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Linux: Gerät wacht nach Suspend sofort wieder auf

Narf. Akku leer. Nur warum?
Tja, mein Laptop hatte sich entschieden nach meinem Klick auf “Suspend” sofort wieder aus dem Standby-Modus aufzuwachen. Reproduzierbar. Erste Vermutung: Die GUI ist Schuld. Wie immer. Aber auch ein systemctl suspend zeigt nicht wirklich eine Besserung. Auch die Logs zeigen nichts verwertbares. Na dann graben wir etwas tiefer:

Erst mal zur Klarstellung: Standby funktioniert – der Laptop schaltet die Geräte aus, die Power-LED blinkt wie erwartet, doch nach knapp einer Sekunde wacht wer direkt wieder auf. Entsprechend des Fehlers dürfte also die Aufwachquelle am ehesten Verantwortlich sein. Eine Liste aller Quellen findet sich in /proc/acpi/wakeup:

Die Liste sieht natürlich je nach Verbauter Hardware anders aus, hier die Zuordnung meines Gerätes:

Wie wir sehen können diverse Geräte ein Aufwachen verursachen, lediglich EXP2 ist nicht aktiv. Um das Ganze einzugrenzen heißt es also nun: Aufwachquelle abschalten, Suspend testen und hoffen, dass es was bringt. Über ein gezieltes echo kann der Zustand zwischen enabled und disabled gewechselt werden:

In meinem Fall stellte sich USB als Fehlerteufel heraus. Offenbar störte sich das System an einem USB-Stick – egal ob gemountet oder nicht. Wie auch immer, USB brauche ich ohnehin nicht zum aufwachen, Deckel und/oder Power-Button sollten ausreichen. Den “bösen” USB schalte ich beim Boot per Script nun ab.

BitBastelei #76 (Part 2/2) Installation von Arch Linux

BitBastelei #76 (Part 2/2) Installation von Arch Linux

(85 MB) 00:49:04

2013-12-29 11:00 🛈

Die grundlegenden Schritte lassen sich auf https://wiki.archlinux.org/index.php/Beginners’_Guide/Installation finden.

Die Hintergründe warum ich installiere und was meine Ziele sind finden sich in Part 1.

Inhalt
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00:13 Download
01:05 USB-Stick zur Installation vorbereiten
02:49 Dateiintegrität per md5sum prüfen
03:30 Boot von USB-Stick
05:20 Wenns nicht bootet: acpi=off
07:00 Internetzugang konfigurieren
08:37 Tastatur auf Deutsch umschalten
08:47 Partitionieren der Festplatte
12:21 Formatieren der Partitionen (1 swap/ext2)
13:14 Verschlüsseln einer Partition mit cryptsetup
16:28 Formatieren der Partitionen (2 btrfs)
17:30 Mounten der Partitionen
18:44 Mirrorliste
19:49 Installation des Grundsystems
21:18 Erstellen einer fstab
21:47 Wechsel ins neue System
22:07 Konfiguration: locale-gen, Sprache, Keymap, Zeitzone, Hostname
24:40 initrd für Verschlüsselung anpassen
26:04 Bootloader installieren & konfigurieren
28:20 Passwort setzen
28:44 Erster Start ins neue System
29:50 Netzwerk & Installation von SSH
30:29 Dienste per Systemd
31:18 Desktop Environments: KDE/GNOME/XFCE/LXDE
33:15 Softwareinstallation: Gruppen, Provider, Optionale Abhängigkeiten, Suche
36:06 AUR: Übersicht
37:37 AUR: Installation per Hand
40:45 AUR: Installation per yaourt
43:38 fstab: Kompression für btrfs
45:16 Anlegen eines Users
45:34 Installation eines Grafikservers
46:10 Start des LXDM
46:37 Netzwerkkonfiguration per NetworkManager
47:25 Deutsche Tastatur in der grafischen Oberfläche
47:53 Anpassen des Panels: Akkumonitor
48:20 Fazit

Ergänzungen:
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02:19 – Korrektur: bs=4M – dd if=archlinux….iso of=/dev/sdx bs=4M
07:53 – Wenn bereits beim Booten ein Netzwerkkabel eingesteckt ist bezieht der Rechner bereits eine IP, dieser Schritt kann dann entfallen
08:29 – https://wiki.archlinux.org/index.php/Beginners’_Guide/Installation#Wireless
10:03 – https://wiki.archlinux.org/index.php/Beginners’_Guide/Installation#Using_cgdisk_to_create_GPT_partitions
11:40 – SWAP = Auslagerungsspeicher, Erweiterung des RAMs auf der Festplatte. Hiermit kann das System selten genutzte Daten des Arbeitsspeichers auf die Festplatte verschieben und so den schnelleren RAM zur Verfügung halten.
20:26 – https://wiki.archlinux.org/index.php/Grub#UEFI_systems_2
42:53 – …und ein RM, welches jedoch auch OK aussieht…
46:49 – Wenn man immer Netzwerk möchte sollte man den Dienst automatisch starten: “systemctl enable NetworkManager”

Hinweise:
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Nicht vergessen: Es gibt keine 100%ige Sicherheit. Da die Bootdateien hier zum Beispiel nicht verschlüsselt sind könnte ein Angreifer an dieser Stelle ansetzen und den Kernel infizieren. Erschweren kann man dieses vorgehen z.B. durch ein Bootloader-Passwort, einen modifizierten Bootloader für verschlüsselte Partitionen oder durch dsa Auslagern der Boot-Dateien auf einen USB-Stick. Auch kann man z.T. mit Kältespray und entsprechender Hardware das RAM auslesen und so den Verschlüsselungskey zusammensetzen. Ebenfalls bringt die Verschlüsselung nichts, wenn eine Applikationslücke genutzt wird.