Gnome, HAL und automatisches Mounten von USB-Sticks

Seit dem letzten Update hatte mein Gentoo/Gnome-System einen kleinen Schönheitsfehler: USB-Sticks wurden nicht mehr gemountet. Nach einigen erfolglosen Streifzügen durch die Nautilus- und gconf-Optionen sieß ich dann im Geek-Blog auf die Lösung des Problems: sys-apps/hal hat seit einigen Versionen ein neues USE-Flag „disk-partition“, welches standardmäßig inaktiv ist. Trägt man dieses ein und kompiliert HAL neu funktioniert das automatische Mounten wieder wie gewohnt.

Und es Synct doch… Windows Mobile und Linux endlich vereint

Lange hats gedauert, aber endlich funktioniert es: Mein WM6-PDA spricht Linux. Bisher beschränkte sich die Kommunikation auf die Massenspeicheremulation WM5orage. Zwar hatte ich öfter mal mit SyncML und Funambol getestet, allerdings waren die Ergebnisse für die Tonne: Anständige SyncML-Clients für Linux scheint es nicht zu geben und selbst die einfachsten Funktionen brachten Chaos: Doppelte Kontakte, verschwundene Adressen und die Geburtstage waren Kategorisch einen Tag später als angegeben. Nich wirklich brauchbar.

Heute habe ich das ganze nochmal mit RNDIS und SynCE versucht. Der erste Eindurck hatte mich doch etwas überrascht: Statt dem bekannten gewurschtel mit synce-serial-start und dccm läuft nun alles HotPlug per DBus und HAL. Ganz ohne Konfiguration tauchte das Tray-Icon auf, zeigte anstandslos die installierten Programme, Speicherplatz und Batteriestand – sogar ein ActiveSync ähnlicher Assistent zum Anlegen einer Gerätepartnerschaft tauchte auf.

Bei der Synchronisation etwas Handarbeit: Mit OpenSync sollte es zur KDE-PIM-Suite gehen. Zwar bin ich eigentlich Gnome-User, aber Kontact und Korganizer sind doch schon sehr ausgereift. Das Sync-Modul offenbar nicht – alle Termine und Aufgaben verschwanden, Kontakte mit Sonderzeichen bereiteten ganz neue Ansichten. Also Sync abgeschaltet, Backup rein und selbes nochmal mit Bauchschmerzen und Evolution. Evolution ist die Software, welche bei mir vor allem durch mangelnde Datenintegrität, Abstürze und einem Bedienkonzept aus der Steinzeit in Erinnerung ist. An der Bedienung hat sich nicht viel geäntert, aber technisch läuft erst mal alles: Keine Abstürze, OpenSync hält alles auf dem aktuellen Stand, keine Kollisionen und alle Daten scheinen so zu sein, wie ich sie haben möchte.

Auch, wenn die Bedienung nicht immer so einfach ist: Da ich meist am Handy arbeite stört mich das weniger. Um Termine zu Pflegen und ab und an einen Kontakt zu Editieren reicht es definitiv.

Edit: Offenbar zu früh gefreut. Auf einem zweiten PC fehlen plötzlich in Evolution Postadressen und Bilder :/

Auf Kriegsfuß mit Cron

Momentan macht Vixie-cron bei mir einiges an Unfug: Läuft er erst mal ein paar Stunden findet sich ein ganzer Batzen an nicht korrekt beendeten Cron-Prozessen in der Liste. Das tritt nicht zum ersten mal auf, beim letzten mal half eine Neuinstallation – dieses mal nicht mehr. Die ersten Google-Tipps bezüglich PAM und SLAP halfen mir nicht sonderlich und auch lsof sowie das Syslog zeigen nichts brauchbares. Selbst Strace zeigte nichts, was ich als Fehler einstufen würde. Am Ende folgte ich dem Rat im Gentoo-Forum: Vixie-Cron nicht benutzen. Zwar war es etwas Aufwand die Crontabs auf fcron zu portieren, aber jetzt läuft alles problemlos. Seltsam…

1Wire (DS18x20) auf RS232 (EIA232)-Adapter

Heute musste nochmal eine Kupferplatte dran glauben: Das Ätzgerät durfte nochmal aus dem Schrank hervorkommen. Daran, dass die Hälfte meiner Platinen für die Tonne ist hat sich zwar nichts geändert, aber ein paar sehen brauchbar aus.

Die Erste, die nun in Betrieb geht, ist ein Adapter für DS18x20-Temperatursensoren. Keine wirkliche Neuentwicklung, das PCB soll lediglich einen Aufbau auf Steckbrett ersetzen und ergänzen, welcher schon seit Jahren in Betrieb ist. Der Aufbau ist recht einfach: Die Sensoren werden zusammen mit einem Pullup direkt an den Controller geheftet. Dazu ein MAX232 um die serielle Schnittstelle (ggf. über USB-Adapter) an den PC zu bekommen und der übliche Kram wie Quarz, Stromversorgung, …
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Als Controller dient ein ATMega8 – eigentlich überdimensioniert, aber davon hab ich die Schublade voll. Es sind 6 1-Wire Busse vorbereitet, jeder drüfte mit CAT5-Kabel etwa 50m problemlos überbrücken können. Insgesamt sollten mehr als 500 Sensoren technisch kein Problem sein, mit geringeren Pullup-Wiederständen oder direkt einem aktivem Pullup sollten auch Längen von über 500m und über 1000 Sensoren machbar sein.
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Die Software ist eine Adaption des Codes von Martin Thomas. Am PC wird das ganze durch ein PHP-Script geparsed und per RRDtool in die bekannten Diagramme umgewandelt.

Mein momentaner Aufbau besteht dabei aus 4 Bussen mit insgesamt 9 Sensoren.

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(Hinweise: Zusätzlicher Kondensator am Eingang und Bastelei am RS232 da ich kein passendes Kabel da hatte)

PHP 5.2.10, FCGI, Suhosin, Sessions und der große Knall

Wenn viele Pakete zusammen arbeiten sollen macht Debuggen am meisten Spaß. Eigentlich wollte ich nur „mal schnell“ PHP auf die aktuelle 5.2.10 ziehen (Die 5.3er sind noch nicht im offiziellen Portage). Fix eingespielt und gestestet – krach. Das Apache-Errorlog der Testmaschine überschlug sich mit Fehlern:

mod_fcgid: process *** exit(communication error), get unexpected signal 11

Wieder einmal eine Glanzleistung von Fehlermeldung… Etwas genauer wird es, wenn eaccelerator mit im Spiel ist, dieser vermeldet die genaue Quelle des Fehlers:

EACCELERATOR: PHP crashed on opline *** of session_start() at ***:***

Inzwischen ist der Übeltäter gefunden: Suhosin bringt mit der Option suhosin.session.encrypt die 5.2.10er Version von PHP bei CGI-Requests ins grübeln. Schaltet man diese ab oder wechselt zurück auf php < = 5.2.9 hat man wieder Ruhe. Auch bei Gentoo hat die Ursachenforschung begonnen.

Reparaturmethoden vom Fachmann

Die beste Reparaturmethode ist immernoch Gegentreten. Offenbar ist dieses Sprichwort nicht immer als Witz zu verstehen. Als ich heute meine gute, alte Dimage Z3 (Digitalkamera) zum Einsatz bringen wollte waren keine angenehmen Geräusche zu vernehmen: Blockierter Motor und später überspringende Zahnräder. Das Objektiv blieb in der maximalen Zoomstellung und ließ sich nicht verstellen, nur die Fokusierung schien zu laufen. Ein Blick durchs Internet zegte schnell: Dieses Fehlerbild ist wohl weit verbreitet. Zwar wird dort als Auslöser meist herunterfallen gennannt, was bei mir nicht vorkam, allerdings stimmte alles Andere. Bei der Problemlösung im ersten Forum konnte ich dann nur schmunzeln: Man solle die Kamera mehrmals aus 10cm Höhe auf den Tisch fallen lassen. Ist klar… Dummerweise fanden sich Tipps in der Art fast überall und meist auch mit einer Erfolgsmeldung im Anschluss. OK, wenn ich die Kamera aufschraube wäre ohnehin nichts mehr zu retten und eine neue Kamera wäre auf dauer ohnehin mal fällig, also versuchte ich die etwas ungewöhnliche Methode. Leicht umwickelt um den Lack zu schützen machte sich die Kamera auf in den Sturzflug. Was soll ich sagen? Das Objektiv bewegt sich wie neu…

Snailmail per Internet – Die InternetMarke der Post

Die deutsche Post bietet schon länger unter der Marke „StampIt“ einen Frankierservice im Netz bereit. Voraussetzung war eine Windows-Software oder den Adobe-Reader. Da die PDF-Dokumente speziell vershclüsselt waren nutze mein Evince hier nichts und der Dienst war für mich unbrauchbar. Bei meinem heutigen Stöbergang entdeckte ich die so genannte Internetmarke. Zwar wird auch hier Windows oder Mac empfohlen, aber Linux ist als kompatibel aufgeführt. Die Bestellung gestaltet sich einfach: Nach Auswahl der passenden Marken kann man zur virtuellen Kasse schreiten. Zur Zahlung wird neben der von mir geächteten Sofortüberweisung Paypal angeboten – nicht schlecht. Der Mindestbestellwert bei PayPal beträgt 10EUR, kauft man weniger wird (sofern man sich anmeldet) das Restguthaben bei späteren Einkäufen angerechnet. Am Ende des Bestellvorgangs erhält man neben einem Lieferschein auch die Marken als PDF-Datei (PDF-1.4). Diese bestehen aus einem 2D-Barcode sowie einigen Angaben in Textform. Alles ist in Schwarz gehalten, es ist also kein Problem die Marke direkt auf einen Umschlag zu bannen. Da unter anderem mit „eigenen Motiven“ geworben wird kratzts mir momentan unter den Fingern in nächster Zeit mal zu testen, ob ein Brief mit Pesthörnchen-Briefmarke auch den Empfänger erreicht…
Update:
Ich denke das Bild bedarf keinen Kommentar…
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Resteverwertung: Solar-Gartenlampe

Gartenlampen mit Solarzelle gibt es inzwischen bei jedem Discounter – die Qualität ist aber meist mehr als fraglich. Eine Gruppe dieser Lampen konne ich nun gebraucht zum Ausschlachten ergattern.

Ein erster Blick auf die Lampe: Solarzelle, LED und da sie bei Dunkelheit leuchten soll dürfte ein Akku drin stecken. Beim öffnen zeigt sich schnell das ehemalige Einsatzgebiet: Viel krabbelt im inneren der Lampe. Durch Druckluft vom Kriechvieh befreit gehts an die Technik: Wie bereits vermutet arbeitet die Lampe mit LEDs. Verbaut sind 2 stück, welche zur Regelung der Helligkeit getrennt angesteuert werden können. Als Akku wird ein handelsüblicher AA-Akku mit Ni-Cd-Technik verwendet, welcher mit 700mA für LED ausreichend ist. Die Hauptplatine besteht aus einem haufen Transistoren, Kondensatoren, Wiederständen, einer Schutzdiode für die Solarzelle und einem LDR. Die genaue Funktion habe ich mir nicht angesehen, aber durch die einfache Aufgabenstellung dürfte da keine große Logik zum Einsatz kommen. Die Solarzelle zeigt zu meinem Leidwesen die üblichen Spuren: Helle Flecken auf dem Panel, welche ich als eine Art Korrosion einstufen würde.
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Die erste Messung der Solarzelle überrascht mich dann doch: Satte 1,8V Peak bringt das ledierte Modul im Leerlauf. Ernüchterung jedoch kurz darauf: Der Kurzschlussstrom ist mit 3mA Peak recht mager – die zum Test angeschlossene LED bleibt fürs erste dunkel.

Viel ist also nicht aus diesen Dekostücken zu gewinnen: Akku und Solarzelle einer einzelnen Lampe sind zu schwach um einen neuen, konstruktiven Nutzen zu erfüllen. Die Steuerung besteht lediglich aus Pfennigware, welche jeder Bastler vermutlich in hunderterstückzahlen in Kisten liegen hat. LDR und LEDs sind auf einzelnen Platinen und daher schnell ausgebaut – hier lohnt sich ggf mal reinzugreifen. Ich werde mir die restlichen Lampen bei Zeit mal vornehmen und schauen, ob ich doch noch etwas Leistung aus den Solarzellen bekomme. Eventuell reichts ja dann für meinen Außensensor.

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