Schlagwort-Archive: Solar

BitBastelei #173 – Arduino Solar-Monitor

Vor etwas längerer Zeit hatte ich einen USBASP mit ATMega8 zusammen mit diversen Stromsensoren ein Solarmonitoring gerbaut. Bis auf etwas bessere Befestigungen lief das System bisher fehlerfrei, jedoch muss nur für das Monitoring ein Netbook laufen um die Daten per USB anzunehmen und auf den Netzwerkanschluss weiterzuleiten. Da ohnehin eine Erweiterung ansteht machen wir es direkt richtig: Der USBASP wird durch einen deutlich größeren ATMega ersetzt, mit mehr Strom- und Spannungssensoren versorgt und erhält letztendlich eine passende Netzwerkkarte um die Daten ohne Umweg an meinen Server zu senden.

BitBastelei #163 – Dell PowerConnect 2724 12V-Umbau

Und wieder ein Bauteil, welches an die Solaranlage soll: Ein alter 24-Port-Switch der Serie Dell PowerConnect-Serie. Leider intern nicht auf 12V wie der bereits umgestellte SMC-Switch, aber auch das sollte sich wohl lösen lassen.

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Konstante kWh über die Solaranlage

Etwa 1.5-2kWh lassen sich pro Tag realistisch gesehen mit der momentanen Ausstattung meiner Solaranlage und wolkenlosem Himmel abdecken – wenn man sie denn konsequent auslastet. In den meisten Fällen ist dies nur am Wochenende der Fall, denn nur da bin ich tagsüber zu Hause und nutze energieintensive Geräte wie den Laptop oder stecke die Tiefkühltrue beaufsichtigt an den Inverter des Solarsystems um den Überschuss im Griff zu halten. In der Woche durch ist meist nach wenigen Stunden der Akku voll und die Solaranlage wird massiv gedrosselt. Immer wieder hatte ich seit letztem Sommer weitere Geräte auf meine 12V-Solaranlage umgestellt und auch mein Verhalten angepasst – mit Erfolg: In den letzten Tagen waren konstant mehr als 1kWh in den Statistiken zu sehen – trotz Wochentag. Wichtige Bausteine waren sicher die Umstellung weiterer Dauerläufer wie den Netzwerkverteilern sowie die Tatsache, dass ich nun abends den Laptop mit dem internen Akku betreibe und ihn morgens pünktlich zum Sonnenaufgang an das Ladegerät verfrachte.

Etwas Luft ist noch: Auch jetzt ist bei wolkenlosem Himmel noch Drosselung erkennbar, hier wird dann aber langsam etwas mehr Steuerung und aufwändigere Netzteile erforderlich. Genug Bastelspaß für die nächste Zeit. Erst mal wird jedoch das Verteilernetz erweitert werden müssen – die bisherigen Verteiler stoßen zu Spitzenzeiten langsam an ihre Grenzen, vor den nächsten Erweiterungen müssen hier also noch ein paar Gramm Kupfer nachgerüstet werden.

EEG-Umlage – Antwort von MdB Nahles

Auf meine Anfrage bzgl. der EEG-Umlage traf soeben eine Antwort aus dem Büro der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, ein:

Sehr geehrter Herr Knodt,

besten Dank für ihre kritische Mail zum EEG.

Wie sie sicherlich mitbekommen haben, befindet sich das Gesetzesvorhaben auf der Zielgeraden. Dennoch ist es noch längst nicht in trockenen Tüchern, so gibt es noch zahlreiche Einwände der EU-Kommission. Auch die Einwände der Bürgerinnen und Bürger sind vielfältig und zahlreich und werden von unserer Fraktion sehr ernst genommen. In der Sache hat sich gestern Abend sogar der Koalitionsausschuss getroffen. Wir als SPD-Fraktion im Bundestag bekommen sehr viele Zuschriften in der Sache und sind mit den Einwänden vertraut. Deswegen haben wir heute am Spätnachmittag noch eine außerordentliche Fraktionssitzung nur zum EEG, wo auch Ihre Bedenken sicherlich noch einmal vorgetragen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Nahles

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Büro Andrea Nahles, Mitglied des Deutschen Bundestages
Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Deutscher Bundestag
11011 Berlin
030/227 78500
andrea.nahles@bundestag.de
www.andreanahles.de

Zugegeben, klingt etwas nach Textblock, aber ofenbar ist man sich – wie in den letzten Tagen ja auch schon aus den Medien zu vernehmen war, der Kritik bewusst. Auch ist es nicht immer selbstverständlich überhaupt eine Antwort zu erhalten. Ob man die Kritik am Ende beachtet steht natürlich auf einem anderen Blatt…

Neuregelung des Eigenverbrauchs in der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

In kürze Berät der Bundestag über eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welche vor allem für Eigenverbraucher teuer werden könnte: Bisher werden viele netzgekoppelte Anlagen auch zum Eigenverbrauch genutzt – der Solarstrom wird erst ins Hausnetz eingespeist und versorgt die lokalen Verbraucher. Nur wenn Strom übrig ist wird dieser in das öffentliche Stromnetz eingespeist und vergütet. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Der selbst erzeugte Strom ist günstiger als jener aus den öffentlichen Netzen, zudem muss bei einer großen Anzahl solcher Anlagen weniger Strom aus zentralen Kraftwerken über weite Strecken transportiert werden, es sind also weniger Stromtrassen notwendig.

Mit der Neuregelung soll ein solcher Eigenverbrauch für neue Anlagen mit 40% der EEG-Umlage, also derzeit 2,5 Cent, belastet werde. Anders gesagt: Wer Strom spart bzw. die Netze durch umweltfreundlich erzeugten “Lokalstrom” entlastet soll zahlen. Ich bin der Meinung, dass dies den Bemühungen um eine Energiewende entgegen läuft. Basierend auf einer Vorlage des Photovoltaikforums, welchen ich an dieser Stelle für Ihre Arbeit danken möchte, ging folgender Brief an die MdBs meines Wahlkreises raus.

Sehr geehrte Frau Nahles,
Sehr geehrte Frau Heil,

unter anderem in der FAZ vom 12. Juni war unter dem Titel “Eigenerzeuger müssen Ökostromumlage zahlen” zu lesen, dass in den kommenden Tagen wichtige Details zur Eigenstromerzeugung zu klären sind. Hierzu möchte ich Ihnen meine Sicht als indirekt betroffener Bürger ihres Wahlkreises darlegen.

Mit der Förderung von Ökostromanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde das Ziel verfolgt, „im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern“ (§1 (1) EEG 2009).

Eine Versteuerung des Eigenverbrauchs stellt in meinen Augen – unabhängig von den geäußerten verfassungsrechtlichen Bedenken [1][2][3] – eine Untergrabung der o.g. Bemühungen zur Energiewende dar. Sich mit Strom teilweise selbst zu versorgen, ist nichts anderes, als den Bezug aus den öffentlichen Netzen zu verringern. Das ließe sich auch erreichen, indem man stromintensive Geräte wie Gefriertruhen, Kühlschränke und Spülmaschinen durch stromsparende A++-Modelle ersetzt. Zudem stellt sich mir die Frage der Gleichbehandlung, da durch die Richtlinie lediglich ein Teil der Anlagen schlechter gestellt würde – Inselanlagen wie z.B. in Ferien- und Gartenhäusern oder technisch ähnlich aufgebaute Rückgewinnungsanlagen in Solar- bzw. Hybridfahrzeugen werden auf Grund der Abstinenz des Übertragungsnetzes jedoch nicht erfasst.

Strom aus Photovoltaikanlagen ist heute günstiger als jener aus der Steckdose. Dies gilt nicht nur für Haushalte, sondern auch für viele Unternehmen. Es lohnt sich, Strom zu erzeugen und ihn direkt vor Ort zu verbrauchen. Diese lokale Erzeugung entlastet nicht nur die Umwelt sondern auch die Stromnetze – das Dilemma des langsamen Ausbaus der Übertragungsnetzkapazitäten wird damit deutlich entschärft. Der Eigenverbrauch schafft Anreize, Ort und Größe von Neuanlagen entsprechend des eigenen Bedarfs auszurichten. Es ist daher kontraproduktiv, diesen örtlichen Allokationsanreiz zu reduzieren. Genau das geschieht aber, wenn auf selbst erzeugten und verbrauchten Strom EEG-Umlage zu zahlen ist – Investitionen in Photovoltaik und auch in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen verlieren an Wirtschaftlichkeit. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Erreichen der Klimaziele, sondern natürlich auch auf Betriebe und ihre Arbeitnehmer. Die Zahl der Beschäftigten in der Photovoltaik hat sich bereits innerhalb von zwei Jahren auf 55.000 halbiert. Auch in meinem Umfeld, also ihrem Wahlkreis, wurden diverse Umstellungen auf umweltverträglichere Anlagen auf Grund der Unsicherheiten ausgesetzt.

Inwieweit die Belastung des Eigenverbrauchs von Solarstromanlagen die EEG-Umlage auf ihrem heutigen Niveau hält, ist zudem umstritten: Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat errechnet, dass ein Durchschnittshaushalt gerade einmal um 0,78 Euro im Jahr entlastet wird, wenn Betreiber neuer Photovoltaikanlagen auf den selbst genutzten Strom 50 Prozent der EEG-Umlage zahlen. Auf ähnliche Werte kommt ein Gutachten des ZSW, des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), der Bosch & Partner GmbH sowie der GfK SE, welches von der Bundesregierung selbst in Auftrag gegeben wurde. Auf der anderen Seite kommt auf die Übertragungsnetzbetreiber ein hoher Aufwand bei der Rechnungsstellung gegenüber den Eigenverbrauchern zu – und nicht zu vergessen die auf Dauer zusätzlich notwendigen Netzkapazitäten durch steigenden Energiebedarf und den Wegfall zukünftiger Eigenverbrauchsanlagen. Diese Kosten werden wiederum auf den Strompreis umgelegt. Es stellt sich die Frage nach Aufwand und Nutzen.

Abschließend möchte ich dafür plädieren, dass sie sich im Bundestag für eine Beseitigung der unklaren Aussagen in Bezug auf den Eigenverbrauch einzusetzen und tragfähige Geschäftsmodelle in Richtung einer ökologisch wertvollen Investition sowie aktiven Umweltschutz durch die Bürger nicht weiter zu hemmen.

Mit freundlichen Grüßen,
Florian Knodt

BitBastelei #97 – Wavemaster 240: Poti-Reparatur & 12V-Umbau

Die Wavemaster 240 war in den 90ern der Geheimtipp wenn es um guten Höhrgenuss zum kleinen Preis ging: Ein satter, nicht schäpperndern Sound in einem 25€-Stereo-System findet man nur selten. Leider nagt auch hier der Zahn der Zeit: Es kratzt.

Eigentliche Aufgabe: Zerlegen, Potentiometer reinigen und wieder die Nachbarn beschallen – aber wie das halt so ist wenn ich einen passenden Trafo sehe: Da kann man ja auch noch schnell auf 12V-Versorgung umbauen…

Freizeit-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCIRm0U0j5DN_6unBL4qdo8g

BitBastelei #87 – Solarverteilung mit BS 1363

Die bisher von mir verwendeten Zigarettenanzünder-Verteiler sind zwar praktisch, durch ihren Aufbau machen sie aber bei höheren Strömen wie z.B. Laptopladegeräten gerne Probleme – mit dem BS 1363 (aka. “Englischer Stromstecker”) sollte es hoffentlich besser werden.