Archiv der Kategorie: Saffig

Parkfest Saffig 2015

Am 27. und 28. Juni 2015 fand das traditionelle Saffiger Parkfest satt. Dieses Jahr lag die Ausrichtung in den Händen der Freiwilligen Feuerwehr Saffig, deren Förderverein sein 10-jähriges Bestehen feiern durfte. Samstags startete die Feierlichkeit mit einer Schauübung, bei welcher die Wehren der Pellenz zusammen mit der Drehleiter Andernach sowie dem DRK Saffig auf dem Gelände der Barmherzigen Brüder Saffig ihr Können vor den Augen der zahlreichen Besucher unter Beweis stellten. Hierbei durften Interessierte die Ausrüstung aus der Nähe betrachten und den Fachleuten ihre Fragen vortragen.

Im Anschluss ging es dann im „Schlosspark“ bei sonnigem Wetter weiter: Die Feuerwehren Nickenich und Saffig erhielten zwei neue Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) sowie einen Anhänger, welche durch die Pastöre der evangelischen und katholischen Kirche zuvor eingesegnet wurden. Im Anschluss konnten die Besucher im „schönsten Biergarten der Pellenz“ bis tief in die Nacht feiern.

Der neue Fuß- und Radweg Saffig ? Miesenheim

Seit Jahren wurde er angekündigt, jetzt tut sich etwas: Parallel zur K63 zwischen Saffig und dem Andernacher Stadtteil Miesenheim ist in den letzten Wochen ein neuer Fuß und Radweg entstanden. Auch wenn noch nicht offiziell eröffnet: Die Baufahrzeuge sind vor einigen Tagen erst mal abgerückt und der Weg nutzbar – und er liegt auf einer täglichen Strecke. Zeit zu schauen, ob die jahrelangen Streitereien zu etwas Brauchbarem geführt haben.

Warum überhaupt ein Fuß und Radweg?

Fuß- und Radweg Saffig ? Miesenheim
Fuß- und Radweg Saffig ? Miesenheim
Map data © OpenStreetMap contributors
Tiles CC-BY-SA 2.0
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Um von Saffig nach Miesenheim – oder umgekehrt – zu gelangen hatte man als Fußgänger oder Radfahrer bisher zwei Möglichkeiten:

Einerseits kann man über den alten Mühlenweg und das Freibad Pellenz die Strecke überwinden. In Saffig trifft man nahezu direkt am Sportplatz ein, in Miesenheim im Bereich der Regionalen Schule. Da die Strecke zu einem großen Teil aus Feldwegen oder wenig befahrenen Zufahrten besteht kann man Gemütlichkeit walten lassen. Etwas unangenehmer ist der Abschnitt zwischen Nettetal/Freibad und der weiterführenden Straße: Durch das Gefälle wird die persönliche Fitness bei dem ein oder anderen doch stark strapaziert. Wer in Richtung Kernstadt weiter möchte darf den soeben erklommenen Hügel auch direkt wieder bergab fahren.

Eine weitere – und die von mir häufig genutzte – Möglichkeit bietet die K63, welche in Saffig an nahezu selber Stelle startet, jedoch an großen Teilen Miesenheims vorbei führt und direkt auf den Sportplatz sowie den Nette-Rundweg nach Andernach trifft. Die Straße selbst hat ein leichtes, stetiges Gefälle, ein ständiges auf und ab entfällt. Die flachere Wegführung und bessere Verkehrsanbindung erkauft man sich jedoch mit einer an anderer Stelle nicht ganz angenehmen Fahrt: Die K63 ist eine der Hauptstrecken für Berufspendler zwischen beiden Orten und im ersten Abschnitt nicht geschwindigkeitsbegrenzt. Auch Seitenstreifen oder andere Ausweichmöglichkeiten sucht man vergebens. Bei Gegenverkehr ist einem die gute Laune der nachfolgenden Autofahrer sicher.

Der parallel laufende Weg soll es den Muskelnutzern ermöglichen eine direkte Anbindung an das weitere Fuß- und Radwegenetz Andernachs ermöglichen ohne den Kraftverkehr wie bisher auszubremsen.

Erster Abschnitt: Von Höhen und Tiefen

Der Beginn des Weges findet sich in Saffig direkt an der Andernacher Straße/K63 an der Einmündung Drieschweidenweg. Auf der linken Seite trennt eine Baumreihe den Weg von der Straße, rechts befinden sich Felder. Der sehr breit geratene Weg ist nicht weiter befestigt, die Erde jedoch gut verdichtet und angenehm zu befahren. Während die Straße sich mit leichtem Gefälle in Richtung Andernach bewegt muss man auf dem neuen Weg erst eine leichte Steigung in Kauf nehmen, welche kurz vor Ende des Abschnitts rasant abfällt. Aus Richtung Saffig keine besondere Anstrengung, in Gegenrichtung jedoch sicher keine angenehme Angelegenheit.

Zweiter Abschnitt: Guten Rutsch!

Etwa in Höhe des ersten Feldweges, welche von der K63 abgeht und den Fuß- und Radweg kreuzt, endet das Saffiger Gebiet. Andernach hat hier etwas mehr versprochen, jedoch in Etappen. Während im Endausbau nach meinem Wissen eine Alphaltschicht vorgesehen war muss man sich für’s Erste mit einer Splittschicht anfreunden. Diese Befestigungsmethode ist hier in der Gegend sehr verbreitet – nicht zuletzt da es sich um ein lokales Erzeugnis handelt und bei Regen das Wasser gut abfließen lässt. Leider bietet dieses Material nur wenig Halt und man sollte Kurven als Radfahrer mit entsprechend niedriger Geschwindigkeit angehen. Mit Beginn des Abschnitts endet auch die trennende Baumreihe und wird durch einen Graben bzw. im weiteren Vertauf einen Grünstreifen ersetzt. Das Höhenprofil entspricht grob jenem der angrenzenden Kreisstraße, die Übergänge zu den bestehenden Wirtschaftswegen sind gut befestigt und ohne größere Anstrengungen überwindbar.

Dritter Abschnitt: Ziel verfehlt?

In Höhe des Sportplatzes endet nach 1¼km der neue Weg an der Zufahrt zur Schützenhalle. Fußgänger können die Kreisstraße überqueren und den gegenüberliegenden Fußweg zwischen Sportplatz und Ort nutzen, Hilfseinrichtungen gibt es hierzu nicht. Als Radfahrer muss man sich für etwa 200m wieder auf die Kreisstraße bemühen – dann beginnt der nächste Radweg nach Andernach. Immerhin: In diesem Bereich ist die Straße mit einer Begrenzung auf 50km/h ausgeschildert. Trotzdem bedauerlich, dass jene Lücke nicht geschlossen werden konnte.

Und nu?

Die Trennung vom fließenden Verkehr ist eine schöne Sache, leider kostet der rutschige Belag auf Andernacher Seite Zeit: Etwa 15% mehr sollte man für die Strecke nach meinen Messwerten einplanen. Der fehlende direkte Zugang zu den weiteren Radwegen, welcher seitens der Politik immer wieder als wichtiger Punkt aufgegriffen wurde, ist sicher unglücklich. Da ich persönlich ohnehin durch den Ort fahre um über die Wege auf der anderen, flacheren Seite der Nette nach Andernach zu gelangen, ist dieser Lapsus für mich allerdings nicht relevant. Ob der Weg für meine Belange eine Zukunft hat werden die nächsten Regenschauer zeigen: Dem Saffiger Bereich wird dies zwar sicher nicht gut tun, wenn dafür jedoch der darauf folgende Splitt durch angespülte Erde befestigt wird nehme ich das gerne in Kauf.

[Fotos] Empfang des Prinzenpaars Ochtendung – 30.01.2015

KG Saffig - Empfang des Prinzenpaars Ochtendung - 2015-01-30Am 30.01. war das Prinzenpaar aus Ochtendung samt Gefolge in Saffig zu Besuch. Begrüßt durch die KG Saffig, die Majorettes der AWO sowie den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr zog man gemeinsam in die „Dorfschänke“ zu einem bunten Abend.

Die Fotos finden sich auf der offiziellen Webseite der KG.

Dank einer ganzen Kiste geplatzter Batterien leider ohne Blitz und daher etwas wenig Details, aber immerhin kann man noch etwas erkennen…

Wenn Lokal-Print auf Online trifft

Ich bin Faul. Zumindest wenn es darum geht anderen hinterherzulaufen. Zum Problem wird das meist, wenn man mit „älteren Generationen“ zusammen arbeiten muss, was bei mir hauptsächlich in Vereinen oder Themen der hiesigen Ortsgemeinde vorkommt. Viele Informationen, vor allem die offiziellen, sind nur auf totem Baum verfügbar und mit jenen der umliegenden Ortsgemeinden durcheinander gemischt. Das Interessante zu extrahieren bedarf einen enormen Zeiteinsatz verglichen mit den von mir bevorzugten Mailinglisten, RSS/iCal/Whatever-Feeds, Newslettern & Webseiten.

Leider sieht es hier in der Gegend beim Einsatz morderner Medien dünn aus. Viele Vereine oder Ortsgemeinden haben keine eigenen Internetseiten oder pflegen diese nicht. Veröffentlichungen beschränken sich auf 2 Zeitungen, wovon jedoch nur eine den Status eines offiziellen Amtsblatts inne hat und entsprechend meist exclusiv Vereinsnachrichten abdruckt.

Vor einigen Jahren gab es dann einen Lichtblick bzw. für mich einen Ansatzpunkt um den Prozess zu vereinfachen: Der Wittich-Verlag, welche hierzulande für den toten Baum mit offiziellen Veröffentlichungen zuständig ist, stellte fortan die Ausgaben zum lesen auf ihrer Internetseite bereit. Kein Open-Date, aber immerhin. Der HTML/Javascript-Mix war zwar vom Design her nicht schön, stellte aber alle notwenigen Grundfunktionen bereit – Blättern, suchen, Texte (im Sinne von echtem Text) lesen. Mit einigen kleinen Scripten wanderte fortan immer wieder eine Mail mit Seitenzahlen in meinen Posteingang, sobald in der aktuellen Ausgabe relevante Themen zu erwarten waren. Diese Linksammlung wanderte automatisch auf mein Tablet und ich konnte an der nächsten Bushaltestelle mir die Artikel anschauen.

Ihr sehr schon: Vergangenheitsform. Vor einigen Monaten hat der Verlag seine Webseite umgestaltet. Ergebnis: Die letzten Veröffentlichungen als Text auf der Webseite stammen vom September. Auch die Suchfunktion umfasst keine neuen Ausgaben mehr, einzig aktuell ist das ePaper, welches jedoch auch „modernisiert“ wurde. Nunja, modernisiert ist nicht ganz korrekt, denn das impliziert ja einen gewissen Fortschritt. Das Einzige was ich auf meinen Geräten zu lesen bekomme ist

Alternate HTML content should be placed here.

Richtig geraten, Flash. Kennt man vielleicht noch, wurde vor HTML5 für Spiele und Multimedia verwendet, hatte aber seit jeher einen etwas unprofessionellen Ruf. Jene Technologie, welche auf modernen Geräten wie Handy/Tablet/eBook/SmartTV/64Bit-PCs/… seit Jahren nicht funktioniert und auf allen anderen Systemen hauptsächlich durch Sicherheitslücken auffällig wird. Es geht aber noch besser: Nachdem ich einen Bekannten bat mir dort die richtige Seite heraus zu suchen bekam ich den Text als JPEG zugeschickt. Scherz meines Freundes? Weit gefehlt. Die Artikel, oder besser die Seiten der Zeitung, sind im Flash-Viewer als Bilder hinterlegt.

Klarer Fall von massiven Rückschritt – Keine weitergehende Suche, kein Zugriff von „neuartigen Geräten“, kein Barrierefreier Zugang – all das, was mit der vorherigen Version möglich war ist nun verschwunden. Einzige Möglichkeit: Zum lesen VM starten oder den durchgeweichten toten Baum durchackern, denn irgendwo zwischen 60% Werbung und weiteren 35% uninteressanter Nachrichten könnte ja eine wichtige offizielle Bekanntmachung sein.

Ich habe zwar eine Vorahnung warum man diesen Schritt gegangen ist, denn wer sucht und findet schaut sich nur die Seite des Artikels an und überspringt so einen Großteil der Werbung, aber die Argumentation, dass Sperren da helfen hat schon in anderen Branchen nicht funktioniert. Sicher kann man mir die Funktion streichen, in dem Fall werde ich mir aber nicht die gesamte Zeitung/Werbung anschauen, sondern diese ungelesen entsorgen und andere Informationsquellen erschließen. Ich hätte auch kein Problem für einen „erweiterten Zugang“ einen fairen Preis zu zahlen so lange die Basisinformationen frei zugänglich sind. Den Verlag habe ich inzwischen um Stellungnahme gebeten, denn gerade Amtliche Mitteilungen sollten nach meiner Auffassung einfach und überall zugänglich sein.

Aufzeichnung des Karnevalsumzug Saffig 2014

Die Aufzeichnung des diesjährigen Karnevalsumzuges Saffig ist jetzt auf YouTube verfügbar:

Zugverlauf

  • Baltasar-Neumann-Straße / Im Bann / Friedhofstraße (Aufstellen)
  • Bassenheimer Straße
  • Hauptstraße
  • Plaidterstraße
  • Von-der-Leyenstraße
  • Andernacherstraße
  • Eckerstraße
  • Neuwiederstraße
  • Hauptstraße
  • Bassenheimerstraße
  • Pösch
  • Neuwiederstraße
  • Auflösen Ecke Andernacherstraße/Plaidterstraße

Zugaufstellung

Brennender PKW, Drieschweidenweg Saffig

Heute ist offenbar Feuer-Tag – erst brennt die Mülltonne eines Arbeitskollegen ab und dann bringt mich Martin-Horn & Sirene gegen 18:00 zur Erkenntnis „stimmt – irgendwas riecht hier Verbrannt“. Im nahe gelegenen Drieschweidenweg Ecke Neuwiederstr./Hähnchen-Clem war auf einem Feld augenscheinlich ein PKW in Brand geraten. Die Feuerwehr hatte das Feuer schnell gelöscht – unter den Augen der Veranstalter, denn das Feuer war kein Zufall. Fotos der unangekündigten Übung finden sich hier: