Schlagwort-Archive: Software

Atom: Deutsches Tastaturlayout nutzbar machen

Atom ist ein freier, modularer Texteditor aus dem Dunstkreis von GitHub, welcher trotz vieler Funktionen einen akzeptablen Ressourcenhunger (naja, sofern das Chrome-basiert möglich ist) vorlegt. Leider ist dessen Nutzung mit Tastaturen außerhalb des QWERTY-Raumes wegen eines Bugs seit über einem Jahr nahezu unmöglich. So ist es z.B. unter Windows unmöglich mit deutschem Tastaturlayout einen Backslash (\) oder das @-Zeichen zu tippen.

Nunja, mit einigen Tricks lässt sich das Problem zumindest temporär umgehen: Für den ersten Schritt klickt man im Editor auf File->Open Your Keymap

keymap

Hier lassen sich die meisten Tastenkombinationen konfigurieren, u.A. auch die Aktion, welche das @ blockiert entfernen:

Obwohl hiermit eigentlich auch das \ konfiguriert werden sollte, funktionierte der Workarround für diese Taste bei mir nicht. Hier musst ich zusätzlich das Addon “keyboard-localization” installieren.

Welp. Immerhin nutzbar.

BitNotice #65 – Multimedia unter Linux – Videoschnitt mit Cinelerra & Kdenlive

Mit AVidemux und OpenShot haben wir schon den einfachen Videoschnitt hinter uns – Zeit in die komplexeren Programme einzutauchen: Cinelerra und Kdenlive sind mächtige Programme und müssen sich zumeist nicht hinter kommerziellen Lösungen verstecken.

BitNotice #24 – Android Developer Tools (ADT) einrichten

Android-Handy zur Hand? Keine App da, die dein Problem vernünftig löst? Warum nicht selber etwas basteln? Mit den kostenlosen “Android Developer Tools” lassen sich relativ einfach eigene Apps entwickeln. In dieser Folge wird erklärt wo man die nötige Software findet und wie man sie unter Linux installiert.

Anm: Unter Windows ist das Vorgehen nahezu identisch.

Links:
http://developer.android.com/

GCalcTool Todesoptimierungen

Neue Funktionen finde ich generell immer ganz toll: Neue Funktionen und weniger Sicherheitslücken kommen üblicherweise recht zügig auf meine Systeme. Große Bauchschmerzen bekomme ich allerdings, wenn an der UI geschraubt wird. Zwar ist gegen Verbesserungen der Benutzerschnittstelle nichts auszusetzen, in letzter Zeit beschränken sich die Änderungen aber meist auf ein Thema: DAU-Freundlichkeit um jeden Preis. Da wird auch schon mal ein Funktionsverlust in Kauf genommen. Ein schönes Beispiel bietet jüngst der Gnome-Taschenrechner aka. gcalctool, welcher vor kurzem eine “Schönheitskur” verordnet bekam.

Der erste Blick geht auf den Programmierer-Modus der 5.28.x-Serie, welche die alte Funktion schön zeigt:

Interessant ist für mich vor allem der obere Bereich: Ähnlich meines Hardware-Taschenrechners kann ich direkt unter dem Eingabefeld das Zahlensystem zwischen Binär, Oktal, Dezimal und Hexadezimal welchseln. Die aktuellen Zahlen werden automatisch in die entsprechende Anzeige umgewandelt. Wenn man z.B. mit Hexadezimalen Messwerten eines µC in Kombination mit dezimalen Vergleichswerten arbeitet eine unschlagbare Kombination. Der Vorteil, dann man die Werte direkt in den Rechner kopieren kann und nicht abtippen muss versteht sich ja von selbst.

Beim ersten Start einer 5.30.x traute ich meinen Augen nicht: Ein Bug muss sich in meinen Build eingeschlichen haben: Das Eingabefeld ist überdimensional groß, die Wahl zwischen den Zahlensystemen verschwunden, Buttons haben eine seltsame Beschriftung. 2 Rekompilierungen und einige Web-Suchen später die Ernüchterung: It’s not a bug, it’s a feature! Die sichtbare und trotz Ausdünnung sichtbar gequetschte Objektanordnung soll das neue Design des Gnome-Rechners darstellen. Die Zahlensysteme lassen sich nun im Menü umstellen. SRSLY? Die BIN/OCT/DEZ/HEX-Umrechnung aus der PROGRAMMIERERANSICHT eines Taschenrechners schmeißen und im Menü verstecken? Das sind 500% der ursprünglich nötigen Klicks! Ich geh mich jetzt noch ne Runde aufregen und werd dann die alte Version nochmal für alle meine Systeme kompilieren *gnah*

Nativer Client für VMWare ESXi unter Linux

VMWare ESXi bzw. VMWare ESX ist nahezu der “de facto Standard” für die professionelle Virtualisierung. Die Verwaltung erfolgt dabei über den VMware Infrastructure Client – eine .NET-Software, welche aber momenten nicht für Linux vorhanden ist und auch unter wine nur bedingt funktioniert. Zwar gibt es mit Kodiak einen 3rd-Party-Client, welcher die komplette Verwaltung ermöglichen soll und dank Adobe AIR auch unter Linux laufen sollte, allerdings ist dieser derzeit in geschlossener Beta und steht noch nicht zum Download.Was viele nicht wissen: Es gibt einen einfachen Client direkt von VMWare. OK, nicht offiziell:

VMWares einfachere Variante “VMware Server” nutzt in der aktuellen Version zur Verwaltung den Webbrowser. Der Konsolenzugriff wird dabei über ein Plugin ermöglicht, welches auch für Firefox unter Linux zur Verfügung steht. Mit einem kleinen trick kann man dieses Plugin dafür nutzen eine Verbindung zu ESX(i) aufzubauen und so immerhin die Konsolen anzuzeigen:

  1. Zuerst muss natürlich das Plugin installiert sein. Hierzu muss man seinen Browser auf einen installierten VMWare-Server verbinden und dort die Konsole öffnen. Da der VMWare-Server kostenlos ist sollte auch eine temporäre Installation machbar sein. Da das Plugin eine XPI ist lässt sie sich auch einmalig auslesen und (technisch gesehen) auf eine unbegrenzte Anzahl von Rechnern verteilen. Ob das Plugin installiert ist kann man bei Firefox 3.5 unter Extras -> Add-Ons -> Plugins prüfen:
    FF-Pluginliste: VMWare
  2. Nun gilt es das Plugin zu lokalisieren. Üblicherweise sollte es sich ein einem Ordner dieses Formates befinden:
    /home/username/.mozilla/firefox/****.default/extensions/VMwareVMRC@vmware.com/plugins
  3. Hier findet sich die Binärdatei des Plugins, welche auch ohne Browser gestartet werden kann. Mit
    ./vmware-vmrc -h
    startet eine GUI und fragt nach Server, Nutzer und Kennwort. Darauf folgt eine Liste mit VMs.
    VMWare Plugin - Login
    VMWare Plugin: VM-Liste

Achtung: Wählt man eine ausgeschaltete VM wird diese automatisch gestartet.

Das einbinden von CD-ISOs sowie Restart und Shutdown funktionieren Problemlos, USB-Geräte und Netzeinstellungen lassen sich nicht anpassen. Im VMWare-Forum findet sich eine Liste mit weiteren Optionen des Plugins.

Update: Offenbar funktioniert der Trick auch mit dem VMWare-Player:
vmplayer -h 1.2.3.4

Wiki-Fail?

Hmmmmmm….

Fehler
Bei den Servern der Wikimedia Foundation sind gerade technische Probleme aufgetreten. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.
[…]
Wenn du einem Wikimedia-Systemadministrator diesen Fehler meldest, gib bitte die folgenden Details an.
Request: GET http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=****, from **** via ***.wikimedia.org (squid/2.7.STABLE6) to *** (***)

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CERT-Bund — Warn- und Informationsdienst

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KURZINFORMATION ZU SCHWACHSTELLEN UND SICHERHEITSLUECKEN

ID: CB-K09/0235
Titel: Mehrere Schwachstellen in Squid ermoeglichen
DoS-Angriffe
Datum: 28.07.2009
Software: Squid
Version: < 3.0.STABLE17 und < 3.1.0.12
Plattform: Linux, UNIX
Auswirkung: Denial-of-Service
Remoteangriff: Ja
Risiko: mittel
Bezug:

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WordPress 2.8 und das leidige Javascript

Vor einigen Tagen ist WordPress 2.8 erschienen – mit den entsprechend tollen Ankündigungen. Besser, einfacher, schneller – das übliche halt. Die Realität sieht anders aus. Von dem Bug im Updater war ich zum Glück nicht betroffen, dafür hat sich das komplette JS beim Artikel schreiben verabschiedet. Der WYSIWYG-Editor startet nicht und auch andere Features wie das Tag-System verweigern momentan ihren Dienst. So wird aus dem Einfacher schnell ein Zeitaufwendiger – schade drum…

Edit: Codestyling war so freundlich mich in den Kommentaren auf seine 2.8er FAQ hinzuweisen. Zwar führten seine Tipps in meinem Fall nicht zum gewünschten Erfolg, aber da ich nun eh den Editor offen hatte bin ich dem WYSIWYG-Bug mal nachgegangen: Verursacher ist das Plugin WPG2, der Bug existierte allerdings wohl schon  mit WordPress 2.7. Das Problem ist  bekannt und wurde auch schon lange gepatcht – aber nur in der englischen Language-Datei (ouch -.-)… Einen entsprechenden Patch für die anderssprachigen Dateien der aktuell stabilen 3.0.5 habe ich hier hinterlegt. Die Schlagworte werd ich bei Zeit dann auch mal zerlegen.

Edit2: Und das Schlagwort-Problem war ebenfalls auf ein Plugin(relikt) zurück zu führen: Click Tags nannte sich hier der Übeltäter

Kleinkram PHP-Downloadmanager, Spannungsteiler-Rechner und ATX-Powerpanel

So, nachdem ich mich dieses Wochenende mit jede Menge Papierkram rumärgern durfte konnte ich heute doch noch etwas zeit finden um mich 3 kleinen Problemchen anzunehmen, die sich mir in letzter Zeit gestellt haben.


Erste Baustelle war ein Downloadmanager. Dieser sollte zentral auf meinem Server laufen und Downloads sequentiell abarbeiten. Die URLs vorzugsweise aus einer MySQL-Datenbank. Ergebnis sind ein paar PHP-Zeilen – nicht wirklich komfortabel, aber erfüllt fürs erste seinen Zweck.

Downloads werden in die Tabelle queue eingefügt – nur die URL. Der Status setzt sich wie folgt zusammen:
0 -> Offen
1 -> Download gestartet
2 -> Download erfolgreich
3 -> Download fehlgeschlagen

Der Download selbst wird durch wget erledigt, man könnte also z.B. eine maximale Bandbreite o.Ä. festlegen. Bei Abschluss/Fehlschlag eines Downloads wird im Datensatz ein Log angehangen.


Nächste Baustelle: Spannungsteiler. Primitiv, aber immerhin ein Ergebnis: Dieses Script hämmert Bruteforce-Like alle E12-Widerstände bis 1MOhm (oder so) durch und sucht einen passenden Wert um einen Spannungsteiler zu bauen.

Sollte jetzt schon einer sein Mailprogramm offen haben um mir zu schreiben, dass das alles nicht stimmt: Ich weiß es – löscht den Text und schick mir eine passende Formel ;)


Und die letzte Baustelle: Ich habe bereits seit längerem die “Frontpanel”-Anschlüsse meiner PCs (Power-Button, Reset, …) auf ein externes Bedienpult gelegt. Da mir die hardwired-Variante etwas auf den Keks ging und ich ein passendes Ethernet-Gateway bauen wollte gibts nun eine “Spezifikation” für meine Schnittstelle.