Schwarzes Loch im Akku?

Momentan bin ich meinen Laptop wieder am flott machen und hab unter anderem ein altes Akku-Pack gefunden, was ich wegen eines vermeintlichen Defektes aussortiert hatte. Zwischenzeitlich habe ich herausgefunden, dass der Defekt eher am Mainborad zu suchen war. Zum Test hatte ich den Akku über Nacht aufgeladen und heute Nachmittag angefangen auf Akkubetrieb zu arbeiten – mal schauen wie lange er durchhält.

Knapp 4 Stunden später dann Kopfkratzen – bisher hielten die Akkus nicht länger als 3,5 Stunden, vorallem nicht auf maximaler Displayhelligkeit, also mal einen Blick auf die Akku-Werte werfen…

Battery #1     : present
Remaining capacity : 576989 mW, 88.17%, 50:07:45
Design capacity    : 54720 mWh
Last full capacity : 654419 mW
Present rate       : 11510 mW
Charging state     : discharging
Battery type       : rechargeable, LIon
Model number       : Primary
Serial number      : 000000444221
Battery #2     : slot empty

Ist klar… Aber auch wenn die Kalibration nicht stimmt: Der Akku hält den Laptop am laufen und auch mein Messgerät bescheinigt, dass die Spannung noch OK ist…

Ich hasse Vixie-Cron

ps xa | grep cron | wc -l
2504

Ich hatte diesen Bug… Vorallem wenn er auf dem PC auftritt, der unter anderem meinen Wecker steuert. Zum Glück hat der externe Watchdog das ganze mitbekommen und die Grundfunktionen des Weckers übernommen. Wird doch mal Zeit, dass ich überall auf fcron wechsel.

Einmal werden wir noch wach, dann ist auch schon Wahltach

Nachdem ich gestern mit freude feststellen durfte, dass mir in Andernach nicht viele Nichtwähler begegnet sind hatte mich eine andere Tatsache überrascht: Es waren doch einige dabei, welche nur eine Zweitstimme abgeben, da sie die lokalen Kandidaten nicht einschätzen könnten. Allen denen es genau dso geht möchte ich daher nochmal den Kandidatencheck von Abgeordnetenwatch ans Herz legen: Eine Art „Wahl-o-Mat“ für den eigenen Wahlkreis. Leider sind je nach Wahlkreis nicht alle Politiker dabei, aber vielleicht hilft es ja dem Ein oder Anderen bei der Entscheidungsfindung.

Informatik der Evolution

Gestern durfte ich wieder ein Prachtstück an Software bewundern: Ein kommerzielles Ressourcenmanagementsystem mit etwa 7000 Datensätzen machte zu schaffen. Um eine Berechnung über alle Datensätze durchzuführen brauchte das System über 45 Sekunden. 2 Indizes in der Datenbank später warens dann 8 Sekunden und nachdem alle Einzelabfragen einer JOIN-Orgie Platz gemacht hatten sind auch Zeiten von 0,2 Sekunden keine Seltenheit. Als Kommentar im Chat erhielt ich dazu folgende Antwort:

Wenn sich diese ganzen Trottelstudenten die meinen Java & Co wäre die pure Erleuchtung  beim Vögeln genau so bescheuert anstellen wie beim Programmieren ist in ein paar Generationen Ruhe

Tja, wenn er sich da nicht mal irrt und die Theorie von Idiocracy durchschlägt 😉

Die feuchten Träume der Geheimdienste?

Bitte sagt mir, dass das gerade eine Satieresendung war und nicht wie eigentlich im Programm angekündigt die Nachrichten.  Das Bundesamt für Verfassungsschutz fordert orwellsche Zustände: Die Behörde möchte gerne das Recht PCs zu durchstöbern, den „genetischen Fingerabdruck“ als Standardmethode zur Identifizierung, Zusammenlegung von Polizei und Geheimdiensten und wenn man grade dabei ist kann man ja auch Straftaten von verdeckten Ermittlern straffrei machen. Und Morgen in den Nachrichten: Die Bundesregierung schließt Haushaltsloch durch Ablasshandel.

…und Alleso „Yeaahh!“

Da zeigt sich wieder: Die Feder ist ab und an wirklich mächtiger als manch andere Waffe. Was als Kritzelei auf einem Wahlplakat begann und sich erstmals in Hamburg zeigte wird langsam aber sicher zum Massenphänomen: In den Tagesthemen finden sich minutenlange Beiträge und die kommerzielle Gesellschaft beteiligt sich mit T-Shirts. Oder darfs doch lieber das Originalplakat auf eBay sein? Jedenfalls nimmt das Mem langsam perverse Züge an oO

Bild: https://www.adlerweb.info/blog/wp-content/uploads/2009/09/Bildschirmfoto-11-300×275.png

Wahl-Endspurt

7 Tage noch, dann steckt Deutschland mitten in der Bundestagswahl. OK, wirklich spannend dürfte es an der Spitze kaum werden: Bleiben alle Parteien bei ihren Koalitionsaussagen bleibt bei der momentanen Stimmung nur eine weitere Amtszeit der Merkel-Steinmeier-Ehe übrig. In den tieferen Regionen ist es da schon spannender:  Während die Grünen offenbar am Projekt 5% arbeiten nimmt die Linke Anlauf zum Endspurt. Hoffen dürfen auch die Piraten – im Internet kratzen sie immer öfter an der 100%-Marke – wie es in der offline-Welt aussieht wird sich zeigen.

Wer auch immer am Ende in Berlin regiert: Meckern dürfen nur die, die sich an der Wahl beteiligt haben – jeder kann über seine Zukunft mit entscheiden und sollte diese Möglichkeit auch ergreifen – einmal alle 4 Jahre sollte man mal all die jenigen ignorieren, die behaupten Politik wäre „uncool“ und sich die eine Stunde Zeit nehmen. Wer noch unentschlossen ist kann sich bei Abgeordnetenwatch die Aussagen seiner lokalen Politiker anschauen, für die Parteien kann der Wahl-o-Mat eine Entscheidungshilfe sein. Also egal wo das Kreuz landet:

GEHT WÄHLEN!

Update: Ich bekomm grade den Hinweis, dass es Wilfried Schmickler bei den WDR Mitternachtsspitzen seht treffend ausgedrückt hat. Schade, dass es zu der Sendung keinen Podcast gibt :/

Effiziente Festspannung

Mal ein kleiner Vergleich zwischen verschiedenen ICs um eine Festspannung zu erzeugen. Zwar hätte ich die StepDown-Variante schon an erster Stelle geschätzt, aber einen solchen Vorsprung hab ich nicht erwartet:

Vin: 13.5V – Vout: 5V – als Test wurde ein Handylader angeschlossen – die Werte wurden am Eingang abgegriffen

  • LM317 0.41A
  • 78S05 0.40A
  • 34063A 0.22A

Ein AVR lernt IRC

Die Bastelwut war doch größer: Neben meinem Tuxgraphics-Board findet sich jetzt auch ein AVR-Net-IO von Pollin in meiner Samlung. Nach etwas Gebastel an der Hardware und etwas mehr Gebastel an der Software lief die Kiste auch mit der Originalfirmware. Die meisten Schwierigkeiten machte mir dabei die Anleitung: In dieser waren 2 Kondensatoren vertauscht, was den Quarz des AVR lahmlegte. Zeigt sich wie immer: Besser auf die Anleitung verzichten. Die beigelegte Windows-Software war auch erst nach IP-Anpassung lauffähig die serielle Schnittstelle fehlte komplett.

Kurz danach wanderte auch schon die original-Firmware in die Tonne und wurde durch Ethersex ersetzt. Ohne großen Aufwand meldete sich das Board auch ICMP-Pings und brachte einen Webserver, der alle definierten IO-Ports zeigte. Die ADCs funktionierten fürs erste mit der GIT-HEAD nicht, hier fehlt offenbar eine Datei. Kurz darauf war im BugIRC folgende Zeile zu lesen:

–> ethersex (ethersex@bug-…) has joined #bug

Ich würde sagen, da geht noch was :p. Leider ist der Controller nur mit 32kb bedacht, was die Funktionen momentan etwas einschränkt – demnächst wird der durch einen Pinkompatiblen 64er ersetzt und darf sich dann als Ethernet-Bastelplattform betätigen.

Wenn Informatiker reisen…

Vorwort: Einige dieser Aussagen sind etwas überspitzt und sollten nicht ganz so ernst genommen werden 😉

Informatiker sind eine Subspezies der Menschheit. Vorallem ihr ausgeprägtes Streben nach Effizienz und die Vernetztheit mit Artgenossen bieten gute Erkennungsmerkmale. Eins der größten Schicksalsschläge stellt für diese Personengruppe das digitale Koma: Offline sein. Zum Glück lässt sich mit redundanten Systemen solch gefährliche Zustände vermeiden oder kündigen sich an. Wir Begleiten die Musterinformatiker A und B sowie die Auszunutzendenbildenden Y und Z bei ihren Vorbereitungen auf eine drohende Offlinephase.

  • 2 Wochen zuvor: Post trifft bei A und B ein – analog auf Papier. Wir begleiten Brief bei A
    Ablage
  • 1 Woche zuvor: Papier taucht wieder auf, wandert in den Scanner, wird mit OCR geparsed und ins Archivsystem eingefügt
    Papier wandert in den Schredder
    Inhalt des Briefs wird gelesen. Eine berufliche Busfahrt – OpenRouteService vermeldet über 7 Stunden Fahrzeit
    crap
  • 6 Tage zuvor: Versuch sich als Notbesatzung zu melden – zu spät, B bleibt bereits da
  • 5 Tage zuvor: Y und Z dazu verdonnert mit zu fahren – Wenn irgendwer leidet dann müssen die Azubis mitleiden (Offiziell: Sie sollten auch mal externe Termine mitbekommen)
  • 4 Tage zuvor: Zu viel Arbeit
  • 3 Tage zuvor: Zu viel Arbeit
  • 2 Tage zuvor: Zu viel Arbeit
  • 1 Tag zuvor:
    crap!
    Alle angesammelten Podcasts auf Handyformat konvertieren
    Karte zu klein
    Alle angesammelten Podcasts nochmal auf ein kleineres Handyformat konvertieren
    A sowie die Azubis Y, Z beginnen jeden auffindbaren Akku zu laden

Vorläufige Packliste:

  • 3 Handys mit Datentarifen, 2x HSDPA 1xEDGE, alle 3 in unterschiedlichen Netzen um maximale Netzabdeckung zu erhalten, alle Handys mit Video/Audio-Player und Browsern
  • 2 Laptops mit VPN & Co
  • System zur Verteilung von Audio
  • WLAN-Router um INet des Handys im Bus zu verteilen
  • Kiste mit Ersatzakkus für alle Geräte
  • Solarzellen um bei gutem Wetter die Laufzeit zu verlängern
  • Die Akkutechnische Mega-Waffe für USB-Geräte samt Hub als Verteiler19935
    (lo: Akkuwächter, lu: StepDown-Regler, r: Bleiakku)

Ob die IT-Crew diese lebensgefährliche Phase überlebt erfahrt ihr morgen 😉

[Update] OK, der Bleiakku war im Eimer und ein Podcast falsch codiert, aber sonst haben alle Akkus gehalten und Internet war dauerhaft vefügbar – fein so…

Nerd Inside