Archiv der Kategorie: PC-Kram

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BitBastelei #223 – 10€ IP-Kamera – viel Kommunikation für wenig Geld (Hi3516C)

BitBastelei #223 - 10€ IP-Kamera - viel Kommunikation für wenig Geld (Hi3516C)

(274.5 MB) 00:52:48

2016-12-18 11:00 🛈

Bei einigen Preisen kommt – trotz Bullshitverdacht – doch die Neugier in mir hoch, so auch als eine IP-Kamera für gerade mal 10€ durchtickerte. Jene Geräte waren zuletzt durch ihre massenhafte Übernahme durch das „Mirai“-Botnet auffällig geworden. 720p, vernunftige Framerate, Nachtsicht und mit Outdoor-Bildern in der Beschreibung – für den Preis ein üppiges Versprechen. Auf den ersten Blick sieht Sie sogar recht gut verarbeitet aus – schaut man jedoch darauf wie und wohin die Kamera kommuniziert wird schnell klar, dass sie besser nicht ungeschützt ins Netz sollte.

Amdroid/CM: Eingehende SMS werden nicht angezeigt

Die Älteren unter euch können sich eventuell erinnern: SMS. Ein System um Textnachrichten an Mobiltelefone zu senden. Begrenzte Textlänge, hohe Gebühren und nicht verschlüsselt. Eigentlich heute Obsolet, aber einige Anbieter denken immer noch, dass dieses Verfahren modern sei – auch wenn es seit fast 7 Jahren als unsicher eingestuft wird. Hallo Banken. Es kam wie es kommen musste: Ich sah mich genötigt ein Produkt über eine dieser Gesellschaften zu bezahlen und – nichts. Während die Webseite freudig vermeldete, dass ich eine passende TAN erhalten hätte machte mein Handy keinen Mucks. Toll, ich hab ein Zahlungsziel. Aber auch nichts ungewöhnliches – im Telefonica-Netz kommt es ja nicht unbedingt selten zu Störungen, also warten wir halt.

Einige Stunden später noch immer nichts, also müssen wir wohl selbst Hand anlegen. Erste Anlaufstelle: Test-SMS senden. Gar nicht so einfach, denn SMS-Funktion hab ich eigentlich auf keinem anderen Gerät mehr installiert. Glücklicherweise habe ich noch einen „echten“ Telefonanschluss ohne VoIP und konnte daher per Modem ein SMS-Gateway erreichen. Allerdings ohne Erfolg. Also machen wir mal ein altes Handy fit und versuchen es da – woho, SMS. Es muss also an meinem Endgerät liegen.

Per ADB zeigt sich nach einigem (teuren) Geteste folgender Fehler:

12-14 11:07:05.216  3179  5307 W MmsSmsDatabaseHelper: Upgrading database from version 64 to 67.
12-14 11:07:05.216  3179  5307 E SQLiteLog: (1) table sms_restricted already exists
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper: table sms_restricted already exists (code 1): , while compiling: CREATE VIEW sms_restricted AS SELECT * FROM sms WHERE type=1 OR type=2;
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper: android.database.sqlite.SQLiteException: table sms_restricted already exists (code 1): , while compiling: CREATE VIEW sms_restricted AS SELECT * FROM sms WHERE type=1 OR type=2;
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteConnection.nativePrepareStatement(Native Method)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteConnection.acquirePreparedStatement(SQLiteConnection.java:889)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteConnection.prepare(SQLiteConnection.java:500)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteSession.prepare(SQLiteSession.java:588)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteProgram.<init>(SQLiteProgram.java:58)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteStatement.<init>(SQLiteStatement.java:31)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteDatabase.executeSql(SQLiteDatabase.java:1677)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteDatabase.execSQL(SQLiteDatabase.java:1608)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at com.android.providers.telephony.MmsSmsDatabaseHelper.upgradeDatabaseToVersion66(MmsSmsDatabaseHelper.java:1721)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at com.android.providers.telephony.MmsSmsDatabaseHelper.onUpgrade(MmsSmsDatabaseHelper.java:1466)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteOpenHelper.getDatabaseLocked(SQLiteOpenHelper.java:256)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.database.sqlite.SQLiteOpenHelper.getReadableDatabase(SQLiteOpenHelper.java:187)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at com.android.providers.telephony.SmsProvider.query(SmsProvider.java:160)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.content.ContentProvider.query(ContentProvider.java:1020)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.content.ContentProvider$Transport.query(ContentProvider.java:239)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.content.ContentProviderNative.onTransact(ContentProviderNative.java:112)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper:  at android.os.Binder.execTransact(Binder.java:565)
12-14 11:07:05.218  3179  5307 E MmsSmsDatabaseHelper: Destroying all old data.

Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor… Schade, dass der Fehler nicht in der GUI erscheint und man so vermutet, dass alles ohne Störung funktionieren würde. Also löschen wir auch hier die kaputte Datenbank. Leider nicht ganz so einfach, denn zu dieser Meldung schweigen sich die Suchmaschinen aus und auch im Log wird der Dateiname der betroffenen Datenbank leider nicht erwähnt. Abhilfe schafft „Self Rubber Ducking“ , welcher augenscheinlich sehr von Migrationscode angetan ist. Fündig wurde ich dann im Ordner, welcher sich auch schon bei der Telefonie als Verursacher zeigte – hätte man drauf kommen können. Meh.

Also – leicht angepasst:

adb shell
su -
rm -rf /data/user_de/0/com.android.providers.telephony/databases/mmssms.*

Nach einem Reboot kann dann auch der Fintechler wieder mit mir kommunizieren. Ich wäre ja dafür langsam mal offene Standards für sowas zu schaffen – sowas wie U2F mit angezeigten Transaktionsdaten…

Amdroid/CM: com.android.phone force-close nach Update

Ja, schmutzig ist praktisch – zumindest wenn es um Updates geht. Obwohl die meisten Entwickler empfehlen möglichst bei jedem Update mit einem frischen System zu beginnen versuche ich meine Daten so lange wie möglich mitzuschleifen („Dirty Flash“) – leider gibt es noch immer unzählige Apps, welche keine brauchbare Backup-Funktion bieten und auch systembasierte Lösungen wie Titanium Backup sind leider nicht unfehlbar.

Zuletzt war ich etwas nachlässig – mein Handy war noch auf Version 2, aktuell Version 9 meiner aktuellen ROM. Zeit zum Aktalisieren, vor allem da Dirty Cow gerade bekannt wurde.

Also, Sideload drüber und – narf. „Telefon reagiert nicht mehr“. Gemeint ist hierbei die Telefon-App, also jene, welche Sprachtelefonie ermöglicht. Brauch ich zwar normal nicht, aber die Popups nerven doch etwas.

Über ADB ließ sich folgendes im Log erspähen:

12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime: FATAL EXCEPTION: main
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime: Process: com.android.phone, PID: 3708
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime: java.lang.IllegalArgumentException: column 'user_network_mode' does not exist
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at android.database.AbstractCursor.getColumnIndexOrThrow(AbstractCursor.java:333)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at android.database.CursorWrapper.getColumnIndexOrThrow(CursorWrapper.java:87)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at com.android.internal.telephony.SubscriptionController.getSubInfoRecord(SubscriptionController.java:293)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at com.android.internal.telephony.SubscriptionController.getSubInfoUsingSlotIdWithCheck(SubscriptionController.java:1631)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at com.android.internal.telephony.SubscriptionInfoUpdater.updateSubscriptionInfoByIccId(SubscriptionInfoUpdater.java:593)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at com.android.internal.telephony.SubscriptionInfoUpdater.handleSimLoaded(SubscriptionInfoUpdater.java:421)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at com.android.internal.telephony.SubscriptionInfoUpdater.handleMessage(SubscriptionInfoUpdater.java:338)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at android.os.Handler.dispatchMessage(Handler.java:102)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at android.os.Looper.loop(Looper.java:154)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at android.app.ActivityThread.main(ActivityThread.java:6140)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at java.lang.reflect.Method.invoke(Native Method)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at com.android.internal.os.ZygoteInit$MethodAndArgsCaller.run(ZygoteInit.java:888)
12-06 16:43:32.820  3708  3708 E AndroidRuntime:        at com.android.internal.os.ZygoteInit.main(ZygoteInit.java:778)

Dankenswerterweise gibt es einen passenden Post von Daan, welcher die Ursache genau beschreibt und einen passenden Befehl zum zurücksetzen der defekten Datenbank anbietet. Hierbei gehen ggf. Einstellungen verloren, diese muss man ggf. später von seiner Datensicherung wieder einspielen.

adb shell
su -
rm -rf /data/user_de/0/com.android.providers.telephony/databases/telephony.*

Nach dem Befehl war dann Ruhe und sogar das telefonieren funktioniert wieder. Fein.

BitBastelei #222 – USB Power Monitor – Hardware-Überlegungen

BitBastelei #222 - USB Power Monitor - Hardware-Überlegungen

(151.3 MB) 00:18:22

2016-12-11 11:00 🛈

Den USB Charger-Doctor und seine Gefährten dürften die meisten von euch kennen. Die kleinen Geräte können Spannung und Strom eines USB-Anschlusses messen und anzeigen. Leider fehlen mir ein paar Funktionen wie z.B. ein PC-Anschluss um die Daten aufzeichnen zu können. Also: Bauen wir uns selbst einen.

Ergänzungen:

Einem aktuellen Video von Hugatry’s HackVlog nach sollte sich auch Qualcomm Quick Charge erkennen lassen (EN):
https://www.youtube.com/watch?v=UYRZ0t5eyjE

Etwa zeitgleich hat auch Great Scott Labs ein ähnliches Gerät gebaut. Er nutzt statt einer PC-Anbindung eine SD-Karte zum aufzeichnen (EN):
https://www.youtube.com/watch?v=lrugreN2K4w

BitBasics OLED: Unterschiede & Ansteuerung mit Arduino

BitBasics OLED: Unterschiede & Ansteuerung mit Arduino

(255.3 MB) 00:25:41

2016-12-04 11:00 🛈

OLEDs werden in letzter Zeit auch bei vielen Bastlern immer beliebter. Statt einer Pixelmatrix mit Flüssigkristallen und externer Beleuchtung sorgen hier organische Komponenten für selbstleuchtende Bildpunkte. Durch die Technologie erreichen sie einen hohen Kontrast und sind auch draußen gut lesbar. Wer sich nicht durch die geringe Lebensdauer abschrecken lässt wird meist bei einem der zahlreichen 0.96″-Modulen mit 124×64 Pixeln und SSD1306-Controller landen. Mit diesen muss man sich nicht mit den zahlreichen Pins des Displays abmühen, sondern erhält einen fertigen Datenanschluss wie z.B. I²C.
Für die Ansteuerung unter Arduino muss man sich dabei nicht erst in das Datenblatt des OLED-Controllers einlesen, sondern kann auf eine der zahlreichen Libraries zurückgreifen. Die vermutlich bekannteste ist U8G2, Nachfolger der beliebten U8GLib. Mit diesen lassen sich Texte und Grafiken mit nur wenig Zeilen ausgeben.

BitBastelei #221 – Transistor-Tester „T4“ mit Grafik-LCD

BitBastelei #221 - Transistor-Tester "T4" mit Grafik-LCD

(231.4 MB) 00:18:45

2016-11-27 11:00 🛈

Vor einiger Zeit hatte ich einen Transistor-Tester-Bausatz vorgestellt, welcher – wie der Name schon sagt – Transistoren prüft, deren Pinout ermittelt und auch Widerstände, Spulen und Kondensatoren messen kann. Inzwischen hat sich einiges getan und diverse neue Versionen sind auf dem Markt aufgetaucht. Das heutige T4-Modell nutzt statt des bisherigen 16×4-Zeichen-LCD (CLCD) ein grafisches Display (GLCD), welches gleich die passenden Schaltzeichen anzeigen kann. Für 6€ kann man nicht viel falsch machen und optisch schneller zu erfassende Anzeige klingt gut – werfen wir mal einen Blick darauf.

Wie auch schon der Vorgänger basiert das Modul auf der Arbeit von Markus Frejek, Karl-Heinz Kübbeler und den Helfern aus dem mikrocontroller.net-Forum.

Links zum Thema:

 

Windows/GPG/Smartcard – GPG mit Powershell bei SC-Verbindung neu starten

Beim Thema E-Mail-Verschlüsselung ist GPG weit verbreitet. Die Gundfunktionen sind z.B. mit Thunderbird und Enigmail oder gar eine Appliance auch für Einsteiger nutzbar und durch das WoT erstpart man sich die Abhängigkeit von – teils Zweifelhaften – zentralen Zertifizierungsstellen. Ich selbst nutze seit einiger Zeit keinen Softwareschlüssel sondern ein dediziertes HSM (Hardware Security Module) in Form eines YubiKey. Hiermit befindet sich der Key nicht mehr auf dem PC und auch die Verschlüsselung/Signierung läuft in Teilen auf dem Prozessor des YubiKey. Was unter Linux ohne große Änderungen funktioniert macht bei Windows eher wenig Spaß. Zwar ist auch GPG4Win in der Lage mit CryptoCards & Co umzugehen, häufiges Ein- und Ausstecken führt jedoch schnell zu einem hängenden GPG-Agent oder Absturzen der scdaemon.exe (GPG SmartCard Daemon). Einzige Abhilfe: Alle GPG-Prozesse beenden und neu starten. Da Verschlüsselung und Windows ohnehin eher selten zu finden ist sind auch Informationen dazu dünn gesät. Da ich teilweise um das System aus Redmond nicht herum komme und ein Fix in GPG4Win nicht in Sichtweite ist muss also wieder einmal der Holzhammer her: Irgendwie muss beim Einstecken des USB-Gerätes das GPG-System zurückgesetzt werden.

Also frisch ans Werk. Als Sprache soll mal wieder Powershell herhalten – direkt verfügbar, halbwegs systemnah, sollte passen. Über WMI kann man sich auch über ab- und angesteckte Geräte informieren lassen. Leider konnte ich keine Möglichkeit finden weitere Infos wie z.B. Hersteller oder Treiber gleich mit zu erhalten. Da sonst eher wenig Gerätefluktuation zu erwarten ist ziehe ich die „passt scho“-Karte und werde das GPG-System bei jedem neu auftauchenden Gerät einmal zurücksetzen.

#Requires -version 2.0
Register-WmiEvent -Class Win32_DeviceChangeEvent -SourceIdentifier deviceChange
write-host (get-date -format s) " Beginning script..."
do {
    $newEvent = Wait-Event -SourceIdentifier deviceChange
    $eventType = $newEvent.SourceEventArgs.NewEvent.EventType
    $eventTypeName = switch($eventType) {
        1 {"Configuration changed"}
        2 {"Device arrival"}
        3 {"Device removal"}
        4 {"docking"}
    }
    write-host (get-date -format s) " Event detected = " $eventTypeName

    $newEvent.SourceEventArgs.NewEvent | fl

    if ($eventType -eq 2) {
            write-host (get-date -format s) " Starting task in 3 seconds..."
            start-sleep -seconds 3
            taskkill /T /F /IM gpg-agent.exe
            taskkill /T /F /IM scdaemon.exe
            taskkill /T /F /IM kleopatra.exe

            start -FilePath 'C:\Program Files (x86)\GNU\GnuPG\gpg-agent.exe' -ArgumentList '--daemon' -WorkingDirectory 'C:\Program Files (x86)\GNU\GnuPG\' -LoadUserProfile -WindowStyle Minimized
    }
    Remove-Event -SourceIdentifier deviceChange
} while (1-eq1) #Loop until next event
Unregister-Event -SourceIdentifier deviceChange

Das Grundkonstrukt selbst scheint von Andy.L13 zu stammen, die kläglichen versuche von Mass-Storage auf andere USB-Geräte umzustellen stammen von mir. In Zeile 24 kann man für WindowStyle statt Minimized auch Hidden nutzen um das Ganze im Hintergrund laufen zu lassen – ich bevorzuge ein optisches Feedback. Das Script kann passend in Autostart oder als geplanter Task verstaut werden.

Sicher keine saubere Lösung, aber „works for me“.


Edit: Stackoverflow (bzw warriorpostman) liefert

Das folgende Script reagiert nur noch auf den vom YubiKey emulierten Smartcard-Reader. Das Objekt $Event.SourceEventArgs.NewEvent.TargetInstance sieht wie folgt aus – die Informationen für’s Query sollten sich im Gerätemanager finden lassen:

__GENUS                     : 2
__CLASS                     : Win32_PnPEntity
__SUPERCLASS                : CIM_LogicalDevice
__DYNASTY                   : CIM_ManagedSystemElement
__RELPATH                   : Win32_PnPEntity.DeviceID="USB\\VID_1050&PID_0116&MI_02\\6&***&0&0002"
__PROPERTY_COUNT            : 24
__DERIVATION                : {CIM_LogicalDevice, CIM_LogicalElement, CIM_ManagedSystemElement}
__SERVER                    : TESTRECHNER
__NAMESPACE                 : root\CIMV2
__PATH                      : \\TESTRECHNER\root\CIMV2:Win32_PnPEntity.DeviceID="USB\\VID_1050&PID_0116&MI_02\\6&***&0&0002"
Availability                : 
Caption                     : Microsoft Usbccid-Smartcard-Leser (WUDF)
ClassGuid                   : {50dd5230-ba8a-11d1-bf5d-0000f805f530}
CompatibleID                : {USB\Class_0b&SubClass_00&Prot_00, USB\Class_0b&SubClass_00, USB\Class_0b}
ConfigManagerErrorCode      : 0
ConfigManagerUserConfig     : False
CreationClassName           : Win32_PnPEntity
Description                 : Microsoft Usbccid-Smartcard-Leser (WUDF)
DeviceID                    : USB\VID_1050&PID_0116&MI_02\6&***&0&0002
ErrorCleared                : 
ErrorDescription            : 
HardwareID                  : {USB\VID_1050&PID_0116&REV_***&MI_02, USB\VID_1050&PID_0116&MI_02}
InstallDate                 : 
LastErrorCode               : 
Manufacturer                : Microsoft
Name                        : Microsoft Usbccid-Smartcard-Leser (WUDF)
PNPDeviceID                 : USB\VID_1050&PID_0116&MI_02\6&***&0&0002
PowerManagementCapabilities : 
PowerManagementSupported    : 
Service                     : WUDFRd
Status                      : OK
StatusInfo                  : 
SystemCreationClassName     : Win32_ComputerSystem
SystemName                  : TESTRECHNER
PSComputerName              : TESTRECHNER

Ich werde mich am Service WUDFRd (aka Gerät mit Windows SmartCard-Treber) orientieren. Prinzipiell könne man aber auch auf die USB-ID triggern uns so Scripte bauen, welche bei einstecken eines USB-Sticks ein Backup durchführen oder bei verbinden einer unbekannten USB-Tastatur entsprechend reagieren (böse Ente). Das zugehörige Script:

$query =  "Select * FROM __InstanceCreationEvent WITHIN 2 WHERE TargetInstance ISA 'Win32_PnPEntity' AND TargetInstance.Service = 'WUDFRd'"

if( Get-EventSubscriber | Where-Object {$_.SourceIdentifier -eq "YubiHammer"}) {
    Unregister-Event YubiHammer
}

Register-WmiEvent -Query $query -SourceIdentifier YubiHammer -Action{
    $Global:RemoteProcMon=$event 

    start-sleep -seconds 3
    taskkill /T /F /IM gpg-agent.exe
    taskkill /T /F /IM scdaemon.exe
    taskkill /T /F /IM kleopatra.exe

    start -FilePath 'C:\Program Files (x86)\GNU\GnuPG\gpg-agent.exe' -ArgumentList '--daemon' -WorkingDirectory 'C:\Program Files (x86)\GNU\GnuPG\' -LoadUserProfile -WindowStyle Minimized
}

 

BitBastelei #220 – Pfaff 360 Automatic

BitBastelei #220 - Pfaff 360 Automatic

(104.9 MB) 00:17:01

2016-11-20 11:00 🛈

Wenn alte Technik auftaucht lohnt meist ein Blick – diesmal ist es eine Nähmaschine aus den Pfaff-Werken, welche Ende der 50er auf den Markt kam. Auch nach mehr als 50 Jahren sind noch keine groben Mängel feststellbar.

Die Anleitung de Gerätes ist auf der Webseite von Eddy auch online zu finden: http://www.occaphot-ch.com/n%C3%A4hmasch-manuals/bagat-luznik/.

HTTPS mit signierten Zertifikaten auf HP/HPE/Procurve/Aruba/Procurve-Switchen

HTTPS, vorzugsweise mit gültigen Zertifikaten, sollte heute eigentlich Standard sein – erst recht wenn man mehr oder weniger kritische Infrastrukturen darüber verwalten möchte. Auch wenn ich eher ein Verfechter von SSH bei der Konfiguration von Switchen bin, so wird doch oft auch ein Webinterface gefordert. Bei HP/HPE/Aruba/Procurve ist dies in der Standardkonfiguration unverschlüsselt per HTTP erreichbar. HTTPS lässt sich aktivieren, die Einrichtung von etwas anderem als self-signed ist jedoch leider nicht so intuitiv wie ich das gerne hätte. Also gehen wir die Schritte mal durch. Im CLI natürlich.

Erst muss ein „Trust Anchor“ erstellt werden. Dies ist sozusagen die Zertifikatsdatenbank des Switches. Da mehrere vorhanden sein können wird er mit einem aussagekräftigem Namen (her „MEINNETZ„) versehen.

# crypto pki ta-profile MEINNETZ

Anschließend wird das Zertifikat der Zertifizierungsstelle (CA) importiert. Leider ist dies bei vielen  Geräten nur per TFTP und nicht über USB-Stick, Terminal  o.Ä. möglich. Auch dieses bekommt zur besseren Auffindbarkeit einen Namen (hier „MYCA„). Die angegebene IP entspricht der des TFTP-Servers, unter Windows lässt sich hierzu z.B. TFTPD32 nutzen. Der Switch selbst muss hierfür natürlich bereits eine passende Netzwerkkonfiguration besitzen und den PC erreichen können, ohne passende Konfiguration sucht er sich eine Adresse per DHCP auf dem Standard-VLAN.

# copy tftp ta-certificate MYCA 192.168.0.123 meineca.crt

Im Anschluss kann die Zertifikatsunterschriftanfrage (CSR) generiert werden. Wichtig für ein gültiges Zertifikat ist hierbei im Feld „common-name“ den späteren Hostname oder die IP-Adresse des Switches anzugeben, welche letztendlich für das Management verwendet werden soll..

# crypto pki create-csr certificate-name HTTPS ta-profile MEINNETZ usage web key-type rsa key-size 2048 subject common-name switch123.adlerweb.local org "BitBastelei" org-unit "IT" locality "Koblenz" state RLP country DE

Zu beachten ist, dass je nach Modellgeneration die Verfügbaren Cryptomethoden limitiert sein können. Das hier genutzte Modell unterstützt so leiglich RSA-Schlüssel mit bis zu 2048 Bit. Die verfügbaren Optionen lassen sich wie immer durch „?“ abrufen. Das Erstellen kann je nach verbautem Managementprozessor einige Zeit in Anspruch nehmen, im Anschluss erscheint die Anfrage als Text.

-----BEGIN CERTIFICATE REQUEST-----
MIICzDCCAbQCAQAwgYYxCzAJBgNVBAYTAkVOMQ0wCwYDVQQIDARub25lMQ0wCwYD
VQQHDARub25lMRIwEAYDVQQKDAlXaWtpcGVkaWExDTALBgNVBAsMBG5vbmUxGDAW
BgNVBAMMDyoud2lraXBlZGlhLm9yZzEcMBoGCSqGSIb3DQEJARYNbm9uZUBub25l
LmNvbTCCASIwDQYJKoZIhvcNAQEBBQADggEPADCCAQoCggEBAMP/U8RlcCD6E8AL
PT8LLUR9ygyygPCaSmIEC8zXGJung3ykElXFRz/Jc/bu0hxCxi2YDz5IjxBBOpB/
kieG83HsSmZZtR+drZIQ6vOsr/ucvpnB9z4XzKuabNGZ5ZiTSQ9L7Mx8FzvUTq5y
/ArIuM+FBeuno/IV8zvwAe/VRa8i0QjFXT9vBBp35aeatdnJ2ds50yKCsHHcjvtr
9/8zPVqqmhl2XFS3Qdqlsprzbgksom67OobJGjaV+fNHNQ0o/rzP//Pl3i7vvaEG
7Ff8tQhEwR9nJUR1T6Z7ln7S6cOr23YozgWVkEJ/dSr6LAopb+cZ88FzW5NszU6i
57HhA7ECAwEAAaAAMA0GCSqGSIb3DQEBBAUAA4IBAQBn8OCVOIx+n0AS6WbEmYDR
SspR9xOCoOwYfamB+2Bpmt82R01zJ/kaqzUtZUjaGvQvAaz5lUwoMdaO0X7I5Xfl
sllMFDaYoGD4Rru4s8gz2qG/QHWA8uPXzJVAj6X0olbIdLTEqTKsnBj4Zr1AJCNy
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rfJxaLHwTQ/1988G0H35ED0f9Md5fzoKi5evU1wG5WRxdEUPyt3QUXxdQ69i0C+7
-----END CERTIFICATE REQUEST-----

Diese Anfrage kopiert man aus dem Terminal und reicht sie als .csr-Datei an die gewünschte Zertifizierungsstelle weiter bzw. signiert diesen selbst mit seiner lokalen CA. Als Ergebnis erhält man ein Zertifikat, üblicherweise im PEM-Format (meist .pem oder .crt), welches im Switch importiert werden muss. Erhält man stattdessen eine DER oder P7B-Datei kann diese an einem PC z.B. mit openssl konvertiert werden. Nach Eingabe des Importbefehls erwartet der Switch den Inhalt der PEM-Datei als Texteingabe. Unter Windows mit PuTTy kann mit einem Rechtsklick eingefügt werden.

# crypto pki install-signed-certificate
Paste the certificate here and enter:
-----BEGIN CERTIFICATE-----
...
-----END CERTIFICATE-----

Mit Erkennen der „END CERTIFICATE„-Zeile kehrt der Switch automatisch zur Konfigurationsoberfläche zurück.  Das Zertifikat sollte nun in der Liste der installierten Zertifikate zu sehen sein.

# show crypto pki local-certificate
Name Usage Expiration Parent / Profile
-------------------- ------------- -------------- --------------------
HTTPS Web 2345/06/07 MEINNETZ

Zuletzt wird HTTPS ein- und HTTP ausgeschaltet. Das zuvor installierte und somit einzige Zertifikat sollte automatisch verwendet werden.

# web-management ssl
# no web-management plaintext

Somit ist der Switch nicht mehr unverschlüsselt verwaltbar und die zuständigen „Administratoren“ teilen ihr Passwort nicht mehr zwangsläufig allen Lauschern im Netz servierfertig mit. Mit etwas Glück spart das Ganze am Ende mehr Arbeit als das turnusmäßige Auffrischen der Zertifikate verursacht. Wenn nicht schont der nicht mehr vorhandene HTTP-Login  immerhin meine Nerven.

Kurztest VP9 vs. X.265

Rendering fertig und nächstes Projekt kopiert noch, also mal ein schneller Blick wie sich VP9 inzwischen schlägt.

Quellmaterial sind 85 Sekunden Video, davon 8 Sekunden Standbild und 12 Sekunden 50:50. Das Rendering erfolgt über MLT mit x265 1.9 bzw. libvpx 1.5.0 auf einem Intel Xeon W3680 Hexacore. Beide werden mit einem CRF von 23 angesteuert (jaja, ist übertrieben hoch).

VP9 ist beim Encoding klar im Nachteil, da standardmäßig nur ein einziger Kern genutzt werden kann.

VP9 benötigt für das Rendering 18:40 Minuten, die Zieldatei belegt 141MB. Die Bitrate liegt bei durchschnittlich 13491kb/s.

X265 liegt mit 09:40 Minuten knapp darunter. Die Zieldatei ist mit 37MB jedoch deutlich kleiner. Die Bitrate liegt im Schnitt bei 3475kb/s.

Die Bildqualität können andere beurteilen, ich sehe mit dem Auge nichts.