Archiv der Kategorie: PC-Kram

Meine Lieblingsbeschäftigung :)

BitBastelei #204 – Linux-Shell-Erweiterung: Powerline für Bash/vim/tmux & Co

BitBastelei #204 - Linux-Shell-Erweiterung: Powerline für Bash/vim/tmux & Co

(20.2 MB) 00:13:32

2016-07-17 10:00 🛈

Bild: https://www.adlerweb.info/blog/wp-content/uploads/2016/07/powerline-mini-300×59.pngAls Bastler arbeite ich recht viel auf der Linux-Konsole – ein mächtiges Werkzeug, aber nicht unbedingt übersichtlich. Mit dem Tool „powerline“ kann man mit überschaubarem Aufwand die Shell aufhübschen und um diverse Widgets ergänzen. Während Dinge wie Wettervorhersage für mich eher nach unnötiger Spielerei aussehen sind z.B. Statusinformationen in GIT-Ordnern oder der aktuelle Batteriezustand wertvolle Helfer.

Die Installation kann bei Arch, Gentoo und Debian über bereitgestellte Pakete erfolgen, alternativ lässt sich der distributionsunabhängige Python-Paketmanager „pip“ verwenden. Alle Installationsmethoden werden in der Doku beschrieben.

Konfigurationen

https://gist.github.com/adlerweb/14f7543479645483b01e679d7ca307b7

# Powerline
if [ -f `which powerline-daemon` ]; then
        powerline-daemon -q
        POWERLINE_BASH_CONTINUATION=1
        POWERLINE_BASH_SELECT=1
        . /usr/lib/python3.5/site-packages/powerline/bindings/bash/powerline.sh
fi
let $PYTHONPATH='/usr/lib/python3.5/site-packages'
set rtp+=/usr/lib/python3.5/site-packages/powerline/bindings/vim/
set laststatus=2
set t_Co=256
set -g default-terminal "screen-256color"
powerline-config tmux setup
{
	"segments": {
		"left": [
			{
				"function": "powerline.segments.shell.mode"
			},
			{
				"function": "powerline.segments.common.net.hostname",
				"priority": 10
			},
			{
				"function": "powerline.segments.common.env.user",
				"priority": 30
			},
			{
				"function": "powerline.segments.common.env.virtualenv",
				"priority": 50
			},
			{
				"function": "powerline.segments.shell.last_pipe_status",
				"priority": 10
			},
			{
				"function": "powerline.segments.shell.cwd",
				"priority": 10
			},
			{
				"function": "powerline.segments.shell.jobnum",
				"priority": 20
			},
			{
				"function": "powerline_gitstatus.gitstatus",
				"priority": 40
			}
		],
		"right": [
			{
				"function": "powerline.segments.shell.last_pipe_status",
				"priority": 10
			},
			{
				"function": "powerline.segments.common.vcs.branch",
				"priority": 40
			}
		]
	}
}

 

virt-manager/libvirt: Installation nicht möglich: virtlogd-sock

Beim Erstellen einer neuen VM über virt-manager erhielt ich heute folgende Meldung:

Installation konnte nicht fertiggestellt werden: «Socket-Erstellung zu '/var/run/libvirt/virtlogd-sock' fehlgeschlagen: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden»

Traceback (most recent call last):
File "/usr/share/virt-manager/virtManager/asyncjob.py", line 88, in cb_wrapper
callback(asyncjob, *args, **kwargs)
File "/usr/share/virt-manager/virtManager/create.py", line 2288, in _do_async_install
guest.start_install(meter=meter)
File "/usr/share/virt-manager/virtinst/guest.py", line 461, in start_install
doboot, transient)
File "/usr/share/virt-manager/virtinst/guest.py", line 396, in _create_guest
self.domain = self.conn.createXML(install_xml or final_xml, 0)
File "/usr/lib/python2.7/site-packages/libvirt.py", line 3777, in createXML
if ret is None:raise libvirtError('virDomainCreateXML() failed', conn=self)
libvirtError: Socket-Erstellung zu '/var/run/libvirt/virtlogd-sock' fehlgeschlagen: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden

Ursache ist das Logging, welches in einen eigenen Dienst ausgelagert wurde. Neben libvirtd muss nun auch virtlogd vor dem Start der VM geladen werden. Für systemd-Nutzer heißt das also…

systemctl start virtlogd
systemctl enable virtlogd

 

BitBastelei #203 – TP-Link WR841 Router-Unbrick mit TFTP

BitBastelei #203 - TP-Link WR841 Router-Unbrick mit TFTP

(40.1 MB) 00:10:38

2016-07-10 10:00 🛈

Geht bei der Aktualisierung eines Routers etwas schief, z.B. weil das Stromkabel gezogen wird, kann es passieren, dass sich der Router nicht mehr starten lässt. Über das Protokoll „TFTP“ lässt sich mit passender Software ein solcher Router jedoch schnell wieder reparieren.

  • IP: 192.168.0.66/24
  • Dateiname (Version 9): wr841nv9_tp_recovery.bin
  • Windows-Server: TFTPd32

Eine Kurzfassung des Videos findet sich bei Freifunk Mayen-Koblenz.

BitNotice #101 – TAN-Generator: Hotbar-Reparatur & USB-Mod

BitNotice #101 - TAN-Generator: Hotbar-Reparatur & USB-Mod

(28.5 MB) 00:01:27

2016-07-08 21:15 🛈

TAN-Generator kaputt? Na so einfach lass ich den nicht in Richtung Elektroschrott entfleuchen – dafür hatte ich damit schon zu viel Spaß. Mit etwas heißer Luft wird das vermeintlich kaputte Display wieder funktionsfähig. Und da wir schon drin sind: Ein USB-Kabel erspart zukünftig den nervigen Batteriewechsel.

Gentoo: Pakete von Distcc/pump ausnehmen

Verteiltes Kompilieren mit distcc und pump macht vor allem auf langsamen Systemen eine Menge Sinn. Leider vertragen nicht alle Pakete diese Lastverteilung, so z.B. mysql/mariadb. Um einzelne Pakete von distcc oder pump auszunehmen geht man wie folgt vor:

Folgende Dateien erstellen:

FEATURES="${FEATURES} -distcc -distcc-pump"
FEATURES="${FEATURES} -distcc-pump"

Nun ggf. den Ordner /etc/portage/package.env anlegen und dort – analog zu package.use/package.keywords/… – dateien für die Pakete anlegen, z.B.

dev-db/mariadb no-distcc-pump.conf

So wird z.B. für MariaDB der Pump-Modus abgeschaltet, distcc bleibt jedoch aktiv. Alternativ kann die ebenfalls erstellte no-distcc.conf verwendet werden um das verteilte Kompilieren komplett zu unterbinden.

BitBasics – PPTC, die selbstrückstellende Sicherung

BitBasics - PPTC, die selbstrückstellende Sicherung

(201.9 MB) 00:15:55

2016-07-03 10:00 🛈

PPTCs (polymeric positive temperature coefficient) sind kleine Bauelemente, welche ähnlich einer Sicherung funktionieren: Wird der Strom zu hoch wird die Verbindung (nahezu) unterbrochen. Der Clou: Wird die Ursache der Überlast entfernt schaltet sie sich selbst wieder ein. Wermutstropfen: Sie sind nur für kleinere Spannungen erhältlich, der abschaltbare Strom ist limitiert und die Auslösung sehr träge. Bauteile mit diesem Prinzip werden auch unter den Namen PFRA, Polyswitch, Multifuse, Polyfuse oder Everfuse vertrieben.

BitNotice #100 – Mailbag: Keramiksicherungen

BitNotice #100 - Mailbag: Keramiksicherungen

(22.4 MB) 00:02:13

2016-07-01 20:04 🛈

Keramiksicherungen, 5x20mm, 100er-Pack (10A/500mA)
Quelle: „POWER MA’s store„, je ~6,50€

BitNotice #99 – Mailbag: Spatel

BitNotice #99 - Mailbag: Spatel

(51.7 MB) 00:03:23

2016-06-30 20:46 🛈

Aufhebeln muss man immer mal was – und ich möchte nicht ständig passendes Werkzeug ausleihen müssen. Der Asiate liefert wie üblich: Für 4,20€ und 10 Teilen hatte „BASEUS Flagship Shop“ bei der Bestellung den besten Preis.

Gentoo: OpenSSL ohne ECDHE

Unter Gentoo unterstützt OpenSSL standardmäßig kein ECDHE, welches für aktuelle Crypto kaum wegzudenken ist. Ursache sind die Lizenzbestimmungen bzw. Patente: Teile der Quellen dürfen ausschließlich als Sourcecoude verteilt werden und müssen daher aus vorkompilierten Teilen wie z.B. der Stage3 entfernt werden. Dieses entfernen wird über die USE-Flag „bindist“ (Binary distribution) gesteuert, welche standardmäßig eingeschaltet ist. Um OpenSSL mit EC-Cryoto zu bauen muss bindist entfernt werden – z.B. durch ein „-bindist“ in der globalen make.conf. Nach rebuild von OpenSSL und OpenSSH (sowie ggf anderer Abhängigkeiten und darauf aufbauende Software wie der Webserver) per

emerge -vuaDN openssl openssh

sollte die Crypto auch unter Gentoo verfügbar sein.

Synergy 1.7.6 (Pro) unter Gentoo nutzen

Synerwas?

Synergy ist eine Software um eine Tastatus/Maus-Kombination mit mehreren Rechnern nutzen zu können. Bewegt man z.B. die Maus am Haput-PC an den rechten Bildschirmrand steuert man fortan den danebenstehenden Laptop. Sehr praktisch, wenn man viele Systeme nebeneinander stehen hat. Alles konfigurierbar, versteht sich.

Leider hat die Software einen faden Beigeschmack: Zwar ist der Kern Open Source (GPL), wird vom Hersteller aber nur noch gegen Geld zum Download angeboten. Neue Funktionen sind ebenfalls nur noch mit DRM-online-Aktivierung verfügbar und während die Anpassung an neue Betriebssysteme soweit zügig von statten geht ist die Stabilität in meinen Augen eher auf dem absteigenden Ast.

Wie auch immer: Ich komme nicht drumrum. An einem Arbeitsplatz stehen 4 Rechner nebeneinander und ich habe keinen Nerv ständig die Tastaturen zu wechseln. Da ich dank einer Spende aus Full-Open-Source-Zeiten einen Zugang zu den Downloads habe und meine bisherige Version mit Windows 10 und Server 2016 einige Probleme hat heißt es Aktualisieren.

TLS? Proxy? WTF?

Also rauf auf die Webseite, Login-Formular ausgefüllt und … man landet auf einer HTTP-Seite. Auf der das Login-Cookie unverschlüsselt durch die Gegend geht. Great.

Weiter mit dem Windows-Setup. Installieren, aktivieren. Immerhin: Bei der Aktivierung wird offenbar die OS-API verwendet und der Request augenscheinlich per TLS mit OCSP-Abfrage über den Systemproxy übermittelt. Beim anschließenden Download der Plugins ist dann jedoch Schluss: Direktes CONNECT ohne Möglichkeit einen Proxy einzustellen. Ohne direkten Internetzugriff am Rechner also nicht viel Möglichkeiten.

Konfigurationsterror

Die Konfiguration gestaltet sich mühselig, da Dienst und GUI ständig abstürzten. Letztendlich griff ich auf den Texteditor für die Konfigurationsdatei zurück. Das ging in der Vorversion rigendwie besser. Immerhin: Im Betrieb scheint es bisher stabil zu funktionieren.

Linux? Eat my binary!

Etwas mehr Probleme hatte ich jedoch mit Linux: Im Konstrukt ist ein Gentoo-Rechner, welcher ebenfalls gesteuert werden soll. Die aktuelle Version ist dank GPL über Portage verfügbar und schnell kompiliert und installiert. Nach Eingabe meiner Zugangsdaten verwandelt sie sich nach kurzem Plugin-Download zur Pro-Version. Immerhin. Nur Verbinden geht nicht.

Auslöser ist die Pro-Version: Diese kann – im Gegensatz zum OSS-Kern – eine Verschlüsselte Verbindung zwischen den beteiligten Rechnern nutzen, sodass nicht jeder Netznutzer alle Tastenanschläge mitlesen kann. Dieses Pro-Feature ist jedoch nicht in den Quellcodes vorhanden sondern wird als „Plugin“ bei der Installation heruntergeladen und in ~/.synergy/plugins/ deponiert. Plugin heißt hierbei .so-Library. In Binär. Natürlich gelinkt gegen Bibliotheken bzw. Dateinamen, die ich nicht habe.

Konkret geht es um folgende Liste:

  • linux-vdso.so.1
  • libpthread.so.0
  • libcurl.so.4
  • libSM.so.6
  • libICE.so.6
  • libXtst.so.6
  • libX11.so.6
  • libXext.so.6
  • libXinerama.so.1
  • libXrandr.so.2
  • libXi.so.6
  • libssl.so.10
  • libcrypto.so.10
  • libdl.so.2
  • libstdc++.so.6
  • libm.so.6
  • libgcc_s.so.1
  • libc.so.6
  • libidn.so.11
  • libldap-2.4.so.2
  • liblber-2.4.so.2
  • libresolv.so.2
  • libgnutls.so.28
  • libgcrypt.so.20
  • libz.so.1
  • libuuid.so.1
  • libxcb.so.1
  • libXrender.so.1
  • libtasn1.so.6
  • libnettle.so.6
  • libhogweed.so.4
  • libgmp.so.10
  • libgpg-error.so.0
  • libXau.so.6
  • libXdmcp.so.6

Die Libraries selbst sollten auf einem Desktop-System meist vorhanden sein, nachinstallieren musste ich jedenfalls bei mir nichts. Problematisch waren jedoch libssl.so.10 und libcrypto.so.10 – diese sind unter Gentoo nicht verfügbar und dürften sich auf OpenSSL mit einer Version >= 1.0 beziehen. Die Dateibenennung scheint dabei von Debian(?) zu stammen und wird bei Gentoo anders durchgeführt. Da hierdurch das Plugin nicht lädt wird es ignoriert und die Verbindung zu dem bereits eingerichteten Windows-Clients schlägt, wegen der fehlenden Cryptofunktion, fehl. Zwar erscheint dies auch im Synergy-Log, versteckt sich aber zwischen den ganzen Connect-Nachrichten und ist schnell zu übersehen:

ERROR: failed to load plugin 'libns.so', error: libcrypto.so.10: cannot open shared object file: No such file or directory

Als Quick’n’Dirty-Workarround habe ich bei mir die angemeckerten Dateinamen als Symlink auf die echten OpenSSL-Files angelegt.

cat /usr/lib64/
ln -s libssl.so.1.0.0 libssl.so.10
ln -s libcrypto.so.1.0.0 libcrypto.so.10

Zumindest für’s erste ist hiermit das Plugin funktionsfähig und die Software wieder nutzbar. Sonderlich schön ist es trotzdem nicht.