BitNotice #70 – Multimedia unter Linux – Audiobearbeitung & Composing

Viel Bild gab es in den letzten Folgen, heute ist dann auch mal der Ton an der Reihe: Mit dem Audioeditor “Audacity” lassen sich Audiodateien nicht nur aufnehmen und schneiden, sondern auch mit einer Breiten Effektpalette verbessern oder künstlerisch umgestalten. Wer lieber vollständig digital seine Musik entwerfen möchte dürfte mit LMMS fündig werden. Hier kann man neben dem Editor für Beat- und Samplesequenzen auch auf eine Vielzahl von virtuellen Synthesizern, Effektgeräten & Co zugreifen

BitBastelei #123 – Bett-Projekt Teil 4 – Matratze & Technik-Ausblick

Das Gestell war ja schon fertig, jetzt kann mit der Matratze das letzte Bauteil das Projekt abschließen. Zudem ein kurzer Blick auf vorhandene und geplante Technik in direkter Bettnähe. Damit wäre das Projekt dann auch für die nächsten Jahre hoffentlich abgearbeitet, in den nächsten Wochen sollte dann wieder mehr Elektronik folgen.

BitNotice #69 – Nacht der Technik 2014 – HwK Koblenz

Am 8. November 2014 fand zum 9. mal die “Nacht der Technik” der Handwerkskammer Koblenz statt. Zwischen 13 und 1 Uhr konnte man auf der Ausstellungsfläche sowohl neue als auch alte Technologien bewundern und ausprobieren, den zahlreichen Vorträgen, Live-Experimenten und Diskussionsrunden beiwohnen oder bei einer der künstlerischen Veranstaltungen abschalten. Dieses Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto der “digitalen Gesellschaft” und zog mehrere tausend Besucher in ihren Bann.

http://www.nachtdertechnik.de

BitBastelei #122 – AirPi: Luftmessung mit dem Raspberry Pi

Eigentlich bin ich ja der Herr, der alles mit Sensoren bestückt, doch diesmal hatte ein LUG-Kollege etwas ausgegraben: Mit dem Projekt “AirPi” erhält man die Möglichkeit eine Vielzahl von Atmosphärendaten zu sammeln. Wie man am Namen erkennen kann ist das Ganze als Shield für einen Raspberry Pi ausgeführt. Neben den “üblichen” Werten wie Temperatur und Luftfeuchte misst dieses Modul auch Luftdruck, Helligkeit, Lautstärke sowie den CO und NO?-Gehalt der Luft. So erhält man nicht nur eine Wetterstation, sondern kann auch das Raumklima bzw. die lokale Luftqualität messen. Da der eingebaute ADC noch Reserven bietet ist es auch möglich weitere Sensoren, z.B. für UV-Licht, anzuschließen.

Geliefert wird der AirPi als Bausatz, dabei sind anspruchsvolle SMD-Komponenten jedoch vorbestückt. Die übrigen Bauteile sind auch für Löteinsteiger mit etwas Geduld zu meistern. Die Werte werden von der Beispielsoftware als Text ausgegeben oder können automatisch auf der Webseite des Projektes veröffentlicht werden.

Neben dem Zusammenbau gibt es auch einige Tipps, mit denen sich Löt-Neulinge schneller zurecht finden dürften.

Korrektur: Bei 8:40 muss es in den letzten Zeilen natürlich M? und G? heißen.

Projektseite: http://airpi.es/
Aufbauanleitung: http://airpi.es/kit.php
Software: https://github.com/tomhartley/AirPi
Shop: https://www.tindie.com/products/tmhrtly/airpi-kit/

Alternative Software: https://www.cccmz.de/projekt-airpi/

Tipp-Folien aus dem Video: https://adlerweb.info/blog/tag/Cheat-Sheet

BitNotice #68 – Multimedia unter Linux – Videos konvertieren

Nachdem wir nun einige Formen kennen um Videos zu erstellen stehen wir vor dem nächsten Problem: Auch wenn viele moderne Geräte ein breites Spektrum an Codecs unterstützen passt das Format immer irgendwo nicht, wir müssen also ggf. Videos in andere Formate umwandeln. Zwar ist dies prinzipiell auch mit den gezeigten Videoeditoren möglich, die die aber meist Filter erneut anwenden oder einfache Bearbeitungen nicht effizient unterstützen empfiehlt es sich zu passenderen Programmen zu greifen. Als Auswahl zeige ich hier die grafische Lösung HandBrake sowie die eierlegende Wollmilchsau für Konsolennutzer: ffmpeg/avconv.

dd-Backupfortschritt mit pv visualisieren

Vollsicherungen gesamter Festplatten oder Partitionen lassen sich mit dem Unix-Tool “dd” schnell und einfach anfertigen. Während das Tool automatisiert wohl keine Wünsche offen lässt ist es ein wahrer Quählgeist, wenn man dringend auf die Fertigstellung eines Jobs wartet, denn eine automatische Ausgabe des Fortschirttes ist nicht vorgesehen. Zwar kann man sich hier behelfen, in dem man über den “kill“-Befehl das Signal “SIGUSR1″ an den Prozess sendet und so die Anzeige der verarbeiteten Datenmenge erzwingt, wirklich komfortabel ist dies jedoch nicht.

Senden von SIGUSR1

pv1
Um das Signal SIGUSR1 an einen Prozess zu senden sollte im ersten Schritt dessen Prozess-ID (PID) ermittelt werden, hierzu kann man in der Ausgabe “ps” nach dem zuvor gestarteten “dd“-Befehl suchen. Ich nutze zur Suche im Beispiel “grep“. Da zum Zeitpunkt des Schreenshots mehrere “dd“-Prozesse liefen suche ich zudem nach der Quelle des Testjobs (urandom).

kronos ~ # ps xa | grep "dd" | grep urandom
23204 pts/24   R+     0:24 dd if=/dev/urandom of=/dev/zero

Mit dieser ID kann man nun das Signal über den Befehl “kill” absetzen. “dd” verarbeitetet dieses Signal intern, das Programm wird hierdurch nicht beendet.

kronos ~ # kill -SIGUSR1 23204

Während auf der aktuellen Konsole keine Ausgabe erfolgt müsste dd nun einen Status ausgeben, welcher u.A. die verarbeitete Datenmenge sowie die Geschwindigkeit enthält:

162183+0 Datensätze ein
162182+0 Datensätze aus
83037184 Bytes (83 MB) kopiert, 37,7423 s, 2,2 MB/s

 

Wer sich einen übersichtlicheren und automatisierten Status wünscht kann hier mit dem Zusatztool “pv” (Pipe Viewer) nachhelfen. Statt die Daten direkt von “dd” an das Ziel schreiben zu lassen werden sie durch “pv” geleitet, welches wiederum eine statistische Auswertung anzeigt. Als Ziel kann dann über einen weiteren “dd“-Prozess wieder eine Datei oder Gerät verwendet werden, alternativ gehen natürlich auch Kompressionstools wie “gzip” oder man lässt die Daten z.B. mittels “nc” (netcat) oder “SSH” (Secure Shell) zur Speicherung an einen anderem Rechner senden.

Beispiele mit “pv

pv2

Daten in Datei speichern

dd if=/dev/lvm/vm-102-disk-1 | pv -pterabs 32g | dd of=vm-102-disk-1.img
  15GiB 0:20:34 [  19MiB/s] [12,5MiB/s] [============================================>                                                      ] 46% ETA 0:23:12

Daten über gzip komprimieren und in Datei speichern

dd if=/dev/lvm/vm-102-disk-1 | pv -pterabs 32g | gzip > vm-102-disk-1.img.gz
  15GiB 0:20:34 [  19MiB/s] [12,5MiB/s] [============================================>                                                      ] 46% ETA 0:23:12

Daten über gzip komprimieren, per SSH mit schwacher Verschlüsselung an einen anderen Rechner senden und dort in Datei speichern

dd if=/dev/lvm/vm-102-disk-1 | pv -pterabs 32g | gzip | ssh -c arcfour,blowfish-cbc backup@cautio.lan.adlerweb.info 'dd of=/var/backup/vm-102-disk-1.img.gz'
Password:
 251MiB 0:00:23 [12,6MiB/s] [10,8MiB/s] [>                                                                                                  ]  0% ETA 0:49:38

 

Wichtig hierbei ist, dass “pv” am Ende die Größe der Quelldatei/des Quellgerätes genannt wird, in diesem Fall 32 GB. Ingesamt bedeuten die Optionen folgendes:

-p Fortschrittsbalken anzeigen
-t Bisher vergangene Zeit anzeigen
-e ETA, also erwartete Restzeit, anzeigen
-r Aktuelle Datenrate, also “Geschwindigkeit”, anzeigen
-a Durchschnittliche Datenrate anzeigen
-b Bereits kopierte Datenmenge anzeigen
-s Größe der Quelle in Byte, k,m,g,… möglich

Alternative Reihenfolge zum besseren Merken: pertabs (per tabs) oder für Nutzer diverser Imageboards betraps.

Die Ausgabe ist wie folgt zu lesen:

  15GiB        0:20:34  [  19MiB/s] [12,5MiB/s] [======      ] 46% ETA 0:23:12
Kop.Datenmenge|Verg.Zeit|Datenrate|Ø Datenrate | Fortschritt      |Restzeit

Damit wäre der nervöse Admin mit beruhigenden Statistiken versorgt und weiß wie lange er sich noch gedulden muss – eine Ausrede weniger die Backups zu vernachlässigen. Natürlich kann “pv” auch für andere Konstrukte verwendet werden, welche mit einer Pipe arbeiten.

BitBastelei #121 – Bett-Projekt Teil 3 – Lattenrostersatz & Matratzenschnitt

In Teil 3 gibt’s das Halloween-Special für euch: Eine etwas ausgefallene Unterkonstruktion um eine Liegefläche zu ermöglichen. Zudem gibt’s mit einem improvisierten “Heißen Draht” (15:02) halbe Matratzen, denn so lange die Richtige Matratze noch nicht da ist muss halt etwas anderes her.

Einige Hinweise sind noch in den Annotations

  • 04:30 …welche natürlich noch verschraubt werden…
  • 11:30 Hooray for Spanplatten…Auf Dauer müssen diese zumindest Teilweise “echtem” Holz weichen. Um zu testen, ob das Ganze überhaupt praktikabel ist sollte es aber erst mal reichen.
  • 13:35 Durch die geringe Entfernung und große Auflageflächen geht die Federwirkung gegen Null, entsprechend sollte das kein Problem sein. Am Ende verhält sich der Unterbau wie ein großes Brett.
  • 13:51 Das Brett unten rechts muss übergangsweise das gebrochene Abfangen. Am Ende muss es wegen des großen Höhenunterschiedes natürlich weichen

Warning: Nerd inside