzbewohnern wenigstens unsere mobilen Stromquellen als Fünkchen Zivilisation übrig lassen.

Aber genug aufgeregt – auf dem Zeltplatz haben unsere letztjährigen Nachbarn uns dankenswerterweise ein Plätzchen freigehalten, sodass die Truppe, welche nach und nach aus Rheinland, Westfalen und Bayern eintrudelte, ein gemütliches Plätzchen fand. Apropos Nachbarn: Diese waren mit 2 Kühlschränken, Backofen, PC, Musikanlage und Beleuchtungsanlage in ihrem ~6x2m-Pavillon bestens ausgestattet, wie auch nach Besuch des SWR im TV zu sehen war. Allgemein war es auf dem Zeltplatz vergleichsweise ruhig – zwar flogen wie gewohnt eine Menge schräger Vögel über das Gelände, aber vor allem die Beschallung war mager – vermutlich scheuten die Hobby-DJs es ständig ihr Aggregat zum Tanken ans Auto tragen zu müssen. Schade um die Atmosphäre, daher ging es dann auch früh ins Zelt um zu Schlafen und ab und an fallenden Nachbarn durch die Zeltwand in den Allerwertesten zu treten.

Donnerstags ging es dann zur Ringrocker Warm-Up-Party – da einer meiner Freunde großer “Eskimo Callboy”-Fan ist führte da kein Weg dran vorbei. Beschilderung fehlanzeige, aber da wir aus der Ecke kamen und die Eventarea daher bereits von Konzerten außerhalb des RAR-Spektakels kannten war die grobe Richtung schon mal klar – im Zweifelsfall helfen einem die Ordner weiter, die wie jedes Jahr zu einem sehr großen Teil sichtlich Spaß an ihrem Job hatten und freundlich weiterhalfen und sich für den ein oder anderen Spaß nicht zu schade waren. Die Warm-Up-Party hatte – wie erwartet – keine RAR-Ausmaße, allerdings habe ich die Evnetarea bisher nicht so voll erlebt. Die erste Band, “Das Pack” aus Hamburg, sorgte dann auch schnell für die nötige Stimmung und übertraf meine Erwartungen. Eskimo Callboy lieferten wieder einmal eine solide Show ab, die darauf folgende Ska-Band Russkaja war für keinen meiner Truppe die Richtige Musikrichtung. Also zurück zum Zeltplatz – und wieder einmal durch die Securityschlange.

T-0 – Freitag, auf zum Gelände. Haupteingang. Warteschlange. Durchwinken. Fertig. Das verschärfen der Security scheint sich echt auf die Zeltplätze beschränkt zu haben – zum Glück, denn das “Tetragate” im letzten Jahr ging doch einigen auf den Senkel (Zur Erklärung: Am Ersten Tag mussten 2011 die Deckel der Tetrapacks entsorgt werden, da diese ja als Wurfgeschoss genutzt werden könnten…). Die Bands des Tages lieferten soweit alle eine gelungene Show ab. An der Alterna konnte vor allem Lamb of God – wie schon bei ihrem letzten Auftritt – eine sehr gute Figur machen. Auf der Centerstage spielten zum Tagesabschluss Linkin Park einen gelungenen Mix aus alten und neuen Songs und konnten so – ja, steinigt mich – bei mir punkten. Als Late-Night-Special stellte sich Marilyn Manson auf die Bühne – und schaffte das, was auch beim letzten Auftritt gelang: Die Show war so schlecht, dass ich früher verschwand.

Samstag ist Ruhetag. Für mich jedenfalls. Nur wenige Bands standen auf meinem Zettel, so ging es erst nach einigen Runden Looping Louie auf dem Zeltplatz überhaupt in Richtung Gelände. Alles gesehene war solide, der zum Ende des Tages angekreidete Skrillex konnte bei mir aber keine wirkliche Laune heben. Auch, wenn ich die Musik ab und an höre sehe ich keine große Kunst darin auf einer Bühne alle paar Sekunden mal einen anderen Play-Button zu hämmern. Sowas muss ich nicht Live sehen.

Sonntag dann der Abschluss – für mich mit einem Dauerbesuch an der Centerstage. Murphys und Offspring wie erwartet gut, die Hosen hatte ich schraffiert – da es nicht gerade meine Musikrichtung ist war ein Wechsel zu AILD auf der Club-Stage im Sinn, aber da Publikum und Band so eine Laune machte erübrigte sich die Idee. Da es noch weniger als Hosen meinen Musikgeschmack trifft erübrigte sich Deichkind selbstredend und ersparte mir so den meisten Stau auf der Heimfahrt, die nach Passage der Autobahnabfahrt wie gewohnt ohne wirklichen Verkehr über die Dörfer der Eifel führte.

Während des ganzen Festivals durfte das Festivalwetter natürlich nicht fehlen, also Sonne mit ab und an heftigen Schauern um die typische Kombination aus Sonnenbrand und Erkältung zu erreichen – Ring halt.

Bilder des Pellenzer Bandcontest

Gestern (24.04.2010) fand in der Halle der Noldensmühle Plaidt der Bandcontest des Pellenzer Open Air statt. Angetreten waren “The Blue Minds“, “Famous for a Cutie” aus Neuwied, “Beautybox” sowie theCLINCH welche nach ihrem Sieg beim Krufter Newcomer Contest im letzten Monat als Favoriten gehandelt wurden. Der Preis für den Gewinner: Er darf das seit 1982 bestehende Pellenzer Open Air in diesem Jahr eröffnen (Ja, das Pellenzer ist älter als RAR – Wette gewonnen). Ich für meinen Teil hatte alle dieser Bands noch nicht live erlebt – da die Veranstaltung nur ein paar Minuten Fußmarsch von mir weg ist war das ganze eine willkommene Möglichkeit meine Kamera auszuführen und (hoffentlich) gute Musik auf die Ohren zu bekommen.

Obwohl ich etwas verpennt hatte mich vorab beim Veranstalter zu melden ließen mich die Damen am Eingang gegen das Versprechen die Veranstaltung auch in innere, wo noch nicht viel los war. Die Veranstalter selbst bestätigten meinen Eindruck vom letztjährigen Pellenzer Open Air: Locker drauf – da wird an der Theke schon mal Stille Post gespielt und wenn manfreundlich fragt darf mit Kamera auch mal hinter die improvisierten Absperrungen. Die Erste Band “The blue Minds” waren besser als ich befürchtet hatte, mir ist die Musik eigentlich zu langsam aber war durchaus hörbar. Bei Famous for a cutie machten sich dann die jungen Damen bemerkbar – man könnte meinen sie hätten ihren Kompletten Fanclub mitgebracht. Auch Beautybox hatte einige Anhänger dabei, diese konnten jedoch von der Lautstärke nicht ganz mithalten – eins muss man Beautybox jedoch lassen: Durch die etwas älteren erfahreneren Musiker sah es von allen Bands am professionellsten aus. Zuletzt startete theCLINCH und bei mir hatten sie nach 7 Tönen ihre Favoritenrolle bestätigt: Wer mir Prodigys “Invaders must die” auf die Ohren gibt erhält geistig die Volle Punktzahl, die weiteren Lieder waren zum Teil Eigenkreationen aber auch Cover u.A. von RATM. Die Abstimmung fiel ebenfalls entsprechend aus: Als die Lautstärke für theCLINCH gemessen wurde dürfte das nahe gelegene Altersheim wach gewesen sein.

Die Bilder des Abends befinden sich wie üblich in der Gallery und sind auch auf meiner kleinen “Eventfotoseite” 56648.de verlinkt.

Update: Nicht wundern, wenn die Beschriftung plötzlich anders ist: Ich hatte Björn B. und Dominik W. von “The Blue Minds” vertauscht – Sorry!

1000 Lichter, 2 Feuerwerke und 1 Brand

Die letzten beiden Wochenenden waren für Hobbypyromanen sicher wieder eine willkommene Inspirationsquelle: Letztes Wochenende lockte das “Fest der 1000 Lichter” in Andernach bei sommerlichen Temperaturen eine unüberschaubare Menschenmasse an das mit Bierständen gepflasterte Rheinufer. In Koblenz versammelten sich ca. 200.000 Menschen am Deutschen Eck und dem Rheinufer – trotz des gemeldeten Unwetters. Während das Wetter gnädig war und die Besucher mit trockenem, warmen Wetter belohnte kamen die Veranstalter nicht alleine durch die Temperaturen ins schwitzen, denn der Rhein war nicht das Einzige, dass in Flammen stand: Nicht nur der Rhein stand in Flammen: An gleich zwei Stellen auf der Festung Ehrenbreitstein, von welcher das Feuerwerk gezündet wurde, waren Brände ausgebrochen, welche etwa 10 Minuten nach Beginn des Lichtspektakels die Steuerelektronik zerstörten. Während die Musikuntermalung unbeeindruckt weiter lief blieb der Himmel dunkel. Erst Minuten später waren angrenzende Feuerwerksbatterien entschärft und die Feuerwehr konnte zu den Brandherden vordringen. Während die TV-Stationen ihre Übertragung abbrachen trennten die Verantwortlichen den betroffenen Bereich ab und versuchten mit den verbliebenen Elementen per Hand die Veranstaltung fortzuführen, so mussten sich die Besucher zwar mit einer abgespeckten Variante begnügen, aber immerhin blieb ihnen der totale Abbruch erspart. Wer nach dem Feuerwerk noch Fit war konnte sich in den zahlreichen Bars, Clubs und anderen Treffpunkten weiter amüsieren, was Einheimische und Besucher auch in Massen taten.

Update:

Dank meiner rechtetechnischer Überredungskünste sind nun auch die passenden Bilder online:

Ring-Rückblick

Auf in den Kampf
Mittwoch – Meine Sachen standen im Treppenhaus. Eigentlich wollte ich jetzt einräumen, aber meine Mutter hatte sich das Auto gekrallt – “ist ja noch früh”. Kurz vor 11 Uhr war das Auto wieder da: Kofferraum voll, Tank leer. Schnell umgeräumt und auf zum Rest. Durchs Tanken ein paar Minuten zu spät landete ich in Kruft, noch keiner der Anderen da. Etwas später trafen dann auch Mine und Laubi ein – los gehts. Relativ staufrei kamen wir kurz nach 12:00 auf A1 an. Auf dem zugehörigen Zeltplatz A5 war schon viel los – wir schleppten die Zelte unter der knallenden Sonne ein paar Kilometer den Berg runter. Am Eingang zu A5d fanden wir eine genügend große Fläche und begannen die 6 Zelte und den Pavillon aufzubauen. Es folgten 2 weitere Gepäcktransporte, welche dank den umgekippten Bollwerwagen anderer Zelter einem ADACADBC-Einsatz glich. Die entsprechenden Belohnungen fürs Helfen in Form von Bier taten ihr übriges. Es dauerte jedenfalls lange genug um mir einen schönen Sonnenbrand zuzulegen. Etwas nervend: Beim zweiten Transport wurden wir mit der Eintrittskarte abgewiesen: Man käme jetzt nurnoch mit Bändchen rein. Tja, zwar eine lange Schlange vor der Bandausgabe, aber was soll man machen – kurz vor dem Ende der Schlange hieß es dann: “Bändchen sind aus” und man konnte wieder mit Karte rein – super. Laubi und Mine fuhren wieder.

Hammerhart
Viele fuhren eine nicht zu verachtende Ausrüstung zum Ring: Aggregate, Pavillons, Netbooks mit UMTS – nur an einen Hammer zum Zeltaufbau hatte offenbar niemand gedacht, so wurden wir mit unseren 2 Hämmern zur zentralen Hammerverleihstation der Gegend. Erst wurden die Zelte der Damen nebenan, dann mit geballter Kraft und trotz heftigem Wind einen großen Pavillon direkt nebne uns errichtet – Panzertape machts möglich. Als Dankeschön durften wir uns zum Abendessen an deren Grillgut erfreuen.

Nacht 1:

Zur ersten Nacht waren wie geplant nur meine Schwester, Chris und ich auf dem Zeltplatz. Diese Nacht ließ sich in einem Wort beschreiben: Arschkalt.
Der nächste Morgen änderte nichts daran – zum Glück war der Grill der Nachbarn noch intakt, so wurde dieser kurzerhand ausgeliehen und sorgte immerhin für warme Finger. In der Nachbarschaft waren zwischenzeitlich noch einige Zelte mehr entstanden. Ein Security drückte es am Funkgerät als “Überfüllt” aus, trotzdem wurde über die Ticker der Zeltplatz regelmäßig als Frei gemeldet. Gegen Abend wurde es dann durch Heike und Tina voller und auch etwas wärmer – sportliche Betätigung in Form von Bierlauf & Co. könnten aber auch Grund für die gefühlte Temperatursteigerung sein. Die Nachbarn vom TeamEPE haben als Animateure ganze Arbeit geleistet. Nachts gab es wieder die bekannten Auswahlmöglichkeiten: Am Grill sitzen oder sich im Zelt den hintern abfrieren.
Freitag
Am Freitag ging es wieder kurz nach Mittag los: Die vorgewarnten Nachzügler kamen und brachten winterfestes Gepäck mit, was natürlich die 2km zum Zelt getragen werden wollte. Gegen 19:00h ging es dann mit versammelter Manschaft zum Festivalgelände. Enter Shikari konnte ich nur von weitem bewundern, aber der Auftritt war offenbar nicht zu verachten. Für Papa Roach kämpften wir uns weiter vor, als Belohnung gabs ein dauerhaftes Geschiebe – trotzdem tolle Stimmung. Als nächstes machte ich mich auf den Weg zu Placebo – großer Fehler. Wer auch immer da gespielt hat: Mit dem was auf den Placebo-CDs zu hören ist hatte es nichts zu tun. Enttäuscht von dieser Beleidigung meiner Ohren zurück zu Staind – wesentlich besser, zwar auch wieder aus der letzten Reihe gesehen, aber wieder guter Sound. Zu den Klängen von Killswitch Engage zeug sortiert und auf Manson und Korn gefreut. Manson machte zwar ein brauchbares Konzert, aber irgendwie hatte ich mir mehr erwartet. Korn konnte ich leider nicht sehen, da ich an anderer Stelle gebraucht wurde. Zum Abend machte sich der großteil der Gruppe doch nach Hause zum schlafen – Weicheier…
Tag 2
Zu Beginn des zweiten Tages folgte erst mal eine Kapitulation: Ich machte mich auf den Heimweg. Nicht um da zu bleiben, aber dem zwischenzeitlich eingesetzten Dauerregen konnte ich ohne dichte Schuhe und vernünftige Regenjacke nichts entgegensetzen. Auf dem Rückweg dann schlechte Laune: Durch den Scheibenwicher hatte sich mein Parkaufkleber abgelöst. Die Reaktion des Aufpassers am Parkplatz war nicht wirklich das, was ich mir gewünscht hätte – auf meine Nachfrage wo ich mich melden sollte wurde ich erst mal nur angeschnautzt. Nachdem ich die Frage ein paar mal wiederholte und mich nicht bewegte immerhin eine Antwort: Polizei. Tja, an der Wache war auch bei der zweiten Vorbeifahrt nicht an halten zu denken, so machte ich mich nach Nürburg. Hier ist meist nicht ganz so viel los und ich fand auch am beginn des Dorfes ein paar Ordnerinnen, die mich am Straßenrand halten ließen und eine Polizeistreife anhielten. Die jedoch wussten nichts von Parkaufklebern und verwiesen mich an die Ordner meines vorherigen Parkplatzes. Ohne mich – die Herren an A1 haben mich genug angeschnauzt, mit denen woltle ich mich nicht mehr anlegen. Die Damen im Ort verhielten sich da anders: Als sie mein Problem genau mitbekamen kamen sie direkt mit einer Lösung: Ich durfte bis Sonntag auf dem Tagesparkplatz bleiben – geht doch. Die Polizeibeamten hatten sich auch schlau gemacht: Wenn ich wieder auf A1 wollte sollte ich mich biem Veranstalter melden und bekam eine Wegbeschreibung zum Gebäude des Veranstalters. Da der Tagesparkplatz nicht wesentlich weiter entfernt war und ich aufs Gelände wollte entschied ich mich auf dem neuen Parkplatz zu bleiben. Auf dem Zeltplatz hatte sich nun auch einiges getan: Bei unsern Nachbarn war die Hälte wegen des Wetters unangekündigt abgereist. Durch die ganze Sache hatte ich bereits Flogging Molly verpasst, also trotzdem den zwischenzeitlich eingetroffenen Rest zusammengetrommelt und ab zum Gelände, wo wir dann auch früh genug ankamen um Prodigy in ihrer vollen Pracht zu erleben. Auch Slipknot machten eine tolle Show und wussten das Publikum einzubinden. Zum Schluss gann noch eine runde Mando Diao, welche zwar gut aber recht langsam war. OK, vielleicht war es der Kontrast zwischen Prodigy/Slipknot und denen. Zum Abend fuhren außer Tina und mir nun alle nach Hause – Regen und Kälte waren wohl doch zu viel.
Tag 3
Passend zum Mittag wach konnte ich noch den Rest des TeamEPE verabschieden, welcher sich nun auch auf den Weg machte. Zusammen mit Tina durfte ich nun auch Chris und Heike warten, die um 14Uhr zum Abbau auftauchen wollten – dies verzögerte sich jedoch bis 17Uhr. Um nicht so viel Zeit zu verlieren begann ich mit Tina schonmal die Zelte abzubauen und einen Teil des Gepäcks in mein Auto zu verladen. Bei dieser Strecke kam uns Thomas entgegen, der trotz Erkältung zum Abbau erschien. Auch Chris und Heike kamen nun und auf dem Zeltplatz waren Mine und Annika mit dem Abbau ihrer Zelte beschäftigt – Laubi blieb mit Rückenschmerzen im Auto zurück. Wir schmissen unsere Reste in ein Zelt und transportierten den großen Haufen aus Zelten, Flaschen und Kästen bis zum Auto. Danach schnell aufs Gelände und für die Guano Apes noch einen Platz im ersten Brecher zu sichern. Bis Billy Talent waren wir in den ersten Reihen angekommen und konnten so auch deren Show hautnah miterleben. Limp Bizkit sorgten durch die Musik und die Publikumsnähe von Fred Durst ebenfalls für Stimmung. Nach Limp Bizkit machten sich die meisten auf den Heimweg, ich schaute mir zu den Klängen von Peter Fox noch den Kampf “Besucher mit Pappe und Feuerzeug gegen Security” an und fuhr dann mit Tina nach Hause in den Stau vor der Baustellenampel. Nunja, zum Frühstück war ich daheim.

Edit: Die ersten Bilder sind jetzt in der Gallery, am Wochenende (21.06.) kommt vermutlich der Rest.

Sommer,Sonne,Sonnenschein – 12h Grillmarathon

“Hast du Heute schon was vor?” – wenn dieser Satz fällt bedeutet das meist, dass irgendwas spontanes ansteht. Heute hieß der Plan Grillen bei Weber/Müller. 2 Kästen Bier, eine ordentliche Ladung Fleisch und gute Laune waren bereits organisiert, als ich mich bei strahlendem Sonnenschein zu Andrea, Heike, Tina, Chris und Thomas gesellte. Nach einer kurzen Grilleinweisung durch den Vermieter startete Christian auch seine Versuche den Grill in Gang zu bekommen – vergeblich. Erst als Grillmeister Thomas zu Werke schritt konnte das Feuerchen den inzwischen ab und an auftretenden Böen trotzen. Nach einiger Zeit hatte sich eine brauchbare Grillgut gebildet, also Rost eingehangen und – krawum. Die dunklen Wolken haben es bereits angekündigt: Gewitter. Aber die Freaks wären nicht die Freaks, wenn sie sich von Wind oder Wetter von ihrem Plan abbringen lassen würden, also improvisiert, das Dach des Grills noch etwas mit Alufolie abgedichtet und der Meister des Grillgutes in Form von Chris trotze mit Eierwärmer und Filzhut der petruschen Dusche und zauberte Steaks und Würste in höchster Qualität hervor, während der Rest unterm Dach der Gartenhüttenterasse wartete. Das vom Regen leicht angeweichte Brot übersehen wir mal. Als alle mit Fleisch versorgt waren und somit der Grill eine Pause einlegen durfte zog das Gewitter weiter – war ja klar. Inzwischen war auch Sandra eingetroffen. Zu wechselnden Themen dezimierte sich der Alkoholbestand trotz Andreas Abschied stetig. Glücklicherweise traf schon bald die Rettung in Persona von Mine ein, welche eine kleine Extratour einlegte um den Kühlschrank wieder zu füllen. Als kleine Rache sorgte sie dann aber auch schnell für den ersten Einsatz des Schamlappens. Der Gespräche liefen weiter, der Bestand schmolz weiter dahin. Zwischenzeitlich ließen sich noch Heikes Cousine und die Vermieter blicken und gesellten sich nochmal kurzzeitig zu uns. Auch ein anderer Mieter gesellte sich noch dazu und sorgte mit seinen Geschichten für weiteren Gesprächsstoff, welches sich wiederum negativ auf die Alkoholversorgung auswirkte, auch wenn Sandra uns verließ. Da war doch noch was – Pascal wollte auch noch vorbeikommen. Zu Fuß von Plaidt. OK, zwar etwas gewagt, aber ihn einfach mal gebeten einen Kasten zu organisieren. Etwas später Traf er auch ein – mit dem Kasten auf der Schulter. Pünktlich um halb Eins war dann auch unser kleiner Mitternachtssnack – eine stattliche Portion Rippchen – durch und wartete auf seine Vernichtung. Zwischenzeitlich wurde bereits etwas aufgeräumt. Da keine Spüle im Garten ist und die Fische noch etwas länger leben sollen wanderten dabei alle Getränkereste in einen Eimer. Die Wette, dass keiner den Inhalt leert hätte Pascal besser nicht gestellt. Zusammen mit den Einsätzen von Heike, Chris, Pascal, dem Mieter und mir sammelten sich so 40EUR an – genug für Jemanden in unserer Runde in Aktion zu schreiten. Das gut gefüllte Allgebräu war schnell im Astralkörper des Trinkers verschwunden und er steckte erstaunlich munter seine Beute ein. Dazu fällt mir natürlich direkt Versengolds “Friedel und das Allgebraeu” ein…

Irgendwann um 3 Uhr wurde dann langsam wieder klar Schiff gemacht – Heute Abend soll es direkt weiter gehen, viele Konzerte stehen zur Auswahl, mal schauen, wo wir landen.

Der letzte machte das Licht aus

Das wars dann. GIGA.United³ ist vorbei und hat alle Erwartungen übertroffen. Der Zuschauerdurchschnitt dürfte nach ersten Schätzungen bei 400-600 Zuschauern liegen, im Chat tummelten sich zeitweise 200 GIGA-Friends. Die GigaFoundation arbeitet momentan daran die Aufzeichnung der vergangenen 24 Stunden online zu bekommen, einen ersten Eindruck kann die Verabschiedung bieten:

Teil 1:

Teil 2:

Und ein paar Bilder aus dem Stream:
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Ich hatte mich noch zu Freunden verzogen, die Bilder meiner Geburtstagsparty angeschaut und die ersten bearbeiteten Ausschnitte Aufnahmen für unsere CD präsentiert – gutes Training für die Lachmuskeln. Seit Freitag also ganze 3 Stunden Schlaf – ich denke ich leg mich langsam mal hin, morgen ruft wieder der Alltag.